News & Rumors: 26. April 2011,

PlayStation 3: PSN-Ausfall schadet auch Independent-Entwicklern

Seit letzter Woche Mittwoch ist das PlayStation Network down. Sony hat den Service abgeschaltet, weil man Angriff eines Hackversuchs wurde. Nun liegt den Kollegen von Industry Gamers ein Statement vom PS3-Independent-Entwickler Q-Games vor, worin auch der wirtschaftliche Schaden angesprochen wird, den die Firma erfährt.

Gamer können seit letzter Woche nicht mehr ins PSN. Fehlermeldungen mit nichts sagendens Codes wie 80710A06 oder 8002A203 helfen kaum weiter bei der Antwortung der Frage, was da los ist, aber auch nicht über die Enttäuschung hinweg, die mancher sogar in einem Video festhält.

Indie-Entwickler betroffen

Doch es gibt auch andere Leidtragende: Independent-Entwickler, die über den Online-Store von Sony ihr Geld verdienen, sind auf das Funktionieren der Infrastruktur angewiesen. Nun hat Dylan Cuthbert von Q-Games gegenüber den Kollegen von Industry Gamers (engl.) sich zum Ausfall des PS3-Networks geäußert. Cuthbert sieht durchaus eine Beeinträchtigung des eigenen Geschäfts gegeben, er hofft aber, dass potenzielle Käufer, sobald das PSN wieder funktioniert die Spiele von Q-Games wie Shooter 2 oder PixelJunk auch immernoch kaufen wollen würden.

Cuthbert hat aber noch weitere Informationen parat: Der Entwickler sei von Sony kontaktiert worden und man habe ihm, wie wohl allen Teilnehmern am Developer-Programm versichert, dass man so schnell wie möglich mit dem Service wieder online sein will. Man arbeite 24 Stunden am Tag daran, den Fehler zu korrigieren und die Lücke, durch die die Hacker eingedrungen waren zu sichern. Anscheinend sind darüber hinaus aber keine weiteren Informationen von Sony in Richtung der Entwickler geflossen.

CFW Schuld?

Währenddessen glaubt man bei VG24/7 (engl.) immer stärker daran, dass der Custom Firmware Hack, der aus einer normalen Konsole eine Developer-Konsole machte, Schuld an der Abschaltung des PSN sei. Die als ReBug bekannte CFW sorgt dafür, dass das System glaubt, es habe es mit einer Developer-Konsole zu tun. Diesen Konsolen, die von Sony eigentlich via Hardware modifiziert werden, „vertraut“ das System quasi „blind“, und überprüft deshalb nicht die Authentizität der Nutzer oder deren Kreditkarten-Informationen. Entsprechend war es möglich fiktive Daten anzugeben und alle möglichen kostenpflichtigen Downloads gratis und illegal herunterzuladen. Zum einen hatten das die Entwickler der ReBug-Firmware sicher nicht im Sinn, weil Dev-Konsolen viele Features bieten, man z. b. mit ihnen Screenshots von Spielen machen kann, oder eine Bildschirmauflösung fest auswählen. Zum anderen würde Sony, wenn dies tatsächlich der Grund für die Abschaltung gewesen sein sollte, sowohl Entwickler als auch normale Gamer bestrafen, weil man Angst vor einem Bruchteil von Raubkopierern hat.



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