News & Rumors: 27. April 2011,

PSN-Ausfall: US-Senator Blumenthal kritisiert Sonys Informationspolitik

PSN
PSN - Abbildung

US-Senator Richard Blumenthal hat sich zu Wort gemeldet, der die Informationspolitik Sony Computer Entertainments bezüglich des PSN-Hacks kritisiert.

Sony hat erst vor wenigen Stunden ein offizielles Statement abgegeben, das umfassender ausfällt als bisherige Informationshappen. Besitzer der PlayStation 3 wissen nun, dass es noch einige Zeit in Anspruch nehmen kann, bis das PSN wieder geht, sie wissen aber auch, dass ihre Kreditkarten-Daten gestohlen worden sein könnten.

Blumenthal rügt Sony

Der US-Politiker Richard Blumenthal, seines Zeichens Senator des Staates Connecticut, hat eine Pressemitteilung (engl.) herausgegeben, in der er das Verhalten von Sony Computer Entertainment America ausdrücklich kritisiert. Blumenthal missfällt es, dass Sony über eine Woche nach den Vorgängen, die zum Ausfall des PS Networks geführt haben, die eigenen Kunden immer noch im Unklaren ließ; wahrscheinlich haben sich Sonys neuerliche Stellungnahme und das Schreiben von Blumenthal überschnitten. Sony hatte zuvor in einem Statement eingeräumt, dass man schon vor 10 Tagen, nämlich in der Zeit zwischen dem 17. und 19. April 2011 Unregelmäßigkeiten im Netzwerkverkehr feststellen konnte. Wie wir dann alle selbst miterleben konnten, hat Sony das PSN am 20. April absichtlich abgeschaltet, um weiteren Schaden abzuwenden. Doch offenbar war das zu spät, denn der Konzern räumte ein, dass es sein kann, dass Kreditkarten-Informationen und persönliche Daten (Passwörter, Adressdaten, etc.) von den Nutzern des PlayStation Networks entwendet wurden. Letzte Klarheit darüber soll auch ein externes Sicherheitsunternehmen bringen, das der Konzern zu diesem Zweck engagiert hat.

Der Senator Blumenthal hat, wie man es der Pressemeldung entnehmen kann, ein Schreiben an den Präsidenten und Geschäftsführer von Sony Computer Entertainment America verfasst, in dem er Jack Tretton, darauf anspricht, weshalb Sony es versäumt hat, seine Kunden früher über die möglichen Risiken zu informieren. Dabei prangert der Senator die gleichen Missstände an, wie auch wir sie bereits mehrfach hervorgehoben haben. Denn als Sony einmal zugab, dass am 20. April (oder vorher) in das Netzwerk eingebrochen worden sei, wäre die logische Konsequenz gewesen, den Betroffenen „reinen Wein“ einzuschenken. Stattdessen ließ man die Nutzer weitere Tage im Unklaren. Wenn es zu einem Daten-Leck kommt, so formuliert Blumenthal, sei es notwendig, dass man die Kunden unmittelbar darüber in Kenntnis setzt.

Die vergangene Woche war für viele Nutzer ein banges Warten und oftmals auch ein enttäuschtes Stochern im Nebel der spärlichen Informationen. Sony hat also jetzt Hilfe von außen angenommen, um die Geschehnisse aufzuklären. Es bleibt abzuwarten, ob man dahinterkommen kann, wer hinter dem Hack gesteckt hat. Diesen Personen könnte echtes Ungemach ins Haus stehen, und sie könnten am Ende, sollten sie ausfindig gemacht werden, nicht einfach mit einer Unterlassungserklärung davon kommen, so wie es im Fall von George „GeoHot“ Hotz der Fall gewesen ist. Mit dem jungen Hacker aus New Jersey hatte Sony sich vor Wochenfrist außergerichtlich geeinigt. Doch auch PlayStation-Entwickler  – vor allem unabhängige – sind nicht glücklich gewesen über die Abschaltung des PSN, und können es nicht sein, da ihnen ein Marktplatz verloren geht, mit dem sie ihren Lebensunterhalt, oder zumindest einen Teil davon bestreiten.



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