News & Rumors: 27. April 2011,

Forensische Analyse wegen PSN-Ausfalls könnte Sony 24 Milliarden US-Dollar kosten

PSN
PSN - Abbildung

Josh Shaul vom Datensicherheits-Unternehmen Application Security gab gegenüber Forbes zu, dass Sony die forensische Analyse der PSN-Nutzer-Profile über 24 Milliarden US-Dollar kosten könnte. Er legte Zahlen aus dem Jahr 2010 zugrunde, die die Analyse eines einzelnen Profils eines PS3-Besitzers kosten könnte.

Das Finanz-Magazin Forbes (engl.) berichtet, dass der Ausfall des PSN den Elektronik-Konzern Sony teuer zu stehen kommen könnte. Dabei zitiert man Aussagen eines Datensicherheits-Expterten namens Josh Shaul. Dieser glaubt, dass die Analyse der einzelnen Profile von mittlerweile 77 Millionen PlayStation-Nutzern das Unternehmen insgesamt mehr als 24 Milliarden US-Dollar kosten könnte. Das sind bei derzeitigem Umrechnungskurs mehr als 16 Milliarden Euro. Shaul kommt zu dieser Einschätzung, aufgrund des Durchschnittspreises im Jahr 2010, den man für eine Daten-Analyse auf Malware einzelner Profile jeweils beazhlen musste.

Mit Sicherheit sind das allerdings nicht die einzigen Kosten, die das börsennotierte Unternehmen wird begleichen müssen. Sollten tatsächlich Kreditkarten-Daten entwendet worden sein, könnte zumindest außerhalb der USA die Möglichkeit bestehen mit Sammelklagen Erfolg zu haben, weil hierzulande die Gerichte ein wenig anders funktionieren. Doch auch von anderer Seite droht geldwerter Schaden: Einerseits konnte Sony bislang eine Woche lang keine Umsätze durch Verkäufe von Spielen erzielen – dies betrifft z. B. Independent-Entwickler mit, die im selben Boot sitzen. Andererseits wird Sony nicht umhin kommen, den Nutzern irgendwelche Entschädigungen anzubieten und es scheint, dass man dazu bereit ist – mehr dazu in einem separaten Beitrag.

Last but not least droht Sony unter Umständen sogar eine Strafe einer Art Verbraucherschutz-Behörde, der ICO, in Großbritannien. Diese könnte Sony laut VG24/7 (engl.) mit maximal 500.000 britischen Pfund zur Kasse bitten (ungefähr 560.000 Euro), sollte sich herausstellen, dass stellvertretend für den Mutterkonzern in Grobritannien die Sony Computer Entertainment Europe fahrlässig mit den persönlichen Daten der Nutzer umgegangen ist. Dass die Daten nicht besonders gut verschlüsselt waren, darauf deutet eventuell ein Chatlog von PSN-Hackern hin, dessen Ursprung jedoch unbestätigt bleibt.



Forensische Analyse wegen PSN-Ausfalls könnte Sony 24 Milliarden US-Dollar kosten
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