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Veröffentlicht am  28.04.11, 15:34 Uhr von  Alexander Trust

PSN-Ausfall: Geohot dementiert Hacker-Angriff und hat Mitleid mit Gamern

George Hotz alias Geohot George Hotz alias Geohot

PS3-Hacker und iPhone-Jailbreaker George Hotz hat sich nun zum Ausfall des PlayStation Networks zu Wort gemeldet. Er bedauert die PSN-Downtime und den Klau der persönlichen Daten aller Gamer. Wer immer für diesen Angriff verantwortlich sei, so Hotz, hätte den Hacker-Stand schlecht aussehen lassen.

Geohot zynisch

Das PlayStation Network ist down – und Sony ist auf der Suche nach einem Schuldigen. Nun meldete sich der junge Hacker Geohot aus New Jersey in seiem Blog (engl.) zu Wort. Er hat Mitleid mit denjenigen, deren Daten gestohlen wurden. Der Hacker gibt sich bewusst zynisch, obgleich er vor knapp zwei Wochen selbst eine außergerichtliche Einigung mit Sony herbeigeführt hatte, und eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Hotz wirft Sony vor nachlässig gewesen zu sein, und vor allem nicht genügend Anstand gehabt zu haben, die Nutzer darüber zu informieren, als deren Daten entwendet wurden.

Hotz weist Schuld von sich

Hotz richtet gleich auch eine Nachricht an alle, die denken, dass er etwas mit diesem Vorfall zu tun haben könnte. Er sei nicht verrückt, so Hotz, und wollte nicht das FBI an seine Tür klopfen wissen. Homebrew-Software abzuspielen und sein eigenes System auszuloten sei cool, aber sich in jemandes System zu hacken und dessen Daten zu klauen sei alles andere als das (“Running homebrew and exploring security on your devices is cool, hacking into someone elses server and stealing databases of user info is not cool.”). Hotz sagt, das solche Aktionen auch dann nicht cool sind, selbst wenn sie solchen “Deppen” wie Sony gewidmet seien. Er selbst ist in solch einem Moment froh, kein PSN-Kunde zu sein.

Darüber hinaus sieht Hotz nicht die Sony-Ingenieure als die Schuldigen an. Vielmehr hätten die “Entscheider” versagt, als sie den Krieg gegen die Hacker auf die Agenda von Sony setzten. Neben Geohot wurde auch Graf_Chokolo mit Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und einstweiligen Verfügungen bedacht. Über den Ausgang der Verfahren mit einigen Hacker der Gruppe fail0verflow ist bislang nichts bekannt. Darüber hinaus hatte sich eine Hacker-Bewegung namens Anonymous mit Sony angelegt und die Webseiten der Firma lahmgelegt, und zunächst vor mehreren Wochen das PSN gehackt. Allerdings merkten die Hacker schnell, dass sie damit über das Ziel hinaus geschossen waren, und mit dem Raub der Daten und dem neuen Hack wollen sie diesmal nichts zu tun haben.

Mittlerweile sieht sich Sony aber auch anderen Kräften ausgesetzt. Beispielsweise wurde von einem PS3-Besitzer vor einem Gericht in Kalifornien eine erste Klage eingereicht. Weitere werden mit Sicherheit folgen. Und Verbraucherverbände prüfen die Legalität von Sonys Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

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