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Veröffentlicht am  28.04.11, 18:40 Uhr von  Alexander Trust

Nach PSN-Hack: Australier will erstes Opfer von Kreditkarten-Betrug sein

PSN PSN - Abbildung

Der PSN-Ausfall hält weiter an, bislang gibt es keine gesicherten Informationen, wann es für PlayStation-3-Besitzer wieder online geht. Sony hat derzeit aber mit den ersten Auswirkungen des Datenklaus zu tun. Ein Australier behauptet, er sei das erste Opfer des PSN-Hacks.

Schon gestern wurde in Australien ein Fall von Kreditkarten-Betrug dokumentiert. Ein PS3-Gamer aus Down Under, Rory Spreckley aus Adelaide, hat gegenüber ABC News (engl.) bestätigt, dass er auf seinem Kreditkarten-Konto Unregelmäßigkeiten festgestellt hat. Eine Buchung über 2.000 Dollar hatte er auf seinen Kontoauszügen entdeckt, die er selbst nicht veranlasst hat.

Am 23. April soll es auf dem Konto von Spreckley bereits einige kleinere Buchungen gegeben haben, die allesamt aber jeweils die 1-Dollar-Grenze nicht überschritten hatten. Dies wird normalerweise als Test-Buchung interpretiert, mit der Kreditkarten-Betrüger versuchen festzustellen, ob der Zugriff auf ein Konto möglich ist. Danach allerdings seien australische Inlands-Flüge und Reservierungen in Best Western Hotels über das Kreditkarten-Konto von Spreckley ausgeführt worden. Datenschutzbeauftragte in Australien, so heißt es bei ABC News, stellen Untersuchungen an, ob Sony wirklich alles getan hat, um die Daten der Kunden zu schützen.

Wenn die Aussagen von Kevin Stevens, vom Antiviren-Softwarehersteller Trend Micro stimmen, sind insgesamt 2,2 Millionen Datensätze mit Kreditkartendaten von PS3-Benutzern entwendet worden. Sony sollen die Daten zum Rückkauf angeboten worden sein.

Das PlayStation Network ist allerdings nach wie vor down. Sonys eigene Prognosen hatten zu Beginn der Woche noch geheißen, es könnte “innerhalb einer Woche” wieder live sein. Anhand dieser Aussage kann man den 3. Mai 2011 als spätesten Termin annehmen. Doch in der Zwischenzeit gab es weitere Meldungen, die auch diese Prognose eher wieder als kalten Kaffee erscheinen lassen. So wurden Entwickler mit neuen SDKs ausgestattet und Sony selbst sprach auch davon, dass man die Server physikalisch umzieht. Gamer, die Sorge um ihre Trophäen-Sammlung hatten, kann der Elektronik-Konzern beruhigen.

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