News & Rumors: 28. April 2011,

PSN-Ausfall: Nutzer müssen Passwort ändern, Sony zieht Server um und verfolgt Täter

PSN
PSN - Abbildung

Da Sony Computer Entertainment America die meisten PS3-Gamer und damit Nutzer des PlayStation Network in seiner Region versammelt, gibt es dort zuerst Informationen. Aktuell hat Sony darüber aufgeklärt, dass alle Nutzer ihr Passwort ändern werden müssen, sobald das PS-Netzwerk wieder funktioniert, weil man ein Software-Update einspielt. Außerdem müssen die PSN-Hacker sich in Acht nehmen.

Software-Update

Sony arbeitet an einem System-Software-Update, das teilte Patrick Seybold im US-PS-Blog (engl.) in Form neuer Fragen und Antworten (FAQ) mit. Diese Software-Aktualisierung wird es nötig machen, dass Nutzer, sobald das PSN wieder online geht, ein neues Passwort einrichten müssen. Es wird also niemand darum herum kommen, es kann sich aber dann später auch niemand beschweren, dass Sony zumindest ab dem Zeitpunkt der Neuaufschaltung nachlässig gehandelt hätte. Die wortgleichen Infos werden ebenso immer im EU-PS-Blog (engl.) abgelegt, dort nur mit einem anderen Verantwortlichen von Sony als Autor – so auch in diesem Fall. Allerdings ist Amerika immer ein paar Minuten früher dran, immerhin bedient man die größte Kundenbasis.

Server-Umzug

Zu den Maßnahmen, die Sony neben dem angekündigten Software-Update nun unternimmt, gehört auch, die Server-Infrastruktur umzuziehen – das ist im Wortsinn zu verstehen. Es werden also Computer von einem Ort an einen anderen verfrachtet. Dieser Umzug sei bereits im Gange, heißt es. Seybold hatte ebenfalls notiert, dass zum Eindringen in das Netzwerk auch physikalische Schranken überwunden hätten werden müssen. Wenn dem tatsächlich so sein sollte, dann mussten die Hacker Hilfe gehabt haben.

Suche nach Hackern

Darüber hinaus wurde bekannt, dass Sony sich mit den Strafbehörden in Verbindung gesetzt hat. Man sei „aggresiv“ auf der Suche nach dem Urheber dieses Verbrechens, denn als solches wird der Hack in das Online-Netzwerk PSN von Sony gewertet:

„This malicious attack against our system and against our customers ist a criminal act and we are proceeding aggressively to find those responsible“.

Sony geht also nun in die Offensive, nachdem gestern und schon in den Tagen davor auch öffentlich die Kritik lauter wurde und sowohl US-Politiker, aber auch nationale Verbraucherverbände oder Behörden die Einstellung von Sony zur Sicherheit der Daten ihrer Nutzer kritisiert hatten. Zuletzt wurde auch bekannt, dass der Amerikaner Kristopher Johns eine Klage gegen Sony vor einem Gericht in Kalifornien eingereicht hat.

In dem Blog-Eintrag erklärt Seybold, dass die Kreditkarten-Daten der Nutzer verschlüsselt in einer Datenbank abgelegt waren. Gleichwie waren die personenbezogenen Daten in einer weiteren Datenbank unverschlüsselt hinterlegt. Trotzdem, so Seybold, hätte man nicht ohne Weiteres auf sie zugreifen können. Dies sei nur durch ein böswilliges Eindringen in das System möglich geworden. Zu den Kreditkarten-Daten konnte Seybold nur sagen, dass man „nicht wisse“, ob sie entwendet wurden. Eine ähnliche Aussage trifft er über die personenbezogenen Informationen nicht. Daraus lässt sich leicht ableiten, dass tatsächlich solche Daten wie Name und Adresse entwendet wurden. Außerdem könnte Sony „nicht mit letzter Gewissheit“ ausschließen, dass tatsächlich Kreditkarten-Informationen entwendet wurden, Seybold weiter.



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