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Veröffentlicht am  29.04.11, 12:55 Uhr von  Alexander Trust

PSN-Hacker wollten Sony offenbar Kreditkartendaten verkaufen

PSN PSN - Abbildung

Das PlayStation Network ist immer noch down. Mittlerweile wissen wir, dass Kreditkartendaten entwendet wurden, Sony hat dies indirekt bestätigt. Nun will ein Mitarbeiter vom Antiviren-Softwarehersteller Trend Micro wissen, dass die Hacker Sony die geklauten Kreditkartendaten zum Kauf angeboten haben.

Kreditkartendaten auf Schwarzmarkt

Kevin Stevens vom Antiviren-Softwarehersteller Trend Micro will in Erfahrung gebracht haben, dass die PS3-Hacker, die für den Ausfall und die Abschaltung des PSN verantwortlich sind, Sony die gestohlenen Kreditkarten-Infos zum Kauf angeboten haben. Der Elektronik-Konzern soll dieses Angebot jedoch ausgeschlagen haben. Nun werden die Daten offenbar auf dem Schwarzmarkt angeboten.

2,2 Millionen Kreditkarten-Infos sollen den Hackern vorliegen, twitterte Stevens (engl.), für die Sony ein Rückkaufangebot (engl.) offenbar abgelehnt hat. Stevens kann allerdings die Echtheit der Aussage nicht verifizieren, weil er die Datenbank mit den geklauten Daten selbst nie gesehen hat. Er war lediglich Zeuge einer Forendiskussion, in der das Thema explizit diskutiert wurde und diese sei nicht erdacht, betont Stevens in einem weiteren Tweet (engl.).

In der betroffenen Datenbank sollen die vollständigen Nutzerdetails hinterlegt gewesen sein. Diese umfassen den Vor- und Nachnamen, die Adresse, die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse, sowie das zugehörige E-Mail-Passwort, das Geburtsdatum, die Kreditkarten-Nummer, deren Ablauf-Datum sowie den Security Code der Kreditkarten von deren Rückseite.

Der Ausfall des PlayStation Networks währt mittlerweile 9 Tage. Sony hatte am gestrigen Tag Informationen zum Umgang mit den sensiblen Daten veröffentlicht. Heute Früh dann informierte man über gaming-spezifischere Fragen, z. B. Savegames und Trophäen.

Der Elektronik-Konzern hat öffentlich zugegeben, dass “persönliche” Daten entwendet wurden. Als Hintertürchen formulierte man aber, dass man nicht zu 100 Prozent wisse, ob auch Kreditkarten-Daten entwendet wurden. Dies ist lediglich ein strategisches Handeln. Sony würde mit einem öffentlichen Schuldeingeständnis ansonsten jedem Anwalt eine Chance geben, sie sofort anzuklagen. So wie sich die Gemengelage verdichtet, ist davon auszugehen, dass Kreditkarten-Daten ebenfalls entwendet wurden, selbst wenn Sony dies also nicht bestätigen wird, weil ihre Anwälte sie das nie werden zugeben lassen.

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