News & Rumors: 7. Mai 2011,

Sony verschiebt PSN-Neustart wegen Sicherheit, Hacker haben Daten veröffentlicht

PSN
PSN - Abbildung

Sony hat neue Informationen veröffentlicht, wann man das PSN wieder online stellt. Sony hat aber auch Informationen zurückgehalten für die Gründe, warum das so ist. PS3- und PSP-Nutzer müssen sich in Geduld üben, denn Sony sagt nur, dass weitere Informationen folgen, sobald man sie haben werde.

Ausmaß unterschätzt

In einer neuerlichen Meldung an die Nutzer im PlayStation-Blog stellt Sony klar, dass man, als Kazuo Hirai letzten Sonntag auf der Pressekonferenz sprach und meinte „innerhalb einer Woche“ würde man das PSN wieder online schalten – also Sony schreibt selbst, man habe das Ausmaß dessen unterschätzt, was vorgefallen ist. „Sicherheit“ habe die oberste Priorität und entsprechend würden die internen Tests nach dem PSN-Hack anhalten und fortgesetzt, bis man guten Gewissens das Netzwerk wieder anschalten kann. Dazu die übersetzte Meldung von Nick Caplin: „Wir werden die Angebote nicht wiederherstellen bevor wir nicht die Stärke des Systems in dieser Hinsicht überprüft haben.“

Hacker veröffentlichen Daten

Was bei Sony allerdings unter den Tisch fällt, bei all der Rede um die Sicherheit, ist der „wohl“ wahre Grund für die erneute Verschiebung. Hacker haben ihre Drohung wahr gemacht und am Freitag 2.500 Datensätze von Sony-Kunden auf einer von Sonys Webseiten veröffentlicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters (engl.). Wohlgemerkt handelt es sich dabei nicht um Datensätze aus dem ursprünglichen PSN-Hack, sondern um Daten, die die Hacker „aktuell“ aus dem Sony-Netzwerk entwendet haben. Man hatte angekündigt, dass man noch Zugang zu den Sony-Servern hat und am Wochenende eine Aktion starten würde. Offenbar hat Sony diese Situation unterschätzt – mal wieder? – und schreibt nun, man müsse die „internen Tests“ verlängert. Eigentlich müsste es heißen, dass man intern die Scherben aufsammelt. Die Informationen, die Hacker entwendet und veröffentlicht haben, stammen aus Umfragen, die Sony im Jahr 2001 gemacht hatte. Veröffentlicht wurden von den Hackern nur die Namen und teilweise Adressdaten. Reuters schreibt, dass diese Aktion ein ernster Rückschlag für Sony sein kann, bei dem Ziel, das PSN „bald“ wieder online zu stellen.

Wer den oben verlinkten Beitrag auf dem Sony-Blog liest, der wird einerseits wissen, dass es dieses Wochenende auf keinen Fall PSN geben wird, selbst wenn das nicht explizit dort steht. Der wird aber andererseits auch das Gefühl kriegen, dass hier nur sehr vage geschrieben wird, was es eigentlich mit der Sicherheit auf sich hat. Wer aber die Geschichte mit den Hackern kennt, der kann sich einen Reim darauf machen. Sony entschuldigt sich am Ende artig für die Verspätung und die Unannehmlichkeiten. Weitere Informationen würden folgen, sobald man sie hat.



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