News & Rumors: 8. Mai 2011,

Alien Breed Trilogy – Test: Weltraum-Ballerei und Explosionen am laufenden Band auf der Xbox 360

Im Jahre 1991 veröffentlichte Team17, die vor allem für die Worms-Reihe bekannt sind, den ersten Teil der Alien Breed Reihe auf dem Commodore Amiga. Heute, ziemlich genau 20 Jahre später, wurde uns mit Alien Breed Trilogy für die Xbox360 eine Compilation der drei Teile des Arcade Shooters vorgelegt, die mit gepimpter Optik und verbessertem Gameplay aufwarten. Wir haben exklusiv für euch angetestet, ob die Alienschlacht auch heute noch begeistern kann oder man sich das Remake hätte sparen können!

Stellt euch vor, ihr seid allein in
einem weitgehend verlassenen Raumschiff, euer Weg ist gepflastert mit
den Überresten der Crew und ihr lebt mit der ständigen Angst im
Nacken, dass hinter jeder Ecke eine abartige Monstrosität lauern
könnte. So oder so ähnlich muss sich wohl Protagonist und
Chefingenieur Conrad fühlen, während er die verwüsteten Gänge des
Schiffs durchstreift, nachdem dieses mit einem anderen Raumkreuzer
unbekannter Herkunft zusammenstieß und seitdem zur Heimat tödlicher
Aliens geworden ist, die denen von H.R. Giger in nichts nachstehen
und inoffiziell auch als Inspiration für das Setting des Spiels
herhalten mussten.

Zwei Sticks für einen Charakter

Das Spielprinzip, welches hinter der
Story steht gestaltet sich im Allgemeinen äußerst simpel:
Alleine oder im Koop-Modus, welcher sowohl on- als auch offline zur
Verfügung steht, steuert ihr euren Charakter in der Vogelperspektive
durch ein Labyrinth von Gängen, während ihr mit einem vielfältigen
Arsenal von Waffen eure außerirdischen Widersacher aus dem Weg
räumt. Dabei folgt ihr den Orientierungspunkten auf eurem Radar und
sucht nach Schlüsselkarten oder bestimmten Terminals, die euch
versperrte Wege öffnen.

Alien Breed Trilogy Review

Zum Einsatz kommen dabei beide Controlsticks: Wie bereits gewohnt steuert ihr dabei mit dem linken
Stick, während der rechte in erster Linie dazu dient euren Charakter
und damit sein Sichtfeld zu drehen und somit zu zielen. Nach kurzer
Eingewöhnungszeit funktioniert dies äußerst komfortabel und ihr
werdet schnell in der Lage sein eure Gegner präzise
auszuschalten. Ein paar Pluspunkte also für die Steuerung.{BREAK}

Alarm für Cobra 11 lässt grüßen!

Die Stärken in Steuerung und Gameplay
wurden für mich nur in einer Disziplin wirklich überschattet: der
Optik. Trotz Unreal 3 Engine und zunächst hochwertiger Grafik hab
ich mich in erster Linie an den Spezialeffekten gestört. Während
ihr euch durch das Schiff bewegt wird alle zwei Sekunden irgendetwas
in eurer Umgebung explodieren oder anderweitig in Brand gesetzt, was
stellenweise doch sehr stark vom eigentlichen Spielinhalt ablenkt und
zudem durch die Beschränkung der Sichtverhältnisse auch noch
ziemlich nervt. Schaut man sich im Vergleich dazu die Originale noch
einmal an, wird man feststellen, dass diese durch klare Linien in
Kombination mit einem schlichten Gameplay gepunktet haben und
deswegen nicht umsonst zu den Bestsellern ihrer Zeit gehörten. Für
mich ist dies ein klares Indiz dafür, dass zum Teil heutzutage
übertriebene Effekte einen höheren Stellenwert genießen als das
Gameplay und das ist gerade bei derartigen Kulttiteln schade.

Fazit

Allzu sehr meckern kann man bei dem
gebotenen Content von Alien Breed Trilogy für die Xbox 360 allerdings nicht, schließlich bekommt man zu einem
fairen Preis gleich drei Spiele geliefert, auch wenn diese zu Beginn
einander recht ähnlich zu sein scheinen. Das Game richtet sich wohl
in erster Linie an die Veteranen, die über die atmosphärischen
Unterschiede hinwegsehen können und alle anderen, die ein wenig
Action verpackt in einem interessanten Gameplay suchen.



Alien Breed Trilogy – Test: Weltraum-Ballerei und Explosionen am laufenden Band auf der Xbox 360
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