News & Rumors: 8. Mai 2011,

Sind PSN-Nutzer Kunden oder Freunde?

PSN
PSN - Abbildung

Vor ein paar Tagen veröffentlichte der Sony-Präsident und -Geschäftsführer Howard Stringer einen öffentlichen Brief im Internet, in dem er sich bei den PSN-Nutzern entschuldigte. News gab es seitdem eher keine, jedenfalls keine guten. Doch hat Stringer überhaupt die richtigen Worte gewählt? Sind PS3- und PSP-Gamer die Freunde von Sony?

Auf dem OpenBytes-Blog (engl.) hat der Autor heute eine persönliche Analyse des Offenen Briefes von Sonys CEO Howard Stringer (engl.) veröffentlicht. Der Blogger schreibt, dass er durchaus Sony-Fan sei, die Produkte des Herstellers gut fände, auch nach dem PSN-Ausfall, der nun schon drei Wochen andauert. Wir verlinken hier den englischen Text, obwohl im Web auch die Übersetzung zu finden ist auf den Seiten von PlayStation Deutschland. Doch eine Übersetzung ist eben nicht das Original-Dokument.

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Doch nachdem letzten Sonntag Kazuo Hirai auf einer Pressekonferenz in Japan bereits eine Verbeugung durchführte, die in Japan als Geste der Entwchuldigung gewertet wird, hatte danach Howard Stringer die Form des öffentlichen Briefes gewählt, und versucht auf die „Tränendrüse“ zu drücken. Denn der Brief versucht, die PSN-User in das Sony-Boot zu holen. Laut OpenBytes hätte Stringer sich das sparen sollen, zu schreiben „Dear friends„, träfe den Nagel nicht auf den Kopf, weil es sich nicht um Freunde von Sony handelt, sondern um Kunden. In den Kommentaren unter unseren PSN-Beiträgen erleben wir aber durchaus zwei Lager. Es gibt nämlich offenbar Leute, die sich mit Sony, mit der Marke identifizieren und den Schwarzen Peter nicht bei Sony wissen wollen.

OpenBytes hingegen spricht von der Vertrauensfrage. Als Kunde hätte man Sony seine persönlichen Daten anvertraut und stellt nun fest, dass das Vertrauen nicht gerechtfertigt war. Was aber dem Autor des Blogs auch stört ist die Rede von Howard Stringer, dass Sony versucht, die Kunden mit in ein Boot zu holen. Stringer schrieb:

„In the last few months, Sony has faced a terrible earthquake and tsunami in Japan. But now we are facing a very man-made event – a criminal attack on us — and on you.“
Howard Stringer

OpenBytes bezweifelt, dass die Attacke der Hacker wirklich gegen „uns“ gerichtet war. Wenn man den Bekundungen von Anonymous glaubt, dann ging es nie um die User, sondern nur um Sonys Umgang mit den eigenen Leuten (Geohot, Graf_Chokolo und Co.). Doch darüber hinaus sieht OpenBytes den größten Fehler darin, die Leute mit dem Unglück in Fukushima zu überzeugen. Diese Dinge stehen nämlich nicht miteinander in Verbindung und der tragische Tod von vielen Menschen sollte kein Druckmittel sein, um die eigenen Verfehlungen zu kaschieren und sei also eher schlechte Polemik und kein gutes Marketing.

Was denkt ihr? Hat Sony Schuld? Wenn ja, wie sollten die Japaner mit der Situation umgehen? Und hat sich Howard Stringer im Ton vergriffen? Sind „wir“ Kunden oder Freunde von Sony?

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