News & Rumors: 8. Mai 2011,

World of WarCraft – Wer nachts spielt, könnte depressiv werden, behauptet Studie der Universität Basel

Forscher der Universität Basel haben im Rahmen eines Forschungsprojektes untersucht, welcher Einfluss die Tageszeit des Computerspielens auf das Vorhandensein von depressiven Symptomen ausübt, dabei wurden 600 WoW-Gamer zu Versuchskaninchen.

Laut einer Studie der Universität Basel gibt es einen Zusammenhang zwischen der Tageszeit, wann vor dem PC gespielt wird und der Ausprägung bzw. dem Vorhandensein von Depressionen. Forscher der Universität haben herausgefunden, dass nachtaktive Computerspieler (die an 5 bis 7 Tagen im Zeitraum zwischen 22 und 6 Uhr spielen) ein deutlich höheres Risiko haben an Depressionen zu erkranken als Spieler, die tagsüber ihrem Hobby frönen.

Als mögliche Gründe vermutet man, dass der individuelle Schlaf-Wach-Rhythmus verschoben wird und dadurch zu einer größeren Tagesmüdigkeit führt. Auch könne man vermuten, dass die Spieler möglicherweise problembedingt über Tag keine Zeit finden zu spielen und deshalb erst nach 22 Uhr damit beginnen. Die Häufigkeit des Computerspielens hat laut Studie keinen Einfluss auf die Ausprägung depressiver Symptome. Insgesamt gesehen lässt sich allerdings feststellen, dass depressive Symptome der Computerspieler in der vorliegenden Studie im Durchschnitt nicht häufiger
vertreten waren als bei Vergleichsstichproben aus anderen Studien.

Das Spielverhalten von 600 Spielern des Online-Rollenspiels World of WarCraft im Alter zwischen 13 und 30 Jahren wurde im Rahmen der Studie untersucht. Durchschnittlich verbrachten sie pro Woche 22 Stunden mit Computerspielen. World of Warcraft wird weltweit von über 11 Millionen Spielern gespielt und gilt als bekannt für sein hohes Suchtpotenzial.

Was die Studie sicherlich nicht berücksichtigt ist, dass z. B. auch Personen, die im Schicht-Dienst arbeiten, ähnliche Dispositionen erwerben und ein höheres Risko mit sich tragen, depressiv zu werden. Es hat also am Ende nicht speziell mit Videospielen zu tun, sondern eher mit dem Tages- und Nachtrhythmus.



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