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Veröffentlicht am  14.05.11, 1:57 Uhr von  Alexander Trust

Wertverlust bei gebrauchten PS3-Games durch PSN-Ausfall?

PSN PSN - Abbildung

Gibt es einen Wertverlust bei gebrauchten PS3-Spielen wegen des PSN-Ausfalls zu verzeichnen? Ein unabhängiger Preisvergleichs-Blog bietet Informationen an, denen zufolge PS3-Spiele im Gebrauchtmarkt massiv an Wert verloren haben, die online gespielt werden, und damit das PSN unbedingt benötigen. Bei genauerem Hinsehen können diese Zahlenspiele als voreilige Thesen entlarvt werden.

Es geschieht sicherlich eine Menge rund um den Ausfall des PlayStation Network. Es wird auch viel geschrieben. Die folgende Nachricht ist allerdings mit ein wenig Skepsis zu betrachten. Ein Preisvergleichs-Blog hat sich die Mühe gemacht, die Preise von gebrauchten PlayStation-3-Spielen zu untersuchen, die besonders über das Online-Play punkten können. Dazu gehören neben Spielen wie FIFA 11 oder GTA 4 und Red Dead Redemption vor allem Ego- oder Third-Person-Shooter (Crysis 2, Call of Duty Black Ops, Modern Warfare 2, und weitere).

10 Spiele verglichen

Verglichen wurden die Preise von insgesamt 10 Spielen. Einerseits wurden die Preise zwischen den Plattformen Xbox 360 und PlayStation 3 verglichen, andererseits noch zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten. Nämlich dem Start des PSN-Ausfalls am 20. April und dem 11. Mai. Doch die Vergleichstabellen von VideoGame PriceCharts (engl.) sind insgesamt sehr unterschiedlich und zu wenig aussagekräftig, als dass man in der Lage wäre zu sagen, es gäbe einen direkten Zusammenhang. Denn wenn man die Statistiken bemühen möchte, um den PSN-Hack als Grund für den Preisverfall von Gebrauchtspielen auf der PlayStation in den USA auszumachen, stellt man fest, dass es mit Call of Duty: World at War sogar ein Spiel gibt, das im Preis um 3,7% angestiegen ist in der Zeit, in der das PSN down ist.

Milchmädchenrechnung

Was die Betreiber von VideoGame PriceCharts gemacht haben, ist alles über einen Kamm zu scheren und einen Strich drunter zu machen. Wenn man die Preise aller 10 verglichenen Games zusammennimmt, kommt bei der Xbox 360 als Plattform heraus, dass die Spiele in Summe sogar 0,7% Preisanstieg verzeichnet haben und bei der PlayStation 3 aber 7,4% günstiger geworden sind. Problematisch wird es dann z. B., wenn man das Spiel Crysis 2 hernimmt, denn auf der Xbox 360 hat dieses Spiel gebraucht einen Preisverlust von 7,4% eingefahren, die PS3-Version wurde vom 20. April 2011 zum 11. Mai hin um 7,8% günstiger. Wenn denn die Xbox 360 davon profitieren soll, dass die PS3 offline ist, kann man Crysis 2 als Beispiel nicht zulassen. Dei Gründe, warum die einzelnen Spieler auf den unterschiedlichen Plattformen zu- und auch abgenommen haben, sind sicherlich sehr verschieden. Wer es sich aber so leicht machen möchte, dass der PSN-Ausfall daran Schuld ist, der misst sicherlich mit dem gleichen Augenmaß wie Spiegel Online, die in den letzten Wochen einige Male auf begeisterungsfähige Schlagzeilen gesetzt haben, aber nicht unbedingt dafür gesorgt haben, die vorhandenen Tatsachen zu transportieren.

PSN noch offline

Ansonsten kann man festhalten, dass es Anzeichen einer Besserung gibt. Das Online-Netzwerk PSN wird beispielsweise schon wieder durch Entwickler bevölkert, die Zugriff auf das PSN haben sollen. Außerdem lassen sich Aktivitäten im Online-Gaming auf den PSN-Servern feststellen, und zwar in der Art, dass Online-Statistiken zum Beispiel beim Shooter SOCOM 4 vor nicht allzu langer Zeit aktualisiert wurden und dort mittlerweile Spieler mit Namen auftauchen, die auf interne Tests schließen lassen. Darüber hinaus haben sich jetzt mit Randy Pitchford (Duke Nukem Forever) und Paul Wedgewood (Brink) zwei verantwortliche Personen von Entwickler-Studios zu Wort gemeldet und gezeigt, dass man mit Sony sympathisiert.

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