News & Rumors: 14. Mai 2011,

Amazon-Cloud für PSN-Hack missbraucht? FBI ermittelt

PSN
PSN - Abbildung

Amazons Cloud-Computing-Service soll von den PSN-Hackern benutzt worden sein, die zwischen dem 17. und 19. April ins PlayStation Network eingedrungen waren. Daraufhin hatte Sony das PSN offline genommen und PS3-Gamer warten seit mehr als dreieinhalb Wochen darauf, dass das PSN wieder geht.

Die Nachrichtenseite Bloomberg (engl.) ist offenbar an Informationen über den PSN-Hack gelangt. Eine Quelle, die mit dem Fall des PSN-Hacks vertraut ist, will dem Nachrichtenportal mitgeteilt haben, dass die PSN-Hacker Amazons Cloud-Computing-Service missbraucht haben, um den Hack durchzuführen. Bloombergs Quelle möchte gerne anonym bleiben, weil es sich bei den kommunizierten Hinweisen um vertrauliche Informationen handele.

Amazon kommentiert nicht

Die Hacker hätten sich unter Verwendung eines Alias einen Server über Amazons EC2 Service gemietet und von diesem aus die Attacken auf die PSN-Server ausgeführt. Der betreffende Account bei Amazon wurde abgeschaltet. Ein Pressesprecher von Amazon lehnte es ab, den Fall gegenüber Bloomberg zu kommentieren.

Cyber-Attacke

Bloomberg weist darauf hin, wie die jüngsten Erkenntnisse ein neues Licht werfen auf die Aktionen der Hacker, die mit den Daten aus dem PSN und von den SOE-Servern zusammengenommen den zweitgrößten Online-Datendiebstahl begangen hätten. Sony selbst hatte das Vorgehen der Hacker als sorgfältig geplant, professionell und als eine besonders durchdachte, kriminelle Cyber-Attacke bezeichnet.
Auch Randy Pitchford, der Chef von Duke-Nukem-Forever-Entwickler Gearbox-Software, nannte die Hacker Cyberterroristen.

Wenn aber tatsächlich einige der Anonymous-Hacker noch Jugendliche sein sollen, stellt sich die Frage, ob diese Jugendlichen besonders smart sind, oder eventuell doch jemand Anderer hinter dem PSN-Hack steckt als vermutet.

Die Hacker seien nicht bei Amazon eingebrochen, gibt die Bloomberg-Quelle weitere Informationen preis, sondern sie hätten sich regulär den Service der EC2-Server angemeldet. Allerdings unter Verwendung von falschen Personendaten. Patrick Seybold von Sony Computer Entertainment America wollte diese Informationen gegenüber Bloomberg ebenfalls nicht weiter kommentieren, mit dme Hinweis, dass man weiterhin mit den Strafbehörden in laufenden Ermittlungen zusammenarbeite.

E. J. Hilbert, Chef der Sicherheitsfirma Online Intelligence und ehemaliger FBI Cyber-Crime-Ermittler, kommentierte gegenüber Bloomberg, dass das FBI nun zwei Möglichkeiten habe. Entweder man werde Verantwortliche von Amazon vorladen oder aber sich einen Durchsuchungsbeschluss besorgen. Bloomberg sprach auch mit einem FBI-Sprecher und Special Agent, Darrell Foxworth, am Standort San Diego. Dieser lehnte es ab, den Fall zu kommentieren und gab keine Informationen darüber hinaus, welche der beiden kolportierten Möglichkeiten man beim FBI nun verfolgt hätte.



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