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Veröffentlicht am  21.05.11, 13:47 Uhr von  mz

Zwei Tote bei Explosion in Foxconn-Fabrik in China – Ursache unklar

AppleIn einer der chinesischen Produktionsstätten des größten Apple-Zulieferers Foxconn hat es gestern gegen 19 Uhr Ortszeit eine Explosion gegeben, bei der zwei Menschen ums Leben kamen und 16 weitere verletzt wurden, drei davon schwer. Während Apple den Angehörigen tiefstes Beileid ausspricht, ist die Ursache des Zwischenfalls bisher noch ungeklärt.

Die Explosion ereignete sich in Chengdu in der Provinz Sichuan, wo 2008 das große Erdbeben stattgefunden hatte. In der dortigen Foxconn-Fabrik wird ein großer Teil der iPad 2-Produktion umgesetzt. Unmittelbar nach der Detonation waren bereits zahlreiche Feuerwehr- und Polizeieinsatzwagen vor Ort, die Lokalregierung äußerte sich den Medien gegenüber zunächst ratlos über die Ursache, schloss ein Verbrechen aber grundsätzlich aus.

Apple kündigte den Betroffenen umfangreiche Unterstützung an und teilte den Medien mit, man “arbeite eng mit Foxconn zusammen, um schnell herauszufinden, was diesen furchtbaren Zwischenfall ausgelöst hat.” Das chinesische Fernsehen zeigte Aufnahmen, auf denen schwarzer Rauch zu sehen war, der vom betroffenen Gebäude A5 der Fabrik aufstieg.

Keine Neuigkeiten gibt es bis dato über den Zustand der drei schwer verletzten Mitarbeiter. Während die Hoffnung nun erst einmal bei ihrer baldigen Genesung liegt, wurden gleichzeitig bereits Bedenken über die Liefersituation des iPad 2 geäußert, die von dem Vorfall negativ beeinflusst werden könnte.

Foxconn war bisher weniger durch Unglücke innerhalb seiner Fertigungsstätten, als vielmehr für die Arbeitssituation der Mitarbeiter – in erster Linie in den Fabriken in Südchina – immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Giftige Chemikalien, die für die Beschäftigten teilweise schwerwiegende Langzeitschäden verursachen, sowie mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen hatten dem Image des taiwanischen Herstellers geschadet. Öffentlicher Druck der Hauptvertragspartner (darunter Apple, Dell, Nintendo, Sony und Intel) hatten für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und mehrere Lohnerhöhungen gesorgt. Zuvor hatte es bereits mehrere Selbstmorde von Foxconn-Mitarbeitern gegeben, die dem großen Leistungsdruck und der starken Arbeitsbelastung nicht mehr hatten standhalten können. Foxconn ist einer der größten Zulieferer für Computerhersteller und beschäftigt mittlerweile über eine Million Angestellte.

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