News & Rumors: 24. Mai 2011,

Strange Cases: Das Geheimnis des Leuchtturms – Test: Wimmelbild-Abenteuer in Serie

Der Nachfolger zu Strange Cases: Das Geheimnis der Tarotkarten hat uns zum Testen erreicht. Diesmal dreht sich alles um einen mysteriösen Mord an einem FBI-Ermittler und verpackt hat Entwickler Big Fish Games das Ganze in kleine Minispielchen, sowie gewohnte Wimmelbild-Atmosphäre. Kann der Nachfolger aufgrund seiner Rätsel und Geheimnisse punkten oder versagt das Spiel an einer nicht durchdachten Geschichte? Unser Review wird es Euch verraten.

Die FBI-Agentin Claire Ellery wird nachts zu einem Tatort
gerufen, jedoch merkt sie schnell, dass das kein Zufall ist. Ihr Kollege und
Mentor Tom ist aus dem Fenster gestürzt und beim Aufprall gestorben. Natürlich
nimmt Ellery den Fall selbst in die Hand und glaubt keineswegs an Selbstmord,
sondern an eine vorsätzliche Tat. Im Haus des Verstorbenen findet sie erste
Hinweise, die ihr ihr langjähriger Freund hinterlassen hat.

Die Geschichte wird zwar konsequent fortgesetzt, allerdings
auf eine sehr unrealistische und abstruse Weise. Zudem gibt es viele Story-Lücken
und was es mit dem Leuchtturm auf sich hat, wird bis zum Ende des Spieles nicht
richtig erklärt. So verkommt der gesamte Plot eher zu einem unwichtigen
Beiwerk, behält aber immerhin einen roten Faden und wird nie in die Länge
gezogen.

Strange Cases: Das Geheimnis des Leuchtturms Review

Da eine Karte!

Im gesamten Spielverlauf werdet ihr immer wieder
verschiedenfarbige Karten finden. Auf diese sind entweder Wörter geschrieben, oder
sie zeigen Silhouetten von Gegenständen oder zerschnitte Dinge. Ihr müsst mit
all eurem Wimmbild-Geschick versuchen die gezeigten Sachen zu finden, damit Ihr
einen Gegenstand für euer Inventar bekommt. Mit diesem könnt Ihr dann weitere
Rätsel lösen, wobei manche in witzige Minispiele verpackt sind. Diese
Abwechslung tut dem Spiel gut, jedoch sind die Minispiele allesamt recht
anspruchslos. Die Wimmelbilder indes erfordern genaues Hingucken. An einigen
Stellen ist das Bild nicht gut genug ausgeleuchtet, weshalb man Gegenstände nur
bei mehrfachem Hinsehen – oder gar nicht – erkennen kann. Zum Glück haben die
Entwickler einen Hinweisbutton eingebaut mit dem euch beliebig oft angezeigt
werden kann, wo sich ein Gegenstand versteckt. Nach jedem Benutzen dieses
Features dauert es circa 20 Sekunden bis es wieder einsatzbereit ist. Nie ist Euch
ein Zeitlimit vorgegeben, so habt Ihr genug Raum, um alles gründlich zu
untersuchen.{BREAK}

Hier sollte mal aufgeräumt werden!

Das gesamte Spiel besteht, wie könnte es anders sein, aus
Standbildern. In diesen bewegt sich nur vereinzelt etwas, wie beispielwiese
Gardinen, die vom Wind getroffen werden. Allerdings sind die Bilder gut
gestaltet und schön unübersichtlich, so wird der Suchtrieb des Spielers nur
noch mehr gefördert. Zu findende Gegenstände sind gut in die Spielwelt
integriert, an einigen Stellen fragt man sich dennoch warum zum Beispiel ein
Messer an einem Stuhl befestigt ist und nicht auf dem danebenstehenden Tisch liegt.
Die Hintergründe sehen gezeichnet aus und sind stets passend.

Nur vereinzelt ist es möglich mit anderen Personen zu
sprechen. In diesen Fällen macht die englische Sprachausgabe einen
durchschnittlichen Job, da die Synchronsprecher allesamt eher emotionslos
sprechen, aber es ist ertragbar. Die Zwischensequenzen sind zum Teil auch
bewegt, aber auch nur mittelmäßig inszeniert, dennoch ist das zu verschmerzen, da
es nicht viele gibt, und vor allem nur kurze. Die recht eingängige und sich
immer wiederholende Musikuntermalung ist keines Falls störend, sondern passend
gewählt und der Situation entsprechend.

Fazit

Obwohl
ich viele Negativpunkte aufgeführt habe, hat mir Strange Cases: Das Geheimnis
des Leuchtturms
(Affiliate) Spaß gemacht. Die Rätselkost ist leicht verdaulich,
die Szenenbilder sind schön gestaltet und die Minispiele sorgen für
Abwechslung. Lediglich die konfuse Geschichte mit vielen offenen Fragen wirft
einen schlechten Schatten auf das Spiel aus dem Hause astragon. Für einen Preis
von ca. 10 Euro bekommt Ihr 3 bis 4 Stunden einfachen Rätselspaß. Einsteiger dürfen
gerne zugreifen, für Wimmelbild-Spezialisten ist es ein anspruchsloser
Zeitvertreib.



Strange Cases: Das Geheimnis des Leuchtturms – Test: Wimmelbild-Abenteuer in Serie
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