News & Rumors: 25. Mai 2011,

Final Fantasy IV: The Complete Collection – Test: Drei epische Geschichten zum Preis von einer auf der PSP

Es ist vermutlich eines der Spiele mit den meisten Remakes und Portierungen: Final Fantasy 4. Pünktlich zum zehnten Geburtstag des vierten Teils der Fantasy-Saga spendiert Square Enix den Fans diesen nun erstmals im Paket mit seinem noch recht frischen Nachfolger und einer neuen, exklusiven Erzählung auf einer UMD. Wir haben uns das neueste Remake für die PlayStation Portable einmal genauer angesehen und sagen euch, ob die Frischzellenkur erfreuliche Ergebnisse gebracht hat!

Gut und Böse, Licht und Schatten.
Gegensätze, die bereits zentrales Element vieler Rollenspiele wurden
und auch den Mittelpunkt der Handlung von Final Fantasy IV
darstellen: Ihr übernehmt die Rolle des jungen Dunkelritters Cecil,
der auf Geheiß des Königs aus dem Reich Baron in die anderen
Reiche des Planeten einfällt. Dort will er sich mit Gewalt die Staatsschätze aneignen: Kristalle mit unglaublicher Macht. Nach
einer Reihe von Ereignissen, in denen Cecil an seinen Taten zweifelt, beginnt schließlich das eigentliche Abenteuer, in dem er seine dunkle
Rüstung ablegt um als Paladin das begangene Unrecht wett zu machen
und nebenbei die Welt vor einer noch viel größeren Bedrohung zu
bewahren, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.

Nostalgie pur!

Angesichts der Tatsache, dass Gameplay
und Story aus dem Jahre 1991 stammen, dürfte es nicht überraschen,
dass wir hier ein schnörkelloses RPG serviert bekommen, dessen
Kampfsystem seinerzeit revolutionär war, heutzutage jedoch schon
fast veraltet ist: In rundenbasierten Schlachten wählt ihr die
Aktionen eurer Charaktere, deren Aktionen durch eine Zeitleiste
beschränkt werden.

Dies hatte zumindest damals zur Folge,
dass die Kämpfe oftmals recht monoton und vor allem lang waren. Das
dachte offenbar auch Square Enix bei der Neugestaltung des Spiels und
gab uns einen Auto-Modus, in dem wir per Druck auf die Select-Taste
den Kampf beschleunigen können und die Charaktere automatisch zu den
Waffen greifen, wenn sie an der Reihe sind. Gerade die in diesem Teil
äußerst zahlreichen Zufallskämpfe laufen dadurch wesentlich
flüssiger und weniger störend ab.{BREAK}

Nicht nur am Gameplay, sondern auch an
der Optik wurde gearbeitet: Während bereits vor einiger Zeit ein
komplettes 3D-Remake des Spiels für den Nintendo DS erschien, hat
Square Enix hier auf Bewährtes gesetzt und die alten 2D-Grafiken
durch eine der heutigen Zeit angemesseneren ersetzt. Der schmale Grat
von dem, was man machen kann und darf ohne den Zauber des Originals zu
verlieren, hat SE dabei mit Bravour gemeistert und bietet uns eine
Optik, die den Charme des Originals beibehält und nur stellenweise
durch kleinere 3D-Sequenzen unterstützt wird. Da vor allem die
älteren Final-Fantasy-Teile für ihre grandiosen Soundtracks aus der
Feder von Nobuo Uematsu bekannt sind, hat man sich hier dafür
entschieden dem Spieler die Wahl zu lassen, ob er lieber den original SNES-Sound oder die für das DS-Remake produzierten
Arrangements hören will. Meiner Meinung nach eine äußerst
diplomatische Lösung!

Alles neu, alles besser?

Als wäre ein gelungenes Remake nicht
bereits genug, so enthält die Compilation noch zwei Sequels:
Zunächst wäre da Final Fantasy IV: The After Years, welches bereits
2008 als Downloadtitel für japanische Handys und die Wii erschien. The After Years schildert die Ereignisse 17 Jahre nach dem Hauptspiel und zeigt
was aus den Charakteren geworden ist. Zentrale Figur des Geschehens
ist dabei Ceodore, der Sohn von Protagonist Cecil, welcher
entschlossen ist aus eigener Kraft in die Fußstapfen seines Vaters
zu treten und dabei einige schwere Prüfungen bestehen muss. Zudem
ist mit Final Fantasy IV: The Interlude ein vollkommen neues Szenario
enthalten, welches als eigenständiges Spiel gesehen werden kann und
die die Brücke zwischen Final Fantasy IV und The After Years
schlägt.

Fazit

Als jahrelanger Final-Fantasy-Fan
musste ich nicht lange überlegen, ob ich mir dieses Juwel zulegen
soll, vor allem auf Grund des hohen Nostalgie-Faktors. Wegen des
simplen Gameplays ist dieses Spiel vielleicht auch für
Genre-Neulinge interessant, die bisher keinen Zugang zu RPGs gefunden
haben. In Europa erhalten wir das Spiel zum Launch zudem in einem
schicken Box-Set, welches neben dem Spiel auch noch Kunstdrucke, ein
Putztuch für die PSP, sowie einen Code für exklusiven DLC für
Dissidia 012 enthält. Kauftipp!



Final Fantasy IV: The Complete Collection – Test: Drei epische Geschichten zum Preis von einer auf der PSP
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