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Veröffentlicht am  30.05.11, 12:54 Uhr von  

Spider Jack für iPhone und iPod Touch im Test

Spider JackChillingo und Clickgamer haben zuletzt mit Spider Jack im April ein neues Puzzlespiel für iPhone und iPod touch veröffentlicht, das auf den Pfaden von Om Nom in Cut the Rope wandelt. Es gibt von Spider Jack auch eine separat erhältliche iPad-Fassung, die aber nicht Gegenstand des Tests ist, da es sich nicht um eine Universal-App handelt. Im Wesentlichen gibt es aber bis auf den größeren Bildschirm keine Unterschiede zur HD-Fassung.

Genauso wie sein Vorbild Om Nom aus Cut the Rope, hat auch der “Spinnerich” Jack scheinbar großen Hunger. Am Ausgang eines Levels wartet nämlich jedes Mal eine “leckere” Fliege auf ihn. Die beiden Spiele haben zwar nicht denselben Entwickler, wurden aber immerhin von Chillingo/Clickgamer verlegt. Leider teilen die Spiele noch eine weitere Gemeinsamkeit: Es gibt sie nicht als Universal-App. Wer also das Puzzle-Vergnügen auf Handhelds und Tablets erleben möchte, der muss derzeit zwei Apps kaufen.

Anders als Om Nom, ist Jack allerdings wesentlich beweglich und spinnt spinnt die Fäden selbst, an denen er sich durch die Level bewegt. Wenn man so möchte, ist die Perspektive in Spider Jack eine andere, das Gameplay einen Tick komplexer.
 

 
Aktuell gibt es in Spider Jack drei Kampagnen, die jeweils aus mehreren Leveln bestehen und in denen man neben dem eigentlichen Ziel, der Fliege, noch Sterne vorfindet, die man einsammeln kann. Man steht nicht unter Zeitdruck, hat aber genauso mit physikalischen Widrigkeiten zu kämpfen, wie in Cut the Rope. Mal bläst ein Fön von der Seite und bringt uns zum Schwingen, mal sind uns elektrische Barrieren im Weg, die wir nicht berühren dürfen, wenn wir nicht masochistisch veranlagt sind, und gegrillt werden möchten. Nur wer auf seinem Weg durch die Level genügend Sterne einsammelt, der kann dann auch die zweite und die dritte Kampagne freispielen. Jack kann an den Fäden schwingen, und wir haben sie mit der Bewegung eines Fingers schnell durchtrennt, und mit dem Tippen auf den Bildschirm einen neuen Faden an den vorhandenen Haltepunkten herausgeschossen.

Die ersten 20 von 25 Spielabschnitten der ersten Kampagne (Barn, engl. für Scheune), und auch der übrigen, beinhalten drei Sterne, die letzten fünf dann fünf Sterne. Man kann also maximal 85 Sterne einsammeln und benötigt zumindest 50 davon, um die zweite Kampagne, das Badezimmer (Bathroom) freizuspielen und 100 um die dritte Kampagne, das Labor (laboratory). Die Objekte in den Leveln passen sich der Kampagne an. Den Fön beispielsweise findet man nur im Badezimmer. Eine Seifenblase, wie man sie ebenfalls aus Cut the Rope kennt, gibt es in Spider Jack auch. Sie erfüllt die gleiche Funktion.

Die Comic-Optik ist durchaus liebevoll gestaltet, doch der “Spinnerich” Jack sieht beileibe nicht derart “süß” aus, wie das Vorbild Om Nom. Entsprechend dürfte das auch eine psychologische Wirkung entfalten. Der Soundtrack nervt nicht, ist aber auch nicht total ausgefallen. An Spielzeit bietet Spider Jack, je nach Elan (alle Sterne einsammeln zu wollen) und Geschicklichkeit sowie Reaktionsvermögen, bis zu sechs Stunden Spielzeit.
 

Fazit

Spider Jack ist ein gutes Spiel, hat es aber trotzdem schwer. Der Zeitpunkt, zu dem man das Spiel veröffentlicht hat, ist nicht dazu angetan, aus dem “Spinnerich” einen neuen Helden zu machen. Er schwimmt im Fahrwasser von Om Nom, der trotz seiner geringen Ausmaße übergroß wirkt. Spinnen taugen von der uns anerzogenen Psychologie her auch nicht als Helden, entsprechend verwundert es nicht, dass Spider Jack weniger Sympathiewerte erfährt. Den Erfolg von Cut the Rope werden Chillingo/Clickgamer mit Spider Jack sicherlich nicht einstellen können. Erste Indizien finden sich in Form von Kommentaren im App Store. Die allermeisten sind positiv, doch in der Anzahl weit hinter denen von Cut the Rope zurück.
 
4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Spider Jack (Affiliate)
Hersteller: Chillingo
Preis: 0,79€

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