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Veröffentlicht am  3.06.11, 12:08 Uhr von  

iP4Play: Niedrige FaceTime-Nutzung schuld an Niedergang des Porno-Diensts

FaceTimeIst FaceTime unbeliebter als gedacht? Offensichtlich, denn der Geschäftsführer des FaceTime-basierten Porno-Dienstes iP4Play sieht genau darin den Grund, dass seine Firma nicht mehr profitabel ist.

Großes hatte Travis Falstad, CEO bei iP4Play mit seiner Firma vor. Im August 2010 gegründet, sollte sie einen Porno-Dienst auf der Basis von FaceTime etablieren. Die Geschäftsidee klingt dabei recht viel versprechend: In den App Store hätte man es ohnehin nicht geschafft, denn dafür gibt es laut Steve Jobs Android (20:32). Also wird der Dienst über eine visuelle Funktion aufgebaut, die Apple wahrscheinlich eher nicht kontrollieren kann – FaceTime. Dies jedoch scheint nur mit begrenztem Erfolg gekrönt zu sein, denn letzte Woche hat iP4Play alle Geschäfte eingestellt.

Schuld daran sei aber nicht das Unternehmen selbst, sondern die Akzeptanz von FaceTime unter den Anwendern. Benutzer würden FaceTime nicht oft genug in Anspruch nehmen, egal ob für erotische Videokonferenzen oder für andere Dinge. Das Geschäftsmodell sah vor, dass Videotelefonate vier Dollar pro Minute kosten, per Kreditkarte bezahlt werden und sich die Zeit auf 5, 10, 20 oder 30 Minuten erhöht.

Cult of Mac hat die Schließung des Dienstes zum Anlass genommen, den scheidenden CEO Travis Falstad zu fragen, was falsch gelaufen sei. Er antwortete, dass FaceTime viel zu wenig genutzt wird. Dazu käme die Konkurrenz durch Webcams und höhere Kosten, um die selbstgesteckten Qualitätsstandards einzuhalten. Er ist aber dennoch zufrieden mit dem, was er erreicht hat: Eine neue Technologie wie FaceTime in so kurzer Zeit für einen solchen Dienst zu etablieren.

Für die zuletzt 40 Mitarbeiter soll es eine Entwarnung geben: Man will sicher gehen, dass jeder von ihnen für ihre Arbeit bezahlt wird. Auch einen “guten Rat” für Unternehmer, die ähnliche Ideen haben, hat er parat: Man solle noch ein wenig warten, bis FaceTime eine größere Akzeptanz genießt. Laut Falstad hat der Dienst nach wie vor riesiges Potenzial.

Hätte Apple mal lieber die FaceTime-App kostenlos bereitgestellt…

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 7 Kommentar(e) bisher

  •  DAMerrick sagte am 3. Juni 2011:

    Wundert mich gar nicht.
    FaceTime ist Apples Markenname für Videotelefonie.
    Videotelefonie gab es wiederum schon ewig aber trotz aller enthusiastischen Meldungen und den optimistischsten Fantasien ist Videochat einfach nicht das Gleiche wie ein echtes Gespräch.

    Videochat auf der Straße? Wohl kaum. Beim Laufen erst recht nicht und es macht wenig Spaß wenn man dem Gegenüber nicht die ganze Zeit ansieht.

    Also wer sein Gegenüber nicht nur einmal im Jahr persönlich sieht und darum bei einem wöchentlichen oder monatlichen Videochat viel zu Quatschen hat wird an Videochat vielleicht seine Freude haben. Alle anderen werden eher Textchatten oder nur telefonieren.

    Wie seht ihr das?

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  •  thnn sagte am 3. Juni 2011:

    ähnlich, videochat nur in bestimmten Situationen (also meist zu Hause oder im Hotelzimmer oder ähnliche “geschützten” Umgebungen).
    Aber einen Hauptgrund hast Du meiner Ansicht nach vergessen:
    FaceTime = Apple, kein FaceTime für Windows, Android etc.
    Solche Dienste sind immer von der “kritischen Masse” an Benutzern abhängig. Was nützt mir mein FaceTime, wenn 95% (Marktanteil) meiner Freunde Windows Rechner besitzen, auf denen kein FaceTime geht?
    Skype geht auch unter Windows, Linux, Android etc.
    Ausserdem ist Skype etabliert, hat eine gewisse Akzeptanz.
    Wie soll also FaceTime funtionieren?

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  •  Digifriend sagte am 3. Juni 2011:

    @thnn: hinzu kommt noch das Hindernis, dass man Facetime für OSX auch nur über den App-Store beziehen kann, womit sie die Anzahl der verbleibenden potentiellen Nutzer nochmal verringert. Weiterhin bleiben die Benutzer aussen vor, die kein iPhone4 haben, sondern ein älteres Gerät (wie ich). So wird das nix Apple.

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  •  stk sagte am 3. Juni 2011:

    FaceTime für Mac ist auf neu gekauften Macs vorinstalliert und wird es auch in Lion sein.

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  •  thnn sagte am 3. Juni 2011:

    @stk: Ja, mag sein, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Apple scheinbar versucht FaceTime für “lock in” – Effekte zu benutzen um die Anzahl der verkauften (gewünschten (siehe Kommentar Digifriend)) Apple Produkte zu erhöhen.
    Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dieses Vorgehen bei “social networks” oder Kommunikationsdiensten nicht funktioniert.
    Umgekehrt ist es so, dass der Dienst erst mit einer breiten Basis an Nutzern funktionieren kann.
    Zu sehen bei Skype, Twitter, Facebook …
    Alles Dienste, die auf unterschiedl. Plattformen und Devices zur Verfügung stehen und deshalb so erfolgreich sind.

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  •  brian sagte am 3. Juni 2011:

    @thnn
    stimmt 100%
    sehr komisch von apple nicht zu erkennen das eben gerade diese kompatibilität die großen stärken von skype, twitter und facebook sind! und apple hatte auch erst erfolg, als es sich mit itunes für die ipods und mp3 und windows über bootcamp usw. geöffnet hat! aber scheinbar muss man erst wieder etwas weniger erfolg haben um dazu wieder bereit zu sein. bis dahin gewinnt steve jobs mit seinem “walled garden”!

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  •  Bernd sagte am 2. August 2011:

    FaceTime ist ein FLop:
    - Nur 1 zu 1 und keine Konferenz
    - Keine Kontrolle, wer online ist
    So wird das nix!

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