MACNOTES

Veröffentlicht am  5.07.11, 0:16 Uhr von  Alexander Trust

Angebotstsunami: wenn Schnäppchen ihren Reiz verlieren

N.O.V.A. 2Was ich nachfolgend versuchen möchte zu beschreiben, ist ein Paradox. Angebote, Schnäppchen, reduzierte Ware im App Store, für iPhone, iPod Touch, iPad, aber auch auf dem Mac gibt es eine noch junge Tradition, die an dem Fundament der Freude gräbt, sich über Angebote zu freuen.

Ist-Zustand

Auf Steam läuft gerade der Summer Camp Sale mit teils irrwitzigen Rabatten von bis zu 90 Prozent auf den ursprünglichen Kaufpreis. Man muss sich fragen, warum das überhaupt möglich ist, wenn doch anfangs PC- und Videospiele für 30 bis 60 Euro angeboten werden. Vor alle vor dem Hintergrund, dass mancher Repräsentant von Videospielfirmen die Preisstruktur von App Store und Co. als maliziös beschreibt. So geschehen zuletzt durch THQs Vizepräsidenten, der behauptet, man könne mit Pfennigspielen auf Smartphones kein Geld machen und deshalb Tablets als sein und das Heil seiner Firma auserkor.

Doch gerade die App Stores dieser Welt haben ein Phänomen unserer Zeit entstehen lassen: die Angebotstsunamis. An Thanksgiving, jetzt zum vierten Juli (Unabhängigkeitstag), am “Schwarzen Freitag”, vor den “Feiertagen” (alias Weihnachten), zu Ostern… wenn man sich Gedanken darüber macht, wann es eigentlich Angebote im App Store gibt, wird man mit einer Fleißaufgabe konfrontiert. Man hat das Gefühl, dass es fast täglich neue Angebote gibt – und die gibt es tatsächlich. Doch warum?
 

Haltbarkeit

Wenn man im “realen” Leben einen Sommer- oder Winterschlussverkauf macht, dann, weil man seine Lager räumen möchte, um nicht auf der Ware sitzen zu bleiben. Supermärkte bieten zum Wochenende verderbliche Lebensmittel günstiger an, um nicht zu viel wegzuwerfen, ohne dafür einen Gegenwert zu erhalten. Besser weniger Einnahmen damit generieren als gar keine. Auf Trödelmärkten kann man, kurz bevor die Trödler zusammenpacken, oft noch ein Schnäppchen ergattern, weil die Händler lieber mit weniger Gepäck wieder zurückfahren, und ihren “Pröttel” nicht unbedingt wieder mitnehmen wollen.
 

Nachwachsende Downloads

Im Zeitalter von App Stores und digitalen Softwaredownloads gibt es keine begrenzten Stückzahlen mehr. Da gibt es eigentlich das Korrektiv von Angebot und Nachfrage im klassischen Sinn nicht mehr. Denn das Angebot wird immer größer. Im ständig wachsenden Katalog von iTunes aufzufallen ist nicht einfach. Doch nicht nur im App Store gibt es ein Plus an Angebot. Kataloge von digitalen Downloads werden immer größer und „neue“ Spiele müssen sich teilweise erst einmal gegen ätere Ware durchsetzen. Durch die teilweise Neu- oder Nachveröffentlichung von digitalen Downloads von Klassikern, die es vorher nur „im Laden“ zu kaufen gab, konkurrieren zehntausende prominente Titel um die Gunst der Käufer – es werden jeden Tag mehr.
 

Mittel zum Zweck: Angebot

Also muss man sich etwas einfallen lassen, um die potenziellen Käufer anzulocken. Der schnellste Weg zum Ziel sind sicherlich Angebote. Während dies kurzfristig einen Effekt erzielt, macht man sich den Kunden nicht dauerhaft zum Freund. Im Gegenteil, es häufen sich Kommentare von verärgerten Kunden, die von der ganzen Szenerie genervt sind. Heute gibt es Angebote, morgen nicht, übermorgen dann wieder. Es ist verständlich, wenn Kunden sich ärgern, wenn sie ein Spiel zum Preis von 5 Euro gekauft haben, dass anderntags Leute für einen Appel und ein Ei kaufen können. Allerdings ist eines ziemlich sicher, diese Angebote nutzen sich ab. Je öfter es Angebote gibt, desto weniger reizvoll werden sie für Kunden sein, und wir Journalisten sind ebenfalls genervt von den Angebotstsunamis. Der Nachrichtengehalt solcher Meldungen ist gering – zugegeben das Potenzial etwas zu verdienen etwas größer. Nur mir persönlich vergeht die Lust daran, Linklisten mit knappen Angebotsbeschreibungen zu veröffentlichen.
 

Nicht nachhaltig

Allein im letzten halben Jahr gab es etliche Angebotsperioden, bei denen ich „fast immer“ die Meldung von vor 2, 3 Wochen einfach hätte kopieren können. Besonders als Triebfeder fallen die Preisgefechte zwischen zwei Protagonisten auf, die teils willkürlich vorgenommen werden. Sie produzieren eines nicht: Nachhaltigkeit. Händler wie Electronic Arts und Gameloft machen sich mittelfristig ihren eigenen Markt kaputt. Wenn es EA in den Sinn kommt aus Gründen des Patriotismus ein Angebot auszuloben, ziehen die Franzosen von Gameloft nach. Wenn Gameloft zu Halloween vorprescht, hat EA sowieso vorgehabt, seine Spiele im Preis abzusenken. Doch es gibt auch Anlässe, an denen diese beiden „Big Player“ im App Store zu überraschenden Momenten die Preise reduzieren – einfach so, weil man in der Lage dazu ist, und eventuell am Ende den App Store nur als Abschreibungsposten missbraucht. Es ist jedenfalls sehr augenfällig, wie diese beiden Akteure im App Store nie ohne den anderen eine Preissenkung vornehmen. Man kann es sich beinahe nicht leisten, keine Schnäppchen anzubieten, wenn doch der größte Konkurrent „wahrscheinlich“ ebenfalls welche anbieten wird. In der Spieltheorie wird eine derartige Situation als „Gefangenendilemma“ mit einem Fachterminus bezeichnet. Wenn man das allerdings weiß, oder sich zumindest vergegenwärtigt, könnte man seine Handlungsstrategien danach ausrichten. EA und Gameloft müssten sich nicht ständig unterbieten – niemand zwingt sie dazu.
 

Free-App-a-Day

Es gibt nicht nur Preissuchmaschinen, sondern es gibt Schnäppchenblogs, solche Seiten, die man, wenn sie sich inhaltlich mit etwas auseinandersetzen würden, einen „Watchblog“ schimpft. Solche Seiten schreiben stündlich über neue Angebote und irgendwie geht einem ein Licht auf, dass dort entweder etwas ganz gehörig schiefläuft, wenn man jeden Tag mit noch größeren und noch tolleren Angeboten konfrontiert wird. Oder aber die Konsumenten sind schon zuvor auf den Leim gegangen, weil eine Preismarge veranschlagt wurde, die nachweislich als astronomisch überteuert gelten müsste. Sind Entwickler Masochisten, weil sie sich unter Wert verkaufen oder einfach nur Menschenfreunde, Philanthrope? Dem Ganzen die Krone aufsetzen tun Aktionen wie MacHeist, Free-App-a-Day und Co. Dort wird besonders augenfällig, zu welchem Preis es eigentlich möglich gewesen wäre Software anzubieten. Allerdings hoffen Entwickler ja, durch besonders viele Verkäufe auch einen Teil der Entwicklungskosten trotzdem wieder reinzuholen. Spaß macht das wahrscheinlich demnächst weder den Entwicklern noch den Käufern.
 

Ärger

Aktionen, bei denen es jeden Tag eine App kostenlos gibt, kommen in Mode. Diese erzeugen kurzfristig eine Menge Aufmerksamkeit und können positive Publicity bedeuten. Dazu werden die Downloadzahlen von Apps gepusht. Am Tag danach ist die App in den Charts und wird von anderen Kunden gekauft, die sich an den Plätzen in den Rankings orientieren und davon beeinflussen oder gar beeindrucken lassen. Doch diese Situation kann genauso gut in Ärger enden. Dann nämlich, wenn der Unterschied zwischen dem Angebotspreis und dem ursprünglichen Preis recht groß ausfällt und die Kunden sich auf den Arm genommen fühlen, die die App zum regulären Preis gekauft haben. Das liegt nicht so sehr in der Natur der Sache. Jeder ärgert sich vielleicht ein wenig, manche mehr, andere weniger, wenn sie merken, dass sie etwas „billiger“ hätten haben können. Doch die ständig wiederkehrenden Angebote ziehen den Kunden, die die App zum regulären Preis erworben haben regelmäßig die Nase lang. Muss das sein? Ist das fair? Es ist der Markt. Aber ob es dem Markt guttut, wage ich zu bezweifeln. Pervers wird es dann, wenn die Legitimation für Angebote rein willkürlicher Natur ist. Vor ein paar Wochen war der Sommerbeginn der Grund für Preisnachlässe, demnächst wird es Sonderangebote geben, weil wir an einem Tag die höchste oder tiefste Temperatur, den meisten Niederschlag, oder, oder erlebt haben.
 

Exkurs: der App-Shopper

Heute kaufen Schnäppchenjäger alles, der moderne Smartphone-Besitzer wird mittelfristig zum App-Sammler. Langfristig wird meiner Meinung nach ein wenig Ernüchterung sich einstellen, weil es immer so ist, wenn der Markt mit Produkten überflutet wird und die Konsumenten sich sattsehen. Sicherlich ist das Kaufverhalten noch nicht ganz so ausgeprägt, aber es macht einfach Laune für 79 Cent ein Mal auf den Kaufen-Button zu tippen, klicken oder wie auch immer und dann hat man am Ende vielleicht fünf anstatt nur einem Schnäppchen im Warenkorb. Dies gilt übrigens für Frauen und Männer gleichermaßen, da sich in Punkto Geschlechterverteilung auf den Smartphones das Verhältnis nahezu die Waage hält. Die männlichen Besitzer von Smartphones sind derzeit noch leicht in der Überzahl (55 ggü. 45 Prozent). Beim iPad trifft man ein nahezu identisches Verhältnis an. Analog dazu kann man die Situation auf Geräten anderer Firmen beschreiben, allerdings ist mit Sicherheit der „Fetisch“ bei Android und Co. nicht derart ausgeprägt, zudem es speziell auf Android-Systemen eine fundiertere Kultur von werbefinanzierten Apps gibt.
 

Ausblick

Es ist sicherlich problematisch Prognosen auszusprechen, die auf ständig wechselnden Bedingungen fußen und mir ist klar, dass ich an dieser Stelle ein eher negatives Bild zeichne; es gibt eine Tendenz, dass Software (in den App Stores) mittelfristig billiger wird. Es gibt aber auch Indizien, dass die Konsumenten die Angebote demnächst Leid sein werden.

Wir steuern derzeit mit diesem Schiff, mit dieser Apple-Arche auf den Zenit eines Fetisch zu. Irgendwann ist selbst dort mal ein Höhepunkt erreicht und die Nachfrage an Hardware gesättigt. Das kann in ein paar Monaten sein, wahrscheinlicher aber erst in ein paar Jahren. Doch wenn wir diesen Punkt erreichen, dann wird gleichzeitig der Wunsch nach Konsum wieder zurückgefahren werden und die Software-Branche wird das schmerzlich erfahren. Denn dann werden die Kunden merken, dass es zu wenig Innovation gegeben hat und man sich ausschließlich auf Augenwischerei in Form von Angeboten verlassen hat. Die Branche aber hätte es heute schon wissen können, wenn sie die Folgen ihrer Angebotstsunamis genauer analysieren würde.

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 13 Kommentar(e) bisher

  •  @Sajonara sagte am 5. Juli 2011:

    RT @Macnotes: Angebotstsunami: wenn Schnäppchen ihren Reiz verlieren http://macnot.es/64042

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  •  peter sagte am 5. Juli 2011:

    Danke, super Artikel!
    Geht mir genauso.
    Habe z.B. vor dem Kauf von einer Navi-App extra noch 2 Wochen bis Ostern gewartet, weil klar war, dass die App wieder im Angebot sein wird.
    Kurz darauf habe ich NBA Jam gekauft (gerade rausgekommen für 3,99 Euro). Kurze Zeit später gab es das Spiel schon für 0,79 Euro.
    Halte ich schon für eine Frechheit, vor allem nach so kurzer Zeit. Teilweise werden die Apps ja auch auf einmal kostenlos angeboten. Wie schon beschrieben, gibt es ja keinen wirklichen Grund für die Reduzierung, außer der Abschöpfung der Produzentenrente offenbar ohne wirklichen Kundenbindungswillen (Kunden sind in Massen vorhanden und strömen nach, so dass es nicht stört, wenn Alt-Kunden verärgert werden). Das führt bei mir mittlerweile dazu, dass ich mir vor dem App-Kauf Informationen suche, ob der Hersteller öfter Preise reduziert und ich die App lieber später kaufen sollte.
    Eine positive Ausnahme ist das Spiel Carcassone.
    Über eine lange Periode einen Einführungspreis von 3,99 Euro mit der Ankündigung, dass es – sobald die iPad-Version inklusive ist – 7,99 Euro kosten wird. So ist es auch geschehen und es gab auch keine Preisreduzierungen.
    Klasse hat so etwas eben nicht nötig!

    Aber die Problematik liegt sicher auch in der Struktur der App-Store-Verkaufslisten. Ich vermute ja, dass Preise oftmals absichtlich hoch angesetzt werden, damit die Angebote um so krasse sind, wenn man die App reduziert, so dass dann ein extremer Verkaufssprung erfolgt und die Apps in den Top-Positionen der Rankings landen. Schön blöd, wer zu dem utopischen Preis kauft, aber dem Produzenten dienen sie als Bauernopfer und bringen gutes Geld.

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  •  @wwwler sagte am 5. Juli 2011:

    RT @Macnotes: Angebotstsunami: wenn Schnäppchen ihren Reiz verlieren http://macnot.es/64042

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  •  bono01 sagte am 5. Juli 2011:

    Diese Vertriebspolitik geht auch mir gehörig auf den Keks, auch weil die i-Device Newsseiten regelrecht überschwemmt werden mit Hinweisen auf die jeweiligen “Angebote” im App Store. Generell kaufe und lade ich seit einigen Monaten sehr viel weniger Apps aus dem Store wie noch zu früheren Zeiten. Zum einen liegt das an der Masse an Apps die kaum noch überschaubar ist, zum anderen auch an der doch oftmals sehr miesen Qualität der Apps selbst. Vieles was durch diese Angebotspolitik der Firmen auf die vordersten Plätze in den App Store Charts gepusht wurde, hätte es dorthin ohne das Angebot wohl nie geschafft. Vieles ist einfach Softwaremüll der geladen und kurz darauf wieder gelöscht wird. Und was das Appsammeln angeht, wenn sich jeder mal seine geladenen und installierten Apps genau anschaut und mal knallhart aussortieren würde was er wirklich benötigt und was nicht, dann würden wohl die meisten mit ca. 30 oder sogar weniger Apps auskommen anstelle der teilweise mehreren hundert.

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  •  XPert sagte am 5. Juli 2011:

    Um ehrlich zu sein werde ich erst durch die Angebote auf interessante Apps aufmerksam. Wirklich gezielt nach einer App suchen oder darauf warten tue ich nicht..
    Die einzigen Apps >5€, die ich zum Vollpreis kaufte, waren Monkey Island I, Navigon und Driver.. Im Gegensatz zum Mac sind die meisten Apps auch wirklich verzichtbar oder nur andere Frontends von Webseiten..

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  •  obil sagte am 5. Juli 2011:

    Ich kann diesen ganzen Ärger überhaupt nicht verstehen. Wenn ich mir eine App für Preis x gekauft habe, dann war mir die App offensichtlich diesen Preis wert. Und daran ändert sich doch nichts, wenn sie den nächsten Tag günstiger zu haben ist.
    Die komplette Elektronikbranche ist doch von diesem Phänomen betroffen, dass vergleichbare Leistung immer günstiger wird. Als Beispiel seien doch nur mal Digitalkameras und Computer genannt. Ärgert sich da jemand darüber, dass es Wochen nach dem Kauf ein neues, leistungsstärkeres Modell gibt? Wenn ja, kauft man am besten nie. ;-)

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  •  at sagte am 5. Juli 2011:

    @obil: Das ist ja nicht das gleiche. Weil NFS Underground ist und bleibt NFS Underground, NBA JAM wird nicht auf einmal zu NBA Elite oder so und N-O-V-A bleibt der SciFi-Shooter… da gibt es keine schlechtere Version, es ist immer dasselbe Spiel.

    Dass Hardware ständig günstiger wird, je älter sie wird ist einleuchtend, zumal wie auch oben beschrieben, bei den “realen Waren” ja das Angebot kleiner wird und wenn es eine neue Generation gibt, geben wird, senkt man die Preise zum Abverkauf, damit man die Lager nicht mit dem “alten Mist” voll hat und ihn nicht mehr los wird.

    Aber problematisch sind auch nicht die Angebote per se, sondern die relative Häufung. Zum “Sommerbeginn” gab es von Gameloft und EA jeweils 10, 12 Spiele von sich im Angebot. Jetzt zum 4. Juli gab es vor dem Wochenende wieder Angebote von denen, und es ist müßig für mich, euch von diesen Angeboten zu schreiben, weil es dann zu 60 oder 80% die gleichen Spiele sind. Und irgendwann sind Angebote ja dann auch nix Besonderes mehr. Diesen psychologischen Effekt werden nicht nur EA und Gameloft irgendwann schmerzlich spüren. Das ist ja überall so. Dinge stumpfen ab, wenn sie zu oft vorkommen, auch die Berichte über Tote in der Welt und so fort.

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  •  sXare sagte am 5. Juli 2011:

    iMovie und andere Apple-Apps sind vielleicht nicht die besten im ganzen Store, aber die Preise bleiben gleich. Für mich ein Grund sie lieber als andere zu kaufen.

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  •  brian sagte am 5. Juli 2011:

    sehr guter artikel! bitte mehr davon!!!

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  •  at sagte am 5. Juli 2011:

    @peter: Ähnlich wie mit Carcassone war auch von Fishlabs mit Galaxy on Fire 2 vorgegangen worden.

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  •  naame sagte am 13. Juli 2011:

    Aber problematisch sind auch nicht die Angebote per se, sondern die relative Häufung. Zum “Sommerbeginn” gab es von Gameloft und EA jeweils 10, 12 Spiele von sich im Angebot. Jetzt zum 4. Juli gab es vor dem Wochenende wieder Angebote von denen, und es ist müßig für mich, euch von diesen Angeboten zu schreiben, weil es dann zu 60 oder 80% die gleichen Spiele sind.

    wer verpflichtet dich denn, über jeden furz des für eine person eh nicht zu beackernden marktes zu berichten?

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  •  at sagte am 13. Juli 2011:

    @naame: Niemand – nur uns gehen Einnahmen dadurch flöten und zuweilen sind das dann in einer Woche die einzigen “News”, die via Pressemitteilung hereinkommen. Verpflichten tut mich und uns niemand dazu. Es sollte deutlich geworden sein, dass ich glaube, die Firmen schaufeln sich auf diese Art ihr eigenes Grab. Es gab in der Geschichte der Videospiele durchaus schon zwei Mal einen Zeitpunkt, an dem die ganze Branche vor dem Kollaps stand, weil die Innovation nicht mehr erkennbar war und Fehlentscheidungen zur Flucht der Käufer geführt haben. Was wir heute erleben und wovon die Spielefirmen derzeit profitieren ist ein “Fetisch” für Technik und Gadgets. Die Leute kaufen die Spiele auch, weil es zu dem ganzen Zirkus dazu gehört. Nur weil das iPhone so beliebt ist, bzw. es so einen Apple-Hype gibt, läuft auch der Rest so gut mit, App Store, etc. pp. – Wenn der Apple-Hype mal abgeklungen sein wird, werden auch die App-Käufe zurückgehen, weil dieser psychologische Kick fehlt – es sei denn, dass die Branche “innovativ” wird und zeigt, dass es mehr als das 127.000te Match-3-Game zu kaufen gibt.

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  •  at sagte am 13. Juli 2011:

    @naame: Da fällt mir noch ein. Dass die Aussage, die du zitierst, ja nur einen Aspekt bedient. Denn ganz ehrlich, wir kriegen jeden Tag neue Pressemitteilungen zu neuen Games herein. ABER: Damit verhält es sich genauso. Ich kann über das 10te Wimmebildspiel hintereinander berichten, ich kann über das “nächste” Action-Adventure/Third-Person-Game von einer gewissen Firma berichten, aber das alles funktioniert nur nach Schema F und ist selten wirklich reizvoll. Da werden in einer Sandbox-Umgebung Texturen ausgetauscht, technisch “vielleicht”, wenn der Nutzer Glück hat, durch eine neue Hardwaregeneration bedingt, auch Verbesserungen vorgenommen, aber ansonsten ist das nicht viel “Neues”.

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