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Veröffentlicht am  31.08.11, 10:39 Uhr von  

iTunes Match: Streamen oder nicht streamen, das ist hier die Frage

iTunesGestern wurde Beta 6.1 von iTunes 10.5 veröffentlicht, die iTunes Match – derzeit nur für Entwickler – ermöglicht. Dabei kam die Frage auf, wie genau Apple die Sache mit dem “Streamen” gelöst hat, um auch auf instabile Netzwerke vorbereitet zu sein.

Nachdem gestern iTunes 10.5 Beta 6.1 erschienen ist und iTunes Match im Gepäck hat, stellt sich die Frage, wie Apple dies technisch löst. Ein Sprecher von Apple stellt in einem Bericht von All Things D klar, dass die Streaming-Funktion in Wahrheit keinen Stream anbietet, sondern ein Lied komplett auf dem Gerät gespeichert werden muss, um es abzuspielen.

Streaming im klassischen Sinne funktioniert so, dass der Anwender auswählt, was er möchte und eine kleine Portion heruntergeladen und gecacht wird. Während des Abspielens wird dieser Cache immer erweitert, während der Anfang verworfen wird. Bei stabilen Datennetzwerken kann dies durchaus so gemacht werden, ein mobiles Datennetzwerk gehört aber nicht unbedingt zu den stabilen. Apple entschied sich daher für den kompletten Download eines Liedes vor dem Abspielen.

Fasst man die Definition des Streamens ein wenig weiter, indem man beispielsweise sagt, dass die “kleine Portion” nicht 10 Sekunden, sondern 10 Minuten lang ist, dann wäre dies per Definition noch immer ein Stream, jedoch einer, der bei der Wiedergabe garantiert störungsfrei funktioniert. Das scheint auch genau der Weg zu sein, den Apple geht: Sobald sich ein Anwender einen Titel aus seinem Music-Locker in der Cloud ausgesucht hat, beginnt die Wiedergabe und das iOS-Gerät ist damit beschäftigt, den Song so schnell wie möglich komplett herunterzuladen. Damit bündelt Apple den Komfort von Streaming-Diensten mit der Störsicherheit von lokaler Verfügbarkeit.

Bis der Cache geleert wird, bleibt das Lied weiterhin auf dem Gerät verfügbar. Es zählt allerdings in den Statistiken nicht als Bestandteil der Mediathek. Leeren kann man diesen Cache anscheinend mithilfe des Flugmodus, wie ein Video beim iDownloadBlog zeigt.

[via Mac Rumors]

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 4 Kommentar(e) bisher

  •  JSG sagte am 31. August 2011:

    Mir gefällt, wie albern die Diskussion rund um mighty Apple wiedermal ist. Derartiges Streaming, bei dem ALLES heruntergeladen wird, ist nicht neu. Es wird praktiziert von Youtube und all seinen Konkurrenten, DIVX-Webplayer und vielen anderen. Aber gut, bei Apple ist es neu. Awesome!!

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  •  stk sagte am 31. August 2011:

    YouTube hat keinen Stream, außer beim Live-Stream, aber da geht’s nicht anders, weil man ja nicht weiß, was noch kommt (weil es eben live ist). Außerdem kann man sich vortrefflich darüber streiten, ob YouTube “immer” mit allem, was es hat, versucht das Video zu laden. Das sieht mit in der Netzwerkauslastung eher nicht so aus ;-)

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  •  blitzeinschlag.de sagte am 31. August 2011:

    Das hier beschriebene (und gut erkärte) Verfahren nennt sich “progressiver Download”. Wird von Adobe Flash so seit Flashplayer 7 (ca. 2003) unterstützt.
    Echtes Streaming kann der Flashplayer seit 2011 (Version 6). Jedoch nicht iOS. Das hier eingesetzte “Streaming” per HTTP (html5 Video-Tag) ist im Hintergrund auch ein progressiver Download mit “Datenhappen” von jeweils 30 Sekunden. Daher hat ein Live-Stream auf dem iPhone auch eine Latenz von über 30 Sekunden.

    Dennoch ist der gewählte Weg von Apple in diesem Fall der bessere. Denn bei echtem Streaming würde ein Song beim erneuten Abspielen immer wieder neu geladen werden, während er bei dieser Technik des progressiven Download noch im Cache liegen kann und somit nur einmal geladen werden muss. Dies kommt dem mobilen Traffic-Verbrauch sehr entgegen.

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  •  SomeOtherGuy sagte am 31. August 2011:

    @JSG
    Da ist aber jemand sehr empfindlich…

    Aber gut, bei Apple ist es neu. Awesome!!

    Kann mich nicht erinnern, dass das irgendwo in dem Artikel behaupted wird.

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