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Phone Story: Spiel zeigt Missstände bei der Apple-Produktion

Phone StoryNicht ganz ein Jahr nachdem Apple eine Internetseite der Yes Men aus dem Netz hat nehmen lassen, auf der es um “Konfliktfreie iPhones” ging, will eine App auf die Konflikte und Probleme auf der “dunklen Seite des Lieblings-Smartphones” hinweisen.

Wer hat sich eigentlich schon einmal näher mit der Herkunft seines Smartphones und der dazugehörigen Produktionsvorstufen beschäftigt? Zugegeben: Im Rahmen der Selbstmorde bei Foxconn dürfte selbst der Uninteressierteste Nutzer mitbekommen haben, dass es Missstände bei der Produktion gibt. Phone Story greift genau da an – und regt zum reflektieren über die technischen Geräte an.

Insgesamt vier Spiele stehen bereit, bei der sich der Nutzer im Kongo, in China in Pakistan sowie in der Konsumwelt des Westens behaupten muss. Zu den Aufgaben gehören unter anderem das Auffangen von aus dem Fenster fallenden Arbeitern sowie das Überwachen von (Kinder-)Arbeitern im Kongo. Auf die von den Yes Men seinerzeit angesprochenen Probleme geht auf Phone Story ein – allerdings in einer unerwartet “spielerischen” Art und Weise.

Phone Story Phone Story

Ob die Freigabe 9+ (Selten/schwach ausgeprägt: Zeichentrick- oder Fantasy-Gewalt) zutrifft, darf angesichts der nicht aufgefangenen Fensterspringer im Screenshot oben jeder für sich selbst überlegen. Es überrascht, dass das Spiel überhaupt den Weg in den App Store gefunden hat – angesichts der eindeutig kritischen Aussage gegenüber Apples Vorgehens- und Produktionsweisen hätte das Spiel erst gar keine Zulassung erhalten “dürfen”. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Yes Men für Apple im letzten Jahr gezielt daran gehindert wurden, ihre Meinung zu äußern. Wer sich das Spiel anschauen möchte, der sollte entsprechend schnell sein – noch gibt es “Phone Story” für 79 Cent im App Store (Affiliate). Alle Einnahmen gehen an Einrichtungen, die sich gegen die Missstände einsetzen.

Kathrin Grannemann
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Kathrin Grannemann, Chefredakteur
13.09.2011, 14:47 Uhr
iPhone
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4 Kommentare

  1. Profilbild

    13.09.11, 15:03 Uhr, #1

    robs meint:

    Es überrascht, dass das Spiel überhaupt den Weg in den App Store gefunden hat

    Vielleicht hat sich mit Tim Cook doch etwas bei Apple geändert.

    Aber eher wahrscheinlich ist, dass die App durchgerutscht ist und im Nachhinein durch den Medienrummel gesperrt wird.

  2. Profilbild

    13.09.11, 18:32 Uhr, #2

    Fu Man Shu meint:

    Die App kostet 79 Cent. Apple verdient daran, dass ist der Grund :D

  3. Profilbild

    13.09.11, 21:12 Uhr, #3

    robs meint:

    Nunja, es war klar: Apple hat sich nicht verändert.
    Die App wurde mittlerweile aus dem AppStore entfernt!

  4. Profilbild

    14.09.11, 22:18 Uhr, #4

    Hardcore meint:

    Auf der einen Seite will man mit dem App auf die Missstände hinweisen, verkauft es aber ebenfalls für 99 US cent.. Was für eine Doppelmoral. Damit beteiligen die Entwickler sich ebenfalls an dem angeprangerten System.


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