Veröffentlicht am 28.09.11, 10:51 Uhr von stk
Mozilla hat kürzlich die siebte Version des freien Browsers Firefox veröffentlicht. Als die größte neue Funktion wird die Implementierung der aus dem MemShrink-Projekt gewonnenen Erkenntnisse genannt. Diese scheinen sich aber nicht auf die Mac-Version zu beziehen, wie ein ausgiebiger Beta-Test (seit kurzem ist die finale Build installiert) in der Redaltion offenbart hat.
Seit der Veröffentlichung von Firefox 4.0 ticken die Uhren bei Mozilla anders als gewohnt: Anstatt eine Reihe von neuen Funktionen und Verbesserungen zu sammeln und dann ein Update zu veröffentlichen, das die neue Versionsnummer nach traditionellem Empfinden verdient, werden nun alle neue Major-Versionen in relativ kurzen Abständen veröffentlicht. Dabei nehmen sich die Entwickler für jede Ausgabe nur wenige Baustellen vor.
In Firefox 7 war dies beispielsweise der Bedarf an Arbeitsspeicher, der vor allem bei Windows-Systemen mitunter kritische Zustände annehmen konnte. Firefox ist auf der Windows-Plattform nur ein 32-Bit-Programm und kann folglich nur maximal 2 GB Arbeitsspeicher für sich beanspruchen. Mit dem MemShrink-Projekt wollte Mozilla Informationen sammeln, wie man den Speicherbedarf optimieren kann.
Wir haben seit dem Release der Beta-Version Firefox 7 auf einem Mac in der Redaktion installiert und können zunächst positiv festhalten, dass von der Beta bis zur finalen Build alle Updates stabil liefen. Außerdem ist der Firefox 7 gefühlt etwas reaktiver, solange die Sitzung noch relativ frisch ist. Dies ändert sich aber, wenn der Speicherverbrauch zunimmt – und das tut er auf dem Mac anscheinend sogar schneller als noch mit Firefox 6. Ab 1,5 GB belegtem RAM wurde Firefox 7 auf unserem Mac zunehmend träger.
Neben der Überarbeitung des Speicher-Managers haben es noch andere Features in Firefox 7 geschafft, darunter:
text-overflow: ellipsis;Eine Liste mit allen Änderungen hat Mozilla ebenfalls im Angebot.
Firefox 7 ist ab sofort auf der Mozilla-Webseite zu haben; wenn die Sprach- und Betriebssystemerkennung nicht korrekt funktioniert, bleibt immer noch die Liste mit unterstützten Plattformen. Die Mac-Version ist 28 MB groß und kann je nach Prozessor eine 32- oder 64-Bit-Instanz starten. Die Windows-Version fällt mit 13 MB etwas kleiner aus, muss aber auch mit 32 Bit auskommen.
Also fehlt bei der Mac Version das einzige wichtige neue Feature?!
Das ist schon drin, aber es funktioniert nicht richtig. Vielleicht funktioniert es besser, wenn man keine 12 oder 16 GB RAM hat – aber die General-Purpose-Maschine hier hat das nun mal :)
Und noch immer unterstützt FF keine Lion Features.
Da ist Chrome doch schon um einiges weiter.