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Veröffentlicht am  14.10.11, 12:35 Uhr von  Stefan Keller

iPhone 4S: iFixit nimmt es gegen Siris Willen auseinander

iPhone 4SAuch wenn es manche peinlich finden, in der Öffentlichkeit dafür zu sorgen, dass Siri nicht an Langeweile zugrunde geht, so hat der persönliche Assistent im iPhone 4S doch zumindest Unterhaltungswert. Das sieht man auch dem Teardown an, das iFixit vorgenommen hat. Sie haben Siri extra um Erlaubnis gefragt – aber dann doch nicht auf sie gehört.

Wie immer, wenn ein neues Spielzeug veröffentlicht wird, ist iFixit nicht weit, um es auseinander zu nehmen – selbstverständlich nicht, um den Spieltrieb zu befriedigen, sondern, um das eigene Wiki mit freien Reparaturanleitungen aufzufüllen. Diesmal hat es das iPhone 4S getroffen und obwohl Siri gegen ein Teardown war, hat es dennoch stattgefunden. Ob die Konversation zu Beginn des Teardown authentisch ist, konnten wir leider nicht überprüfen.

Zu viele Überraschungen gibt es oberflächlich nicht – kein Wunder, zunächst einmal hat sich das Gehäuse nicht verändert. Zumindest nicht, wenn man das CDMA-iPhone 4 als Maßstab nimmt; dieses hat minimale Unterschiede gegenüber der GSM-Ausgabe. Beim Innenleben fällt zunächst einmal der Akku auf, der mit 5,3 Wh sogar etwas mehr Kapazität besitzt als sein Vorgänger (5,25 Wh im iPhone 4) – kompatibel sind die Anschlüsse jedoch nicht. Das Logic Board wird als optisch recht ähnlich zum CDMA-Modell beschrieben. Auf der Hauptplatine befindet sich der Apple A5-Dual-Core-Chip, ein Qualcomm RTR8605 für das Senden und Empfangen in diversen Funkstandards, Skyworks 77464-20, Avago ACPM-7181, TriQuint TQM9M9030 (jeweils Verstärker) und TriQuint TQM66052, vermutlich ein PA-Multiplexer.

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Der Apple A5-Chip hat, wie das Benchmark-Tool Geekbench bereits korrekt erkannte, 512 MB Arbeitsspeicher. Dies gehe aus der Beschriftung hervor, vor allem dem E4E4, das für zwei 2 GBit-Module auf dem Die steht, also 4 GBit, demzufolge 512 MB. Anscheinend ist es übrigens so, dass die Hardware regional verschieden ist. Während der Arbeitsspeicher im deutschen iPhone 4S von Samsung ist, hat eines aus Australien Speicher von Elpida verbaut.

Die 16 GB Flash-Speicher kommen in dem Fall von Toshiba und wurde in 24-nm-Technologie gefertigt. Der Bildschirm ist identisch zu dem im iPhone 4, jedoch scheint es hier wieder Unterschiede zu geben, in der Befestigung diesmal. Während normalerweise der Bildschirm wie beim CDMA-Modell befestigt wird, ist dies beim AT&T-Modell anders. Hier soll die gleiche Variante zum Einsatz kommen, wie beim GSM-Modell im letzten Jahr.

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Insgesamt vergibt iFixit eine Punktzahl von 6/10, was die Leichtigkeit des Reparierens angeht, wobei 10 am leichtesten wäre. Positiv hervorgehoben wird, dass das iPhone weitestgehend mit Schrauben zusammengehalten wird statt mit Klebstoff und dass die Rückseite leicht abgeht, um beispielsweise an den Akku zu kommen – falls man den richtigen Schraubenzieher hat. Negativ fiel den Kollegen auf, dass wieder einmal Fünfkantschrauben benutzt wurden, der Bildschirm und das Glas ein Bauteil sind und dass viele kleine Komponenten auf ein Kabel gelötet wurden. Die letzteren beiden Punkte machen die Reparatur (unnötig) teurer, wenn nur Teile davon defekt sind.

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