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Veröffentlicht am  17.10.11, 11:18 Uhr von  

GEMA: iTunes in der Cloud ohne sie in Deutschland nicht möglich

iCloudVergangenen Dienstag ist iTunes in der Cloud gestartet, womit sich gekaufte Inhalte noch einmal herunterladen lassen. Auf Deutschland trifft dies wenig verwunderlich noch nicht zu. Die GEMA meint dazu nun, dass dies daran läge, dass ohne ihre Zustimmung der Dienst nicht starten könne – und Gespräche mit Apple gab es bislang noch nicht.

iTunes in der Cloud ist eines der großen, neuen Features in iTunes 10.5. Hierzulande gibt es diesen Dienst aber noch nicht, man kann einmal gekaufte Musik noch nicht beliebig oft wieder herunterladen.

Wie Golem berichtet, sieht sich die GEMA selbst als Hindernis, diesen Dienst zu etablieren. Einer der dortigen Leser fragte bei der GEMA nach, ob die Verwertungsgesellschaft nicht zufällig etwas damit zu tun habe und bekam eine Stellungnahme:

Dieser Service wird in Deutschland bisher nicht von Apple angeboten. Apple hat bei uns bisher keine Anfrage gestellt, ‘iTunes in the Cloud’ in Deutschland zu lizenzieren. Wir können leider nichts zur Geschäftspolitik von Apple und über die Gründe sagen, diesen Service bisher nicht anzubieten.

Interessant ist in dem Zusammenhang die Zuständigkeit: Normalerweise ist es die Aufgabe der GEMA, Lizenzgebühren bei öffentlichen Aufführungen einzutreiben. Ob dies bei iTunes in der Cloud tatsächlich so gegeben ist, ist mehr als strittig. iTunes in der Cloud soll ermöglichen, bei iTunes gekaufte Musik erneut herunterzuladen, auf das eigene Gerät. Mit öffentlicher Wiedergabe hat dies in etwa genauso viel zu tun, wie das ursprüngliche Kaufen.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 13 Kommentar(e) bisher

  •  Chris Kojak sagte am 17. Oktober 2011:

    Die GEMA: Eine Gesellschaft, die mehr mit sich selbst beschäftigt ist als mit der Zeit zu gehen.
    Ist die GEMA ein gutes Beispiel für “typisch deutsch”?

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  •  Schneidmus sagte am 17. Oktober 2011:

    Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte wahrt nicht nur die Rechte der Künstler beim öffentlichen Abspielen ihrer Musik sondern auch bei Vervielfältigen dieser. Mehrfaches Herunterladen ist ein solches Vervielfältigen und fällt damit in den Einflussbereich der GEMA.
    Nichtsdestotrotz ist die Auffassung der GEMA als etwas schwerfälliges Konstrukt sicher legitim.

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  •  stk sagte am 17. Oktober 2011:

    Wenn ich die Musik aber in iTunes habe und dann, ob mit Kabel oder per WLAN, auf das iPad, das iPhone und einen iPod “bringe”… Ist das dann nicht auch irgendwie “Vervielfältigen”? Und DAS ging schon immer.

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  •  klaus sagte am 17. Oktober 2011:

    Technologieverhinderer GEMA, mal wieder…

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  •  Jaype sagte am 17. Oktober 2011:

    @Schneidmus. Der Kommentar ist ein gutes Beispiel, das GEMA und ihre willigen Erfüllungsgehilfen so weit denken können, wie ich ein Klavier schmeißen. Vervielfältigen? Intelligente Nutzung. Ah jetzt sehe ich warum das nicht klappen kann. Es hat mit Intelligenz zu tun. Das kann also nichts werden.

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  •  Alex sagte am 17. Oktober 2011:

    Tja, für die GEMA sind “zwei mal downloaden” und “von einem Gerät zum anderen kopieren” zwei verwschiedene paar Schuhe. Auch wenn das Ergebnis exakt das selbe ist. Naja, sie machen sich ja selbst bei den Künstlern die sie vertreten schon unbeliebt. Siehe youtube.

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  •  oetze sagte am 17. Oktober 2011:

    “GEMA: iTunes in der Cloud ohne sie in Deutschland nicht möglich” – Nun ja, ich denke schon, das dieser Dienst vor Allem dann möglich wäre, wenn die GEMA gar nicht existieren würde. Da nimmt sich wieder einmal jemand viel zu ernst bzw. tun so, als wenn sie existieren müssten.

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  •  DrShoe sagte am 17. Oktober 2011:

    Die moderne Form des Raubrittertums werden nimmer müde sich als Wohltäter und Schützer des Künstlers dazustellen.
    Wer es glaubt………

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  •  Jaromiel sagte am 17. Oktober 2011:

    Eine Einrichtung, die glaubt, Rechte von Künstlern sichern zu müssen, ohne dass sie jemand darum gebeten hat und anschließend das eingenommene Geld nach einem kaum plausiblen Schlüssel zu verteilen und dabei selbst nicht zu kurz zu kommen, ist schon unglaublich.Vor allem, wenn die Kriterien der Rechtmäßigkeit von der Einrichtung selbst definiert werden kann – erstmal zumindest. Mit modernem Verstand kommt man da nicht weiter.
    Mit der GEZ ist das doch eine ähnliche Gaunerei. Leider kann man da im Moment nicht viel tun, als beim nächsten Anonymus-Streich wenigstens mal kurz schadenfroh zu sein.

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  •  Andy S. sagte am 17. Oktober 2011:

    Genau hier lag auch immer Steve Jobs Kritik an der Musikindustrie! Wenn eine raubkopierte Datei sich, im gegensatzt zu dem blöden DRM verseuchten Produkt, problemlos übertragen lässt ( was nunmal ineiner schnelllebigen Zeit nicht verwundert, wo mp3player oder Abspielgeräte oft nach wenigen Monaten/ Jahren durch ein anderes ersetzt werden ), aber bei gekaufter Musik sich große Sorgen machen muß, selbige überhaupt zum Abspielen bewegen zu können, kann die Industrie nur verlieren! Ich persönlich habe mir aus Frust (oder eigentlich aus WUT ) vor DRM Schranken von gekauften Songs Raupkopie heruntergeladen, damit ich für teures Geld wenigstens etwas ” zu hören” bekomme. Die Gemma kann doch gar nicht so doof sein wie sie sich gibt. Ich bin fest davon überzeugt, dass es sich finanziell für die Gemma und letztlich die Künstler lohnt auf diesen digitalen Zug aufzuspringen.

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  •  Michael sagte am 18. Oktober 2011:

    Mein Rechner ist meine iCloud und da kopiere ich meine Musik hin, wo ich will.

    Berichtigt mich wenn ich falsch liege…. aber hat man beim Kauf eines iPot, iPhone usw. nicht schon diese GEMA mit bezahlt?

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  •  Peter Hustekamp sagte am 19. Oktober 2011:

    Wenn ich meine gekaufte Musik von meinem Rechner über die Cloud auf mein iPhone übertrage, ist das eine Privatkopie und die geht die GEMA-Mafia nichts an…

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  •  puppet sagte am 29. November 2011:

    “Die Mitgliedschaft in der GEMA ist notwendigerweise freiwillig, da die sich aus dem Urheberrecht automatisch ergebenden Nutzungsrechte zunächst ausschließlich dem Urheber vorbehalten sind.”

    1. Schuld sind die Labels und Künstler, die dem Deppenverein GEMA freiwillig beitreten. GEMA ist kein Zwang, es ist nur bequem von ihr eintreiben zu lassen.

    2. Was ist mit Künstlern die der GEMA nicht beitreten? Da hat die schei… GEMA nix zu melden. Also her mit der Itunes Cloud!!

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