Veröffentlicht am 24.10.11, 20:25 Uhr von mz
Keine Drittanbieter-Kamera-App für das iPhone hat so viele Nutzer wie Instagram. Das Konzept ist ein riesiger Erfolg und entwickelt sich zu einem Phänomen: Immer neue zusätzliche Projekte sprießen rund um den Social-Photo-Dienst aus dem Boden des Web 2.0
Gerade vor drei Wochen hat das Entwicklerteam von Burbn Inc. auf dem Instagram-Blog bekannt gegeben, dass sich innerhalb knapp eines Jahres ganze zehn Millionen iPhone-Besitzer die kostenlose Foto-App aus dem App Store heruntergeladen haben. Seit unserem Test Ende Januar hat sich also einiges getan, denn auch eine ausführlich überarbeitete Instagram Version 2.0 ist im September erschienen. Seither können Rahmen der mittlerweile 16 verschiedenen Filter entfernt, und Tilt-Shift-Effekte nun auf jeden Filter zusätzlich angewendet werden.
Das Prinzip ist dabei dasselbe geblieben: Schnell eine Momentaufnahme mit wenigen Fingertipps mit anderen teilen zu können, das macht Instagram aus.
Wer zwischendurch etwas Zeit hat, kann sich den Fotostream seiner Bekannten anschauen. Jedes einzelne Foto jedes beliebigen Nutzers kann aber auch – Facebook lässt grüßen – “geliked” oder kommentiert werden. Längst kann man es freilich dabei nicht mehr schaffen, alle Bilder anzuschauen. Dafür kann man die Community für sich arbeiten lassen und bekommt auf der “Beliebt”-Seite innerhalb der App die gerade populärsten Schnappschüsse angezeigt.
Trotz vermehrter Kritik seit dem Update (ich selbst finde zum Beispiel, dass die meisten der Filter nicht voneinander zu unterscheiden sind und unterstelle, dass die meisten iPhoneografen überwiegend die Filter X-Pro II, Lomo-Fi und Hefe verwenden) erfreut sich aber nicht nur Instagram selbst nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Eine Vielzahl an Zusatzdiensten, die es mittlerweile gibt, zeigt, dass viele auf der Instagram-Welle mitsurfen und einige damit – im Gegensatz zu Instagram selbst – Geld machen möchten, indem der User dafür zahlt. Hier nur einige Beispiele:
Es gibt aber demgegenüber gleichsam einige Projekte, die sich nicht im Web abspielen, sondern auf die Nutzung in der “realen” Welt ausgelegt sind.
Nicht zuletzt wegen der großen Popularität der Foto-Apps für Smartphones – insbesondere für iPhones und insbesondere Instagram – hat sich die Kunst der Fotografie einem vielfach größeren Publikum geöffnet, ob aktiv dabei oder passiv (37% der zehn Millionen Instagram-Nutzer hat beispielsweise laut Followgram niemals ein Foto hochgeladen). Allerdings gibt es auch Künstler, die sich auf mehr oder weniger klassischem Weg der modernen Technik und der schnellen Verbreitungsmöglichkeiten bedienen.
So zum Beispiel Christian Steiauf, der nicht nur verschiedene mit dem iPhone geschossene Bilder online stellt, sondern auch seine Instagrams an wirklichen Orten ausstellt, und zwar auf 12x12cm großen Bildkacheln. Seine kostenlose App “m Moments“* gehört zu dem Fotoprojekt “mobile Momente” und zeigt immer zwei zufällig ausgewählte Instagrams aus dem Kunstprojekt zum Vergleich, die auch heruntergeladen werden können. Per In-App-Kauf können eigene Bilder auf dieselbe Weise betrachtet werden, aus den anderen wird dann das Wasserzeichen entfernt.
All diese Dienste und Projekte rund um Instagram, die hier trotz ihrer großen Zahl noch immer nur in Vertretung für weitere Ideen ähnlicher Art stehen, beweisen, dass Instagram ein Phänomen ist, das mittlerweile nicht nur fast jeder kennt, sondern das das Erlebnis Fotografie jedem zugänglich macht, der ein iPhone besitzt. Allen, die mehr wollen, werden Möglichkeiten zur weiteren Erforschung und Verarbeitung gegeben, bis hin zum kreativen Geschenktipp für Jung und Alt. Diese einzigartige Entwicklung hat keine andere App durchlaufen. Und selbst wenn die ursprüngliche App nach Meinung einiger Experten einen Rückschritt gemacht hat: Der Hype wird andauern und uns sicher noch viele schöne Momente bereiten.
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Tags: Followgram, Foto-App, Inkstagram, Instagram, Instagrid, Instamap, Postagram, Stickygram
Magic Photo for me ist auch toll!!
Grade Instacam ausprobiert – sehr gut in der Bedienung mit massig (ergänzenden) Filtern. Die Funktion, das Bild nach der Bearbeitung direkt an die App Instagram weiter zu reichen, macht das Handling sehr komfortabel.
Und wer seine Instagram Fotos in Challenges gegeneinander antreten lassen will, der kann sich ja mal PhotoVote angucken: http://cl.ly/D9xL