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Veröffentlicht am  28.10.11, 16:42 Uhr von  Alexander Trust

PES 2012 für iPhone im Test: Kleiner Kick für zwischendurch

Spiele auf mobilen Endgeräten sind gefragt: Mit ihnen lassen sich Wartezeiten und Pausen schnell überbrücken und dafür sollten sie möglichst unkompliziert sein. Kein Wunder, dass die großen Publisher ebenfalls den Markt suchen und Gaming-Apps von Konsolentiteln in die App Stores stellen. KONAMI ist diesbezüglich nach anfänglichen Bedenken im Jahr 1 des App Stores keine Ausnahme mehr, und bietet den Fans der Pro-Evolution-Soccer-Serie die mobile Umsetzung der Fußballsimulation an. Wir haben uns in diesem Jahr PES2012 für iPhone und iPod touch näher angeschaut.

Alle, die bereits PES 2012 auf Konsole oder PC gespielt haben, werden sich im Menü der mobilen Version sofort zurecht finden, da dieses analog aufgebaut ist. Lediglich die Bezeichnung der Meister-Liga ist anders und über das Menü lässt sich die Europa League, sowie der UEFA Super Cup neben der Champions League direkt aufrufen.
 

Fehlerhaft und unvollständig

PES 2012 iOSAllerdings traten bei unserem Test im Super Cup regelmäßig Fehler über die Speicherplatzzuteilung auf (vgl. Screenshots), zumindest auf unserem Testgerät, einem iPod touch der neusten Generation mit 32 GB Speicherkapazität, sodass der Modus leider nicht spielbar war. Dies sollte Konami mit einem der kommenden Updates ausbessern. Im Gegensatz zur Konsolen- und PC-Fassung fehlen außerdem die Copa Libertadores, sowie einige Mannschaften und Ligen.

Weiter fehlt es PES 2012 an der Atmosphäre: Die Kommentatoren nerven schnell durch einige wenige Standardsprüche und die Stadiongeräusche sind gleichbleibend monoton. Echte Fangesänge und Emotionen sucht man vergebens. Zwar färben sich Menüs in den Farben von Champions oder Europa League, doch Siegerehrungen oder der Einzug zur Hymne fehlen.
 

Optisch Licht und Schatten

PES 2012 iOSGrundsätzlich sieht die Grafik in der Totalen gut und scharf aus. Lediglich beim genauen Hinsehen erkennt ihr bei den Bandentexturen ein paar Pixel. Die Protagonisten hingegen wirken klobig und eckig, und haben mit ihren realen Vorbildern nicht viel gemeinsam.

Die Bedienung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und ich hatte einige Probleme beim Antippen der Tasten und des Steuerkreuzes, sodass einige Ballverluste an der Tagesordnung waren und Dribblings mitunter abrupt unterbrochen wurden. Besonders in der Defensive bedarf es vieler Abstimmung und Eingewöhnung, damit ihr keine Ballverluste und Konter kassiert. Die Spielerwechsel gestalten sich schwierig.
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Zur Rettung von Konami muss allerdings gesagt werden, dass ihr aus drei verschiedenen Bewegungseinstellungen wählen könnt: Mit oder ohne Steuerstick und/oder Feuertasten, sowie der Spielsteuerung mittels Bewegungssensor eures Endgerätes. Im Vergleich zu den Vorgängern kann man nur marginale Veränderungen feststellen. Anders als auf den Konsolen oder dem PC haben zumindest die Versionen für iOS oder Android gegenüber der Konkurrenz von EA Sports’ FIFA 12 einen deutlich sichtbaren Abstand.
 

Fazit

Sobald man sich an die Steuerung gewöhnt hat kann PES 2012 richtig Spaß machen und als Zeitvertreib gut geeignet sein. Hierbei kann allerdings die eintönige Tonausgabe auf Dauer nerven. Ärgerlich sind die fehlenden Mannschaften, dennoch lässt sich dies durch die Fülle an Spielmodi verschmerzen. So sorgt Pro Evo 2012 für einen flüssigen Kick und Spaß für Zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger. Den Einstieg erhält man kostenlos, weil es lediglich eine Free-App gibt. Via In-App-Kauf kann man sich dann für die Vollversion entscheiden.
 
3/5Testurteil: 3/5 Macs
Bezeichnung: PES 2012 (Affiliate)
Hersteller: Konami
Preis: kostenlos (In-App-Vollversion, 4,99 €)

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