Mac App Store: Sandkastenpflicht erst ab März 2012
Im Juli wurde OS X 10.7 Lion veröffentlicht, das unter anderem eine wenig beworbene, aber äußerst hilfreiche Funktionalität mitbringt, was die Sicherheit des Systems angeht: Das Konzept des Sandboxing. Ursprünglich sollte die Übergangsfrist für Apps im Mac App Store bis Anfang November gehen – dieses Ultimatum wurde nun nach hinten geschoben.
Nach dem Release von OS X 10.7 Lion hieß es, dass nach einer Übergangsfrist bis Anfang November alle Apps, die in den Mac App Store wollen, in einer Sandbox laufen müssen. Wie Apple Entwicklern nun mitteilte, wird diese Frist verlängert. Neuer Stichtag ist der 1. März 2012. Was danach in den Mac App Store eingereicht wird, muss in einer Sandbox laufen oder wird wegen Nichtvorhandenseins abgelehnt.
So ganz begeistert scheinen manche Entwickler davon nicht zu sein. Macworld etwa berichtete im Oktober darüber, dass teilweise Features entfernen müssen, um die Regeln einhalten zu können. Der Einschätzung des Autors zufolge könnte dies den Sinn des Mac App Stores in Frage stellen, wenn sich dort nur noch Arcade-Games und andere simple Programme tummeln.
Als Beispiele für möglicherweise betroffene Programme werden bei Mac Rumors Transmit (für das Durchsuchen des Dateisystems) und TextExpander (für systemweite Tastatur-Hotkeys) genannt. Manche Entwickler gehen mit der Verlängerung der Deadline davon aus, dass Apple in der Zwischenzeit nach einer passenderen Lösung für derlei Probleme sucht, als Apps dann schlichtweg abzulehnen.
Beim Sandboxing handelt es sich um ein Konzept, bei dem Anwendungen in einer geschlossenen Umgebung laufen und erst einmal nur mit denjenigen Dateien hantieren dürfen, die ihnen gehören. Im Gegensatz dazu dürfte eine “klassische” Anwendung mit allen Dateien anstellen, was sie möchte, die dem User, unter dem der Prozess läuft, gehört. Würde nun eine bösartige Software die Kontrolle über das Programm übernehmen, könnte eine Anwendung im Sandkasten nicht viel Schaden anrichten, während eine ohne problemlos etwa den Dokumente-Ordner löschen könnte.







Der Maik meint:
Und wie macht dann der Bundestrojaner sein Ding, wenn er nix weiter machen darf?
stk meint:
Die Möglichkeit, Programme ohne App Store zu verbreiten (und entsprechend auch ohne Sandkastenpflicht), bleibt ja erhalten.
Pete meint:
Es geht ja primär gar nicht um Sicherheit, sondern darum, die Apps wie bei iOS abzuschotten. Somit hat Apple dann die Möglichkeit, ein subventioniertes Mac Book mit einem OSX-light für <100$ herauszubringen und über den App Store den Umsatz zu generieren.
stk meint:
Angenommen, es ist so: Dann ist das immer noch ein Geben und Nehmen. Denn so etwas können sie nicht umsetzen, wenn im MAS nur Müll zu finden ist (irgendwelche simplen Spiele, Trivial-Apps).
Drei Wochen bis zur Sandkastenpflicht im Mac App Store: Wie Entwickler es sehen meint:
[...] Wall Street Journal hat sich bei Entwicklern umgehört, was sie dazu sagen. Im November wurde der Stichtag für die Sandbox-Pflicht bereits nach hinten gelegt. Als Begründung wurde angegeben, dass das Sandboxing-System noch nicht [...]
Mac App Store: Sandbox-Pflicht auf Juni verschoben meint:
[...] die Verschiebung irgendwie nicht, im November hatte Apple als Entgegenkommen für Entwickler die Frist auf den 1. März gelegt. In einem Bericht des Wall Street Journals haben sich erst vor Kurzem einige Entwickler zu Wort [...]
Mac App Store: Sandbox-Pflicht kommt am 1. Juni – diesmal wirklich meint:
[...] erschien Ende Juli 2011). Aufgrund zahlreicher kritischer Äußerungen von Entwicklern wurde die Deadline aber auf den 1. März gelegt und eine Woche vor Ablauf der Frist erneut [...]