Veröffentlicht am 27.12.11, 13:30 Uhr von stk
Wie schon im letzten Jahr möchten wir die tendenziell eher ruhige Zeit “zwischen den Jahren” nutzen, um euch unsere persönlichen High- und Lowlights des Jahres 2011 näher zu bringen. Den Anfang macht diesmal Stefan, der sich freut, dass Lion nicht der befürchtete Reinfall wurde, aber über das iPod-Lineup enttäuscht war.
Bezüglich Apple und den Keynotes dürfte der Tod von Steve Jobs in diesem Jahr wohl zweifellos das bedeutendste Ereignis gewesen sein. Viel mehr habe ich dazu auch nicht zu sagen – es ist quasi das Aushängeschild von Apple von uns gegangen. Da mag man sich streiten, inwiefern er tatsächlich in die Entwicklung von Hard- und Software involviert war, aber zumindest war er ein großer Sprecher und konnte mit seinem subtilen Humor und den stets gut durchdachten Aussagen die Produkte an den Mann (und die Frau) bringen.
Ansonsten wäre da noch die Eröffnung des Apple Store in Dresden, von dem ich mitnehme, dass man ein solches Event durchaus einmal miterlebt haben kann. Fanboy hin oder her, aber die Stimmung war gigantisch.
Irgendwas ist immer: Im letzten Jahr waren es die iMacs, in diesem Jahr sind es die iPods. An denen hat sich so überhaupt nichts geändert. Der nano bekam ein Software-Update, der touch wurde zusätzlich weiß, der classic wurde “wie üblich”(tm) gar nicht erst erwähnt und am shuffle hat sich überhaupt nichts geändert. Das finde ich jetzt ehrlich gesagt noch nicht einmal ganz so tragisch, aber wenigstens dem iPod touch hätte man den A5-Chip spendieren können. Dadurch, dass an der iPhone-Front nun das inzwischen 2 Jahre alte iPhone 3GS neben dem iPhone 4 und 4S verkauft werden, sind App-Entwickler so mehr oder weniger gezwungen, ihre Apps auch auf dem alten Gerät am Laufen zu halten. Viel schlimmer ist aber, dass der iPod touch als mobile Apple-Spielekonsole noch den alten Chip hat – das beschränkt den A5 aufs iPad 2 und das iPhone 4S und dürfte damit die Entwicklung von grafischen Granaten hemmen. Immerhin: Da das iPhone 3GS immer noch verkauft wird, dürfte sich Apple gezwungen fühlen, iOS weiterhin dafür zu entwickeln – hoffen wir einfach mal, dass eine weitere Performance-Katastrophe wie seinerzeit mit dem iPhone 3G und iOS 4.0 ausbleibt.
Ich hoffe noch immer, dass irgendwann einmal ein Blu-ray-Laufwerk in Macs Einzug halten wird. Wie schon im letzten Jahr nicht, um Filme anzusehen, sondern um nicht mehr von den 4,7/8,5 GB einer DVD limitiert zu sein. Zumindest macht der Schriftzug in Final Cut Pro X Hoffnung: Dort heißt es, dass zum Brennen von Blu-rays ein externes Blu-ray-Laufwerk benötigt wird.
Außerdem wäre es so langsam mal Zeit für ein Retina-iPad, das ich auch schon gerne in diesem Jahr gehabt hätte. Und wichtiger als vermeintliche Retina-MacBooks fände ich eine Erhöhung der Auflösung, ähnlich der MacBook Air. 15 Zoll mit Full-HD hätte durchaus etwas für sich.
Ich befürchte, dass die Apple-Fernseher, so sie denn kommen, schrecklich scheitern werden. Wahrscheinlich ist mein Nutzungsverhalten nicht repräsentativ, aber ich bräuchte einen Fernseher vor allem, um die Xbox daran anzuschließen. Das Bauchgefühl sagt mir, dass ein Apple-Fernseher sich auf “das Wesentliche”(tm) beschränkt und deshalb trotz seiner 40+ Zoll in der Bildschirmdiagonalen nur für passive Bewegtbilder geeignet sein wird. Und eher teuer wird er sein. Also eher nichts für mich – aber ich lasse mich auch eines Besseren belehren. Immerhin fand ich beim iPad zunächst auch, dass ich es nicht brauchen würde – und das war eine Fehleinschätzung. Selbst der Preis des iPad ist nicht mit einer übermäßig hohen “Apple-Steuer” gesegnet gewesen, wie die Konkurrenz eindrucksvoll zeigte.
Katti: @rellek Kezzchen!
Zum Jahresausklang gibt es noch zu sagen, dass OS X Lion glücklicherweise nicht die Katastrophe war, die ich befürchtet hatte. Inzwischen gibt es nur noch ein “Feature”, das meinen Workflow tierisch stören würde – und das lässt sich sogar abschalten: die umgekehrte Scrollrichtung. Ansonsten fühlt sich OS X Lion richtig gut an, auch noch nach einem halben Jahr. Hätte ich nicht erwartet. Und mit 5 GB ist die iCloud zu klein, um sie als ernsthafte Alternative für Blu-rays in Macs zu verkaufen, ein Lichtblick.
Ich jedenfalls wünsche euch einen guten Rutsch und ein gesundes Neues Jahr.
* = Affliate
Und wie ist deine Meinung? Schreib uns einfach!
Tags: Apple, ausblick, Blu-Ray, GTA, HDTV, iPad, iPod, iTunes, Kinectimals, Lion, Mac OS X, Rückblick, Siri, Steve Jobs
3 Kommentar(e) bisher
Das mit iCloud und zu kleinem Speicher stimmt nicht. Ich habe ein aktuelles iPhone un ein iPad. Beide zusammen kosten ca. 1GB Speicherplatz. Sonst wird kein Speicherplatz verkauft. Z.B. die viele Musik habe ich aus dem iTunes Store gekauft. Bei Backups wird diese Musik lediglich aufgelistet, da die Daten schon im iTunes Store sind. => Von iCloud wird für Musik bei mir z.B. kein Platz gebraucht.
=> Man muss es so sehen: Viele sparen sich Geld dadurch, dass sie kein Geld für Musik ausgeben. Mit iCloud wird jetzt indirekt (weil man dann Cloud-Platz dazukaufen muss) etwas Geld geholt. Aber: Etwa 16€ für ein ganzes Jahr um 20GB Speicherplatz auszugeben, ist wahrlich nicht viel! Und sonst kauft man sich lieber Musik im iTunes Store. Mit iTunes Match lässt sich dies jetzt auch erreichen, wenn man billigere MP3-Musikalben von Amazon hat und iTunes Store das Album auch hat.
Als die Cloud ist doch nicht so klein wie anfangs von mir befürchtet, als es dies noch nicht gab und nur angekündigt wurde.
Ich vergaß das Wort zusätzlich bei 20GB Speicherplatz => Zusammen also 25GB
Ich meinte damit einen anderen Punkt. Ich meinte, dass Marcell D’Avis und Konsorten gerne hätten, dass ich meine Backups (Fotos, Videos und was weiß ich was noch alles) in “der Cloud” speichere, wohingegen ich sie lieber auf einer Blu-ray archivieren würde. Die 25 GB, die mit die iCloud zur freien Verfügung liefert, ist ja sogesehen auch nur “eine” Blu-ray-Disc – also nicht allzu viel.
Was iTunes Match angeht, da geht kein Byte von meinem iCloud-Speicherplatz ab, iTunes Match muss ich ja auch einzeln zahlen.
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