News & Rumors: 4. Januar 2012,

Epic Games mit Etappensieg gegen Silicon Knights vor Gericht

Epic Games
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Das kanadische Entwicklerstudio Silicon Knights muss im Rahmen seiner Klage gegen Epic Games eine herbe Schlappe einstecken. Ein Richter entschied, dass die Aussagen eines Analysten, den Silicon Knights als Zeugen vorgesehen hatte, für den Fall nicht zugelassen werden.

Das kanadische Entwicklerstudio Silicon Knights soll Epic Games bereits vor ein paar Jahren auf 58 Millionen US-Dollar Schadenersatz-Zahlungen verklagt haben. Grund: Epic habe Silicon Knights nicht wie vereinbart zu einem bestimmten Zeitpunkt eine funktionierende Unreal Engine 3 geliefert. Laut Silicon Knights habe die verspätete „Lieferung“ zu einer Verzögerung im Betriebsablauf und ergo in der Entwicklung von Spielen des Studios geführt. Dies sei unter anderem ein Grund dafür gewesen, dass sich Too Human für die Xbox 2008 so schlecht verkauft habe, so die Verantwortlichen von Silicon Knights.

Gegenseitige Schuldzuweisung

In einer Gegenklage behauptet Epic, keine Vereinbarung über die Lieferung einer funktionierenden Unreal Engine 3 im von Silicon Knights behaupteten Zeitrahmen getroffen zu haben.

Epic wird vorgeworfen, falsche Tatsachen bezüglich des Vertragsinhalts, sowie der Funktionalität der Unreal Engine 3 verbreitet zu haben. Silicon Knights fordert auch deswegen rund 60 Millionen US-Dollar, weil in der Folge Microsoft vom Plan zurückgewichen sei, zwei Nachfolger zu Too Human auf den Markt zu bringen. Dies sei das Ergebnis von Rufschädigung. Damit einhergehen weniger zukünftige Projekte. Darüber hinaus habe eine neue Engine für Too Human entwickelt werden müssen.

Analysten-Urteil in Frage gestellt

Analyst Terry Lloyd hat die geforderte Summe seinerzeit ermittelt – Epic hatte Einspruch dagegen erhoben. „Spekulativ“, „unzuverlässig“ und gar „erfunden“ seien diese Zahlen – weit weg von der Realität, argumentiert Epic. Ein Richter gab dem Unternehmen unlängst recht und verfügte, dass die Aussagen des Analysten vor Gericht nicht zugelassen werden, da nicht nachvollziehbar sei, wie Lloyd die Summe von 58 Millionen Dollar zusammengesetzt haben will.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fall weiter entwickeln wird. Lloyds Aussagen waren ein wichtiger (wenn nicht der wichtigste) Bestandteil der Position des Klägers. Dass es dem „Silicon Knights“-Studio geschäftlich nicht gut geht, ist schwer zu verbergen – erst Ende Oktober musste ein Großteil der Belegschaft entlassen werden, da ein Projekt nach eigenen Angaben „in letzter Sekunde“ abgeblasen worden war (vgl. gamasutra, engl.).

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