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Veröffentlicht am  6.02.12, 15:09 Uhr von  

Trend Micro SafeSync: Bekannter Cloud-Dienst unter neuem Namen

SafeSyncUnter dem Namen Humyo gab es lange Zeit einen Cloud-Service, der unter anderem durch großzügigen Speicherplatz und eine einfache Synchronisationssoftware für Windows, Mac und mobile Plattformen von sich Reden machte. Humyo wurde 2010 von Trend Micro übernommen und der Dienst weitgehend unverändert fortgeführt. Nun tritt Trend Micro mit einem eigenen Markennamen SafeSync an.

Unter Trend Micro wird SafeSync zum reinen Bezahlservice. Für bisherige Humyo-Kunden ändert sich dadurch an den Konditionen nichts, Neukunden erhalten jedoch nur noch Cloud-Speicher zu den bisherigen Profi-Tarifen. 20 GB kosten dabei 29,95 Euro, 50 GB liegen bei 69,95 Euro und 100 GB bei 110 Euro im Jahr. Bei zweijähriger Laufzeit gibt es Rabatte. Der Trend Micro Dienst basiert komplett auf der bisherigen Humyo-Technik, gleichwohl betont der Anbieter, dass er seine langjährige Erfahrung im Bereich der Sicherheitstechnik mit eingebracht hat. Worauf sich dies konkret bezieht, beschreibt er jedoch nicht. Was feststeht ist, dass die Server zur Datenspeicherung verteilt in den USA, Großbritannien und dem restlichen Europa stehen und dass eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung der Daten für Schutz vor fremden Zugriff sorgt.

 

Freie Zugangswahl: Browser oder Desktopapp

Der Service selber wartet mit einem Zugang über den Webbrowser auf. Nach Aktivierung einer Java-Erweiterung lassen sich Dateien auch bequem per Drag & Drop auf das jeweilige Browser-Fenster ziehen und so fast wie im Finder handhaben. Noch besser wird der Komfort, wenn man die SafeSync-Software installiert und aktiviert. Dann erscheint ein SafeSync-Ordner im Finder, der sich wie ein lokaler Ordner verwenden lässt. Über die Voreinstellungen lassen sich weitere Ordner hinzufügen, die automatisch synchronisiert werden. Über einen Schieberegler in den Einstellungen legt man fest, wie viel der zur Verfügung stehenden Bandbreite die Synchronisierung beanspruchen darf und wie viel für den restlichen Datenverkehr frei bleiben soll.
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Daten teilen

Daten lassen sich mit anderen ganz einfach über die Weboberfläche teilen. Ruft man den Befehl auf, öffnet sich ein Dialog, in dem man den Dienst (Facebook, Twitter, Gmail, E-Mail u.a.) aufruft. Bei Online-Diensten öffnet sich ein zusätzliches Fenster, wählt man E-Mail wird der Link zur Datei direkt an das Standard-Mail-Programm übergeben.
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Mobile Nutzung

Unterwegs lassen sich Daten über eine iOS- oder Android-App abrufen. Dateien lädt man dabei nicht nur auf das Gerät herunter, sondern man kann Musik oder Videos gleich im integrierten Player abspielen. Wenn man seine Musiksammlung synchronisiert, hat man somit von überall Zugriff darauf.
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Nicht ganz glücklich waren wir mit der SafeSync-Software auf unserem Testrechner. Hier wurde der SafeSync-Ordner nicht korrekt eingerichtet und auch das Drag & Drop funktionierte nicht. Die Vermutung liegt nahe, dass es zu Konflikten mit einer zuvor installierten Software des Humyo-Clients kam. Auf einem anderen Rechner funktionierte das Ganze wie beschrieben.

 

Dropbox mit anderem Namen?

Es sieht fast so aus, als ob SafeSync ein Dropbox mit anderem Namen und Preisen ist. Allerdings gibt es durchaus ein paar Unterscheidungsmerkmale. So ist SafeSync darauf ausgelegt Daten zu synchronisieren, sowohl zwischen mobilen, als auch zwischen den Desktop-Geräten, auf denen ein Account eingerichtet ist. Damit ist es eher mit SugarSync als mit Dropbox zu vergleichen. Zudem teilt man Dateien nicht nur mit Mitgliedern, sondern problemlos auch mit beliebigen anderen Menschen. Die dazugehörigen Links lassen sich sogar mit einem zusätzlichen Passwort-Schutz versehen. So sind Dropbox und SafeSync eher entfernte Verwandte, obwohl sich die Menüleisten-Programme von Dropbox und SafeSync zum Verwechseln ähneln.

 

Fazit

Wer einen kostenlosen Speicher sucht, kommt bei Trend Micro derzeit nicht zum Zuge. Knapp 30 Euro für 20 GB liegen aber im Rahmen und sind für die gebotenen Leistungen angebracht. Etwas mehr Komfort für den Desktop-Client wäre wünschenswert, der mobile Client mit den Optionen zum direkten abspielen von Media-Dateien überzeugt dagegen.

Weitere Informationen erhält man direkt auf der Homepage von Trend Micro, dort gibt es auch eine 30-Tage-Testversion.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 2 Kommentar(e) bisher

  •  DRAGONFLY sagte am 6. Februar 2012:

    Scheint mir nicht sonderlich nicht sicher. Das einzige System, das ausschließlich lokale Verschlüsselung vor jeder Übertragung bietet, ist WUALA. Und zwar auch auf Mobilgeräten! D.h. die Apps kryptografieren auch lokal auf dem Mobilgerät.
    Für den mobilen Datenbestand auf Pad/Phone braucht man besseren Schutz als ein Passwort, es ist ja gefährdeter als der Desktop/Laptop, der im warmen hinter verschlossenen Türen ist.

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  •  Steve sagte am 6. Februar 2012:

    Zweite Option :Boxcryptor!

    Antworten 

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