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Veröffentlicht am  16.02.12, 16:51 Uhr von  

OS X 10.8 Mountain Lion und Gatekeeper: Mac App Store-only-Installationen in Zukunft Standard?

Mountain LionWird Apples Gatekeeper-Funktion ein erster Vorgeschmack auf eine geschlossene Mac-Plattform? Per Default wird OS X 10.8 Mountain Lion so eingestellt sein, dass lediglich Apps mit einer Developer-ID geladen werden können. Wie lange dauert es, bis ein Jailbreak für OS X nötig wird?

Wir zitieren hier wortwörtlich aus der heute an uns verschickten Pressemeldung zu OS X 10.8 Mountain Lion:

“Gatekeeper ist eine revolutionäre neue Sicherheitsfunktion, die dem Anwender Kontrolle darüber verschafft, welche Apps auf den Mac heruntergeladen und installiert werden können. Es besteht die Auswahlmöglichkeit Apps aus jeglicher Quelle zu laden, so wie man das heute auf dem Mac macht, oder die sicherere Standardeinstellung zu nutzen, um Apps aus dem Mac App Store zusammen mit Apps von Entwicklern, die eine persönliche Entwickler-ID haben, zu laden. Für ein Höchstmaß an Sicherheit kann Gatekeeper so eingestellt werden, dass einzig der Download und die Installation von Anwendungen aus dem Mac App Store erlaubt wird.”

OS X 10.8 Mountain Lion wird drei verschiedene Sicherheitsstufen anbieten

  • 1. Die bereits aktuell zum Einsatz kommende mit der Möglichkeit, Apps aus beliebigen Quellen herunterzuladen
  • 2. nur Apps inklusive Developer-ID zu laden
  • 3. den Download komplett auf den Mac App Store zu beschränken.

Standardeinstellung ist Szenario 2: Lediglich korrekt signierte Anwendungen können installiert werden – das allerdings unabhängig davon, ob sie aus dem Mac App Store kommen oder nicht. Nicht ganz abhängig ist das Codesigning unseres Wissens nach aber vom Mac Developer Program: Hier muss man (zum Preis von $99 pro Jahr) eingeschrieben sein, um die Apps Apple-tauglich zu signieren. Verzichtet man darauf, können die geschriebenen Apps bei Mac-Nutzern mit Standard-Sicherheitseinstellungen unter OS X 10.8 Mountain Lion nicht installiert werden. Zu erwarten ist, dass viele – gerade unerfahrene Nutzer – auf den komplett offenen Installationsmodus umsteigen. Was den Tod für den Malware bedeutet, könnte gleichermaßen der Tod für manche Low-End-Entwickler sein, die ihre Apps nicht über das Mac Developer Program zur Verfügung stellen.

Mittelfristig, für ganz Schwarzsehende, könnte dann die Verquickung von iOS und OS X damit enden, dass Anwendungen nur noch über den Mac App Store installiert werden können.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 8 Kommentar(e) bisher

  •  robs sagte am 16. Februar 2012:

    Mann könnte es aber auch positiv sehen und darauf hoffen, dass Apple diese signierten Apps auch auf iOS einführt und damit auf iOS der App Store Zwang fällt.

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  •  zql sagte am 16. Februar 2012:

    Muss ja nicht stimmen, aber ich zitiere mal Herrn Gruber:

    “My favorite Mountain Lion feature, though, is one that hardly even has a visible interface. Apple is calling it “Gatekeeper”. It’s a system whereby developers can sign up for free-of-charge Apple developer IDs which they can then use to cryptographically sign their applications.”

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  •  J.G sagte am 16. Februar 2012:

    Also wenns hart auf hart kommt kaufe ich mir wieder nen Windoof… aber daran will ich nicht glauben

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  •  Jens sagte am 16. Februar 2012:

    Lesen sollte man können…

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  •  mirko67 sagte am 17. Februar 2012:

    Ich verstehe die Furcht vor einem vollständig geschlossenen OS X nicht. Im Gegensatz zu iOS kann Apple das nicht machen, weil sie auf einen Schlag die Entwickler verlieren würden. OS X Programme werden auf OS X entwickelt und so muss es eine Möglichkeit geben, dort Software zu entwickeln und eigene Programme zu installieren. Das ist auf iOS vollkommen anders gelagert.

    Just my 2cents

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  •  narrowtux sagte am 17. Februar 2012:

    Für die Signatur der Nicht-App Store Apps braucht man lediglich einen kostenlosen Apple Developer Account, wie man ihn vom Safari Dev program kennt. Dieser kostet nichts, Apple stellt einem eine Signatur aus, die man benutzen muss, um seine Safari Erweiterungen zu signieren. Wenn jetzt jemand eine Malware mit solch einer Signatur signiert, erklärt Apple diese Signatur für ungültig, somit ist die Erweiterung nutzlos. Gatekeeper ist das gleiche für Mac OS X.
    Nein – Apple wird nicht das system komplett verschliessen, damit würde es deutlich schwerer, eigene Software zu entwickeln, und sie würden dadurch wahrscheinlich einen Großteil der User verlieren.

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  •  Gast sagte am 24. Februar 2012:

    Als “LowEndEntwickler” hoffe ich, dass Herr Gruber Recht bekommt.
    Bislang konnte ich noch keine Hinweise dazu finden, dass man kostenfrei Software signieren kann. Naja, ist ja noch etwas Zeit…

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  •  Minor sagte am 7. März 2012:

    Apple macht das nicht wegen Sicherheit, sondern um über den AppStore wie für iOS 1/3 des Umsatzes einzustreichen. Apple war früher mal sympathisch

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