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Veröffentlicht am  15.03.12, 23:58 Uhr von  Stefan Keller

Das neue iPad: iFixit nimmt es auseinander

iPadWo neues, vielversprechendes Spielzeug auf den Markt kommt, ist iFixit nicht weit. Die Schrauber, die ein Wiki mit Reparaturanleitungen betreiben und nebenbei noch Einzelteile und Werkzeug verkaufen, haben es sich nicht nehmen lassen, das neue iPad auseinanderzunehmen. Um die Überraschung vorweg zu nehmen: Es sieht auch von innen seinem Vorgänger ähnlich…

Bei iFixit wird so ziemlich alles auseinander genommen, bei dem der Hype die Mittel heiligt – besonders gern natürlich Apple-Gadgets. Das am morgigen Freitag erscheinende neue iPad kam heute unter das Messer, oder besser gesagt: die Heißluftpistole. Es handelt sich um ein Modell, das in Australien verkauft wird, mit dem 4G-Chip, aber ohne dessen Funktionalität. Denn bereits auf dem Karton ist vermerkt, dass die Hardware zwar willig, doch die Netze schwach sind. Mit dem australischen 4G-LTE-Netz sei das Produkt nicht kompatibel, in Australien werden daher nur 3G-Transferraten erreicht:

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Schon vom iPad 2 her bekannt ist, dass beim Apple-Tablet alles verklebt ist. Dies sorgt für ein schickes Gehäuse, treibt aber gleichzeitig die Skala für die Reparaturfreundlichkeit in den Keller. Nachdem das Glas auf der Frontseite entfernt ist, liegt das Retina-Display frei. Wie es bereits vorher geleakt wurde, ist der Anschluss des Bildschirms an die Steuerelektronik ein anderer – ein iPad 2 lässt sich also eher nicht aufrüsten, bislang jedenfalls, wie iFixit anmerkt. Das Panel selbst wurde von Samsung hergestellt, iFixit geht in der Ankündigungsmail davon aus, dass in der Zukunft Modelle mit Schirmen von LG und Sharp folgen werden.

Das Logic-Board ist mit viel Metall überzogen, was einerseits dem Abschirmen und andererseits der Kühlung dient. Highlights auf dem Mainboard sind ein Bluetooth- und WLAN-Chip von Broadcom, ein Apple-Chip, der sich um den Sound kümmert, je ein Qualcomm-Chip für die Stromversorgung und das 3G/4G-Modem und natürlich der Apple A5X-Chip. Des Weiteren ist NAND-Flash-Speicher verbaut, der von Toshiba kommt.

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Außerdem nimmt ein riesiger Akku den meisten Platz im engen Gehäuse ein – er ist fast doppelt so groß wie jener im iPad 2. Dies kann ganz nüchtern für jegliche Art der Interpretation festgehalten werden, denn wie nebenbei im Teardown erwähnt wird, hat Chris Foresman von Ars Technica berechnet, dass die Energiedichte mit 0,0014 Wh/mm^3 gleich geblieben ist. Die Kapazität des Akku im neuen iPad liegt bei 11,56 Ah (Arbeit: 43 Wh). Dies ergibt sich aus drei Zellen zu je 3,9 Ah Kapazität. Zum Vergleich: Die Kapazität beim iPad 2 liegt bei 6,6 Ah (25 Wh). Das zeigt allerdings, dass die neuen Komponenten ziemlich stromdurstig zu sein scheinen, denn die Ausbeute soll bei den gewohnten 10 Stunden liegen (im Mobilfunkbetrieb 9 Stunden).

Insgesamt vergibt iFixit nach den 28 Schritten des Zerlegens eine 2 von 10 auf der Skala der Reparierbarkeit (wobei 10 am einfachsten wäre). Damit liegt das neue iPad auf dem gleichen Niveau wie sein Vorgänger – denn dessen Wertung wurde mindestens zweimal nach unten korrigiert.

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