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Veröffentlicht am  16.03.12, 14:37 Uhr von  Alexander Trust

Cabelas Big Hunter 2012

cabelasbiggame2012

Letztes Jahr bereits machte ich mit dem Vorgänger von Cabelas Big Hunter 2012 erste Jagd Erfahrungen. Allerdings war das Spiel zu linear aufgebaut, richtig schwer und teilweise sehr frustrierend. Gespannt war ich auf den zweiten Teil, macht er einiges besser? Welche Tiere darf man schießen und vor allem ist auch Abwechslung geboten? Das alles erfährt ihr in unseren Test.

Top – Die Wette gilt

Der erste Unterschied zum Vorgänger machte sich schon in wenigen Augenblicken der Kampagne bemerkbar. Dieses Mal ist das jagen wirklich im Vordergrund und die Story irrelevant. Es gibt zwar eine, allerdings ist sie eher das Sahnehäubchen im Spiel.
Ihr spielt einen Jäger und macht euch in verschiedenen Gebieten auf die Reise um die besten Jagdtrophäen zu ergattern. Jeder hat dabei sein Jagdgebiet wo er die einzelnen Tiere erlegen darf. Die Kontrahenten von euch werdet ihr also nahezu gar nicht zu Gesicht bekommen, da diese natürlich auf den eigenen Gebieten unterwegs sind. Es geht also darum, dass ihr möglichst viele Punkte macht, um an Ende einer Mission als bester Jäger abzuschneiden. Mit Funkgerät und Kamera ausgerüstet erhält ihr vom leitenden Jäger eure Befehle.
In der Regel sind die Missionen immer gleich aufgebaut: Ihr betretet ein Gebiet und sucht nach Spuren eurer Tiere und Jagd diese anschließend. Immer wieder mal tauchen kleine Tiere wie Kaninchen, Füchse oder Vögel auf, die ihr optional erledigen könnt, was euch zusätzliche Punkte für die Missionen bringt. So kann eine Nebenaufgabe lauten, dass ihr zehn Füchse und drei Hasen mit erledigt.

 

Ein bisschen Abwechslung bitte

Damit die Missionen nicht ganz so linear aufgebaut sind, wurden noch ein paar Nette Features eingebaut. So gibt es in jedem Gebiet versteckte Wege, die ihr finden könnt. Habt ihr so einen Ort gefunden, kann es passieren dass ihr Tiere in besonderer Aktion beobachten dürft. Aber was nützt euch das Beobachten für eure Jagdtrophäe? Damit ihr auch ordentlich Punkte absahnen dürft, solltet ihr die Tiere fotografieren. In der Regel bekommt ihr immer eine entsprechende Anweisung, wenn ihr das Geheimgebiet gefunden habt. So müsst ihr zum Beispiel einen Puma fotografieren, welcher sich gerade an einen Ochsen heranschleicht. Dass ihr dazu nicht allzu viel Zeit habt, sollte euch klar sein, denn der Puma wartet sicherlich nicht, bis ihr für das Foto bereit seid. Umso besser ihr die Tiere vor die Linse bekommt, desto mehr Punkte gibt es natürlich.
Allerdings ist das Fotografieren und die Nebenmissionen auch schon alles was ihr an Abwechslung bekommt.
Allerdings haben die Entwickler sich einige Kritiken vom Vorgänger zu Herzen genommen und doch einiges neue Funktionen eingebaut, die das Spiel ungemein bereichern. Der Jagd Sinn ist nach wie vor noch derselbe wie im Vorgänger. Über einen Tastendruck schaltet ihr diesen ein und könnt Spuren und Gefahren erkennen. Es ist enorm wichtig, dass ihr eure Ziele nicht verschreckt, denn sonst laufen sie davon und ihr dürft wieder vom letzten Checkpoint aus beginnen, welche meist sehr ungünstig liegen und teilweise sehr viel Frust aufkommen lassen.
Doch wie schleicht man sich an eine Wildsau gekonnt an? Der Jagd Sinn alleine reicht euch nicht aus. Ihr müsst einerseites sehr langsam und euch unauffällig bewegen und die Gefahren erkennen. Wenn ihr zum Beispiel ein einen Teichreinfällt oder auf großes Laub tretet, werden die Ziele diese Geräusche wahrnehmen und die Flucht ergreifen. Zudem sollt ihr jeden Busch und Baumstamm als zusätzliche Tarnung nehmen.
Von den Tieren her hätten wir uns auch mehr Abwechslung gewünscht. Hauptsächlich Jagt ihr nur irgendwelche Hirsche oder Wapitis. Auch für die Nebenziele wären mehr kleine unterschiedliche Tiere wünschenswert gewesen.

Punkte nach eurem Bemessen

Teilweise werden euch auch Freiheiten in den einzelnen Missionen geboten. Es versteht sich von selbst, dass ihr mehr Punkte ergattern könnt, wenn ihr ein paar Risiken eingeht. Durch den Jagd Sinn könnt ihr mehrere Posten erkennen, von welchen aus ihr am besten schießen könnt. Umso „gefährlicher“ der Posten ist, umso mehr Punkte gibt es. Aber wann gelten diese als Gefährlich. Naja wenn ihr zum Beispiel erstmal durch eine extrem schreckhafte Herde von Rehen durchschleichen müsst, um auf dem großen Jäger Posten zu kommen, bringt das sicherlich mehr Punkte. Auch werden die einzelnen Schüsse gewertet. Ein Nackenschuss kann sich durchaus mehr lohnen, als ein einfacher Schuss in die Lunge.
Dass eine Jagd auch Gefährlich sein kann dürfte jeden unter euch klar sein. An jeder Ecke in der Safari lauern Raubkatzen oder Krokodile. Wenn ihr also leise durch die Gegend pirscht wird euch unter Umständen ein schnell erscheinendes Krokodil erschrecken. Ihr habt dann nur ein paar Sekunden Zeit auf dieses zu zielen und es zu erlegen, bevor ihr zum Frühstück endet.
Wenn ihr ein Tier erlegt habt, wird ein Foto davon geschossen. Wer diese Jagd Trophäe gerne für jeden sichtlich machen möchte, kann die Bilder auch direkt auf Facebook uploaden.

Das wichtigste ist eure Ausrüstung

Ein Jäger ohne Gewehr ist wohl wie eine Currywurst ohne Pommes. Natürlich habt ihr eine große Anzahl an Waffen, die ihr sogar gegen Bares aufwerten und verbessern könnt. Dabei macht jede Waffe einen anderen Sinn, was uns durchaus sehr gut gefallen hat. Während ihr Kaninchen mit der Lauten Shrotgun an den Pelz rückt, benutzt ihr euer Gewehr für Präzise Schüsse in den Nacken. Allerdings sind diese beiden Waffen sehr laut, sodass unter Umständen eure Ziele vorgewarnt werden und sich danach sehr schnell verdrücken. Im Laufe des Spiels erhaltet ihr deshalb einen sehr guten Bogen, mit dem ihr die Tiere leise ausschalten könnt. Hier ist allerdings der Nachteil, dass ihr den Wind und die Flugbahn einbeziehen müsst, da ihr sonst das Ziel verfehlt.
Was machen wir aber, wenn das Ziel hinter einem Baum steht und nicht herauskommen möchte? Für diesen Fall habt ihr eine Pfeife dabei, mit der ihr euer Opfer hervorlocken könnt. Es gibt doch nichts über Paarungswillige Männer, die diesen Lockruf nicht widerstehen können. Apropos Männchen, ihr dürft im Spiel nicht auf Jungtier oder weibliche Tiere schießen, ansonsten ist die Jagd sofort vorbei! Diese könnt ihr ebenfalls mit Hilfe des Jagd Sinns erkennen.

Technik, die uns in bestimmten Bereichen nicht überzeugen konnte

Eins gleich mal vorweg, das Spiel sieht Grandios aus. Teilweise sind manche Orte gar nicht von realen zu unterscheiden. Ihr befindet euch unter anderem in einer Steppe, in einem Sumpf oder gar in einem großen Wald. Alle Areale sehen wirklich fantastisch aus. Die Bäume bewegen sich ganz natürlich (mit dem Wind), alles sieht schön und detailliert aus und die Tiere bewegen sich auch sehr realistisch! Ihr hört den Bach rauschen, den Wind pfeifen und ab und zu auch mal eine Fliege, die ich kurz belästigen will. Kurzum die Atmosphäre ist gigantisch gut.
Allerdings sind ein paar Sachen im Spiel nicht ganz so optimal. Zum einen passt die Kollisionsabfrage so gar nicht. Oftmals trifft ihr die Tiere, aber sie laufen weiter als wäre nichts passiert. Das ist besonders ärgerlich, wenn ihr nur ganz kurz Zeit habt eine bestimmte Zahl an Tieren zu erlegen. Man ballert auf Viecher ein und nichts passiert. So fliegt ihr sehr schnell zum letzten Checkpoint zurück und dürft euch unter Umständen nochmal auf dem Weg machen und alle Gespräche nochmal anhören. Insgesamt ist dies sehr frustrierend und wir hoffen, dass zumindest die Kollisionsabfrage per Update nachgebessert wird.
Im Spiel habt ihr auch die Möglichkeit Playstation Move zu benutzen. Move funktioniert eigentlich genauso gut wie mit dem normalen Controller, allerdings ist das eben Geschmackssache, ob man lieber so spielt. Auch hier ändert sich nichts an dem Problem mit der Kollision.

Multiplayer

Im Spie selbst habt ihr die Möglichkeit mit bis zu vier Spieler die Schießstände unsicher zu machen. So gilt es in einer gewissen Zeit eine hohe Anzahl an Tieren zu erlegen, die vor euch erscheinen. Ist eine ganz spaßige Angelegenheit. Einen echten Koop Modus zu den Missionen hätten wir uns sehr gewünscht. Es macht bestimmt sehr viel Spaß, gemeinsam mit einem Kumpel auf Jagd zu gehen.

Fazit:

Insgesamt konnte uns Cabelas Big Hunter 2012 durchaus sehr überzeugen. Das Spiel leidet zwar auch wieder ein bisschen an Abwechslung, allerdings wurden nette neue Features eingebaut, die das Game sinnvoll erweitern. Die Wildnis sieht super aus, das Jagen macht Spaß und der Schwierigkeitsgrad ist fordernd, was will man mehr. Die Checkpoints und die Kollisionsabfrage sind noch Kritikpunkte unsererseits, ansonsten bekommt man hier genau das was man sucht. Deshalb auch die Wertung, es ist nicht zu vergleichen mit Ego Shooter oder sonstiges, sondern mit einem Jagd Simulator – einen sehr guten Jagt Simulator! Wir hatten sehr viel Spaß! Wir sehen uns in der Wildnis!

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