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Veröffentlicht am  16.03.12, 10:53 Uhr von  

Sparrow für iOS – Konkurrenz für Apples Mail?

Sparrow für iOSSparrow, das von vielen geliebte Mailprogramm für den Mac, hat genau wie Byword den Sprung auf iOS gewagt.

Gerade die Gmail-Nutzer werden sich freuen, so zeigt Sparrow zum Beispiel die Labels mit unterschiedlichen Farben an. Allerdings sind dies nicht unbedingt genau die gleichen Farben, die man aus der Webansicht kennt, dies kann (noch) nicht synchronisiert werden.

Aber Sparrow hat einen entscheidenden Nachteil, der für viele ein KO-Kriterium sein wird. Bisher unterstützt Sparrow – im Gegensatz zu Apples eigenem Mail-Programm – kein Push-Mail, benachrichtigt also nicht sofort beim Eintreffen einer Mail auf dem Server.

Das liegt daran, dass Sparrow die Login-Namen und Passwörter auf ihren Servern speichern müsste, wenn das Unternehmen den Nutzer Push-Mail zur Verfügung stellen wollte. Dazu ist das junge Startup-Unternehmen aber nicht bereit, weil es nicht die Verantwortung für etwaige Sicherheitsrisiken übernehmen will.

Es gibt zwar eine sichere Lösung über eine Programmierschnittstelle, allerdings wurde die erste Version von Sparrow, die mit dieser Lösung eingereicht wurde, von Apple abgelehnt.

Bei Sparrow hofft man, Apple umstimmen zu können, indem möglichst viele Nutzer darum bitten, diese Lösung zuzulassen. Sparrow hat eine Seite eingerichtet, auf der man seine Mail hinterlassen und damit zeigen kann, dass man sich Push für Sparrow wünscht.

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Von der fehlenden Push-Funktion mal abgesehen, sind viele Dinge sehr viel eleganter gelöst als bei Apples Mail-Programm oder auch der App von Google Mail.

Einer der Vorteile gegenüber Apples Mail: In Sparrow kann man zuerst eine Mail schreiben und dann ein Foto schießen oder aus dem Album wählen und es anhängen. Dafür ist Sparrow aber bis jetzt nur im Hochformat verfügbar, das Querformat soll erst in einer späteren Version unterstützt werden.

Die Navigation zwischen unterschiedlichen Mail-Konten und -Nachrichten erfolgt durch Wischen, schnell, flüssig und intuitiv. Die Fotos der Kontakte holt sich Sparrow aus Facebook, wenn man der App die Erlaubnis dazu erteilt.

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Wenn die Push-Funktionalität (hoffentlich) folgt und einige Kinderkrankheiten wie fehlendes Querformat beseitig sind, wird Apple sich etwas einfallen lassen müssen, um mit dem hauseigenen Mail-Programm konkurrenzfähig zu bleiben. Schon jetzt ist Sparrow* eine ernstzunehmende Alternative, die man für 2,39 € herunterladen kann. Interessant für alle iOS-Nutzer mit IMAP- oder Gmail-Konten, die auf Push-Mail verzichten können und sich eine elegante Mail-App mit einigen Extras wünschen.

* = Affiliate

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 5 Kommentar(e) bisher

  •  Tobias sagte am 16. März 2012:

    Super!
    Es gibt sicherlich mehrere Apps, die ohne irgendeinem Hinweis die unsichere Variante verwendet.

    Antworten 
  •  Lurker73 sagte am 16. März 2012:

    Fehlendes Push empfinde ich jetzt nicht als großen Nachteil:
    a) Apple pusht in Deutschland auch nicht mehr:
    http://www.focus.de/digital/computer/telekommunikation-motorola-legt-apple-mail-nach-patentsieg-zuegel-an_aid_717366.html

    b) Funktioniert Push (außerhalb Deutschlands) eh nur für die iCloud (me.com) Adresse, mit eigener E-Mail Adresse oder einer Adresse eines anderen Anbieters pusht da auch nix.

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  •  fm sagte am 16. März 2012:

    Wenn man sein GMail-Konto als Exchange-Konto einrichtet, kann man Push schon nutzen.

    Aber ich sitze sowieso meist vor dem Rechner, und wenn nicht, hat eine Antwort eigentlich immer ein bisschen Zeit. Aber einige Leute brauchen Push anscheinend.

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  •  Intro sagte am 17. März 2012:

    @fm einige leute brauchen push>nunja es gibt halt leute die kleben nicht am schreibtisch fest und sind beruflich als auch privat unterwegs und deren kommunikation findet vielfach per mail statt.

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  •  fm sagte am 17. März 2012:

    @Intro, auch unterwegs kann man z.B. alle 15 Minuten seine Mail abrufen. Dazu benötigt man kein Push. Und wenn wirklich eine sofortige Entscheidung getroffen werden muss, kann man ja immer noch telefonieren.

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