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Veröffentlicht am  21.03.12, 14:54 Uhr von  Stefan Keller

Apple vs. Nokia, Motorola und RIM: Streit über Micro-SIM-Nachfolger

AppleWie sieht die Zukunft der SIM-Karte aus? Darüber versuchen sich momentan Apple und einige andere Hersteller von Mobiltelefonen zu einigen. Am liebsten hätte Apple überhaupt keine SIM-Karte mehr, aber dieses Konzept wird an Mobilfunkbetreibern scheitern. Welches Format in Zukunft genutzt wird, sorgt derzeit für Diskussionen.

Die Financial Times berichtet darüber, wie sich Apple derzeit mit konkurrierenden Unternehmen anlegt, um möglichst den eigenen Vorschlag für einen Nachfolger der Micro-SIM-Karte als Industrie-Standard zu etablieren. Das zugrundeliegende “Problem” an der Sache ist dasselbe wie vor zwei Jahren beim Übergang von der SIM- zur Micro-SIM-Karte: Eine kleinere Karte sorgt für mehr Platz im Gerät.

Motorola Mobility, Research In Motion (RIM, bekannt durch BlackBerry-Smartphones) und Nokia haben sich für ein Format entschieden, das als “Nano-SIM” bekannt ist. Dieses Format ist dünner und um ein Drittel kleiner als die bisherige Micro-SIM-Karte, die beispielsweise in iPads, iPhones (ab iPhone 4) und der “Nokia Lumia”-Serie zum Einsatz kommt. Apple passt der Vorschlag allerdings nicht und hat einen Gegenvorschlag eingereicht.

Dies ist genau der wunde Punkt an der Sache: Während Apple die meisten europäischen Mobilfunkbetreiber auf seiner Seite hat, befürchtet die Konkurrenz, dass Apple möglicherweise Patente an diesem Format sein Eigen nennt. Welcher Vorschlag nun tatsächlich gewinnt, hängt von einer Abstimmung beim European Telecommunications Standards Institute (ETSI) ab.

Die Abstimmung ist der zweite Punkt, mit dem beispielsweise Nokia nicht einverstanden ist. Mit derzeit 92 Stimmen haben die Finnen die meisten Vertreter im Rat, allerdings versucht Apple, sich ein paar weitere Stimmrechte zu erschleichen. Mit sechs neu registrierten Tochterfirmen in Europa hat man sich zur Vollmitgliedschaft beworben – Firmen, die mehr als 8 Milliarden Euro Umsatz erzielen, können bis zu 45 Stimmen bekommen. Dieses Vorgehen passt Nokia nicht, weshalb die Finnen nachfragen, ob es in Ordnung ist, wenn ein Unternehmen sein Stimmrecht durch mehrere Mitgliedschaftsanträge ausweitet.

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