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Veröffentlicht am  29.03.12, 17:34 Uhr von  

Fujitsu ScanSnap S1100: Kompakter, mobiler Scanner für Dokumente

ScanSnapScanner müssen nicht immer sperrig und groß sein. Der ScanSnap S1100 beweist das Gegenteil und ist noch dazu so kompakt, dass er in jedem Aktenkoffer Platz findet. Wir haben uns den kompakten Dokumentenscanner einmal angeschaut und verraten, für welche Aufgaben er besonders geeignet ist.

 

Der Scanner

Der erste Gedanke, der mir beim auspacken des ScanSnap S1100 kam: “Oh, der ist aber klein.” Tatsächlich misst das Gerät gerade einmal 27,3 cm in der Länge (also etwas breiter als ein Blatt Din A4-Papier) und 4,75 cm in der Breite. Mit 350 Gramm ist er zudem vergleichsweise leicht. Die Auflösung des Geräts liegt bei 600 dpi. Über eine kleine Klappe auf der Oberseite des Geräts kann man das eingelegte Papier direkt wieder nach vorne umleiten lassen, ohne die Klappe werden die Dokumente auf der Rückseite wieder ausgegeben.

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Die Anwendung mit dem Mac

Die Installation des Scanners ist einfach: Man benötigt den auf der beiligenden CD enthaltenen ScanSnap Manager, der innerhalb weniger Minuten installiert ist. Danach kann man auch schon loslegen: Scanner per USB-Kabel anschließen, Papier oder Dokument einzeln in den Einzugschacht einlegen und mit Hilfe des Scan-Buttons den Vorgang starten. Über die Software lässt sich dann auswählen, in welcher Form das gescannte Dokument genutzt werden soll. Bei Bedarf kann man es in PDF-Format umwandeln, direkt per Mail versenden oder auch über Evernote weiterverwenden und per OCR-Software in reinen Text verwandelt werden.

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Welche Formate kann ich scannen?

Laut Spezifikationen braucht der Scanner je nach Scanqualität etwa 7,5 Sekunden für ein A4-Blatt. Unterstützt werden diverse Formate, als Maximalwerte gibt Fujitsu 21,6 x 36 cm an. Grundsätzlich kann alles, was in diese Grenzen passt, durch den Scanner geschoben werden. Als Beispiel haben wir im Büro einen Stapel Belege durch den Scanner geschoben: Diese wurden nicht nur korrekt gescannt, sondern auch anständig ausgerichtet und ausgeschnitten. Selbst Kreditkarten und Ausweise lassen sich mit dem Scanner einlesen, getestet haben wir dies mit einer EC-Karte, die unversehrt wieder aus dem Scanner herauskam.

 

Was geht nicht?

Ein automatischer Scan mehrerer Seiten ist mit dem ScanSnap S1100 nicht möglich. Jede Seite muss manuell in den Einzugschacht gelegt werden, dies funktioniert recht zuverlässig und verbraucht nur bedingt mehr Zeit. Grundsätzlich sollte man aber bedenken: Der kompakte Scanner ist von Grund auf vor allem für unterwegs und den schnellen Scan zwischendurch gedacht. Wer größere Ansprüche stellt, der sollte über die Anschaffung eines Einzugsscanners nachdenken.

 

Die Scanqualität

Wir mussten bei der Masse an Scans, die bei uns mit dem Scanner getätigt wurden, eines feststellen: Während Scans mit Texten recht problemlos und qualitativ gut abgewickelt wurden, zeigte der Scanner bei flächigeren Grafiken einige Schwächen und scannte etwas streifig, zudem stimmten die Scanfarben nicht immer mit den vorhandenen Vorlagen überein.

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links: Der Scan. rechts: ein Foto des gescannten Bogens.

Außerdem muss man je nach Zustand des eingelegten Dokuments mit Scanmängeln rechnen: vor dem Scan gefaltete Blätter wurden an den Knickstellen relativ unsauber gescannt.

 

Zusatzfeatures

Gescannte Dokumente können bei Bedarf auf ein iOS-Gerät übertragen werden. Notwendig ist hierfür eine direkte Verbindung von Mac und iPhone/iPad via WiFi, außerdem muss auf dem iOS-Gerät die App ScanSnap Connect* installiert sein.

 

Fazit

Der ScanSnap S1100 ist vor allem für all jene Anwender geeignet, die eine kompakte Alternative zum klassischen Flachbettscanner suchen, oder viel unterwegs sind. Gerade bei Textdokumenten beweist der ScanSnap S1100 wahre Stärke, wer in großen Mengen Scans machen muss oder Fotos scannen möchte, der sollte sich einen anderen Scanner auswählen. Zudem ist der Preis ein Faktor, der beachtet werden muss: Mit rund 200€ gehört er eher in die obere Preiskategorie.

3/5Testurteil: 3/5 Macs
Bezeichnung: ScanSnap S1100
Hersteller: Fujitsu
Preis: ca. 200 €*

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 3 Kommentar(e) bisher

  •  Michael sagte am 30. März 2012:

    Ihr vergleicht tatsächlich den Scan mit einem viel zu dunklen Foto, auf dem der weiße Hintergrund als blasses Lila dargestellt wird?
    Um zu demonstrieren, dass „die Scanfarben nicht immer mit den vorhandenen Vorlagen überein” stimmen?

    Antworten 
  •  kg sagte am 30. März 2012:

    @Michael es ging vor allem um das flächige Grün, dessen Farbton wurde vom Scanner massiv ins grelle gezogen.

    Antworten 
  •  hoTodi sagte am 1. April 2012:

    Ich hab mir das Teil letztes Jahr ausführlich auf der CeBIT angeschaut. hat echt was das Teil und könnte den Arbeitstag um einiges erleichtern wenn man endlich mal auf Digital umsteigen möchte :)

    Hier mein Video nebst Interview dauz: http://youtu.be/z7MI2Hecs48

    Antworten 

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