MACNOTES

Veröffentlicht am  3.04.12, 13:49 Uhr von  Stefan Keller

Erste Ivy-Bridge-Benchmarks unter OS X Lion mit Hackintoshes

IntelDie dritte Generation von Intels Core-i-CPUs steht vor der Tür. Sie wurden unter dem Codenamen Ivy Bridge entwickelt und sollen im April auf den Markt kommen. Vermutlich wird sich Apple die Markteinführung nicht nehmen lassen und die neuen Core-i-CPUs als Anlass für ein Hardware-Upgrade nutzen. Welche Performance uns hier erwartet, zeigen erste Geekbench-Ergebnisse.

Hackintoshes zeigen, welche Leistung in den kommenden Ivy-Bridge-CPUs aus dem Hause Intel steckt. Dass Apple die neuen Chips in kommende Macs einbauen wird, steht außer Frage. Interessant wäre neben dem “Wann?” noch das “Lohnt sich ein Upgrade?”. Zumindest letzteres kann nun mithilfe von Benchmarkergebnissen von Geekbench auf einem Ivy-Bridge-Hackintosh tendenziell beantwortet werden.

Die aktuell schnellste CPU, die man in einem Sandy-Bridge-Mac haben kann ist der Core i7-2600, der 3,4 GHz über 4 Kerne mit insgesamt 8 Threads verteilt. Man kann ihn in einem 27-Zoll-iMac einbauen lassen. Dieser Prozessor erreicht bei Geekbench einen Wert um die 12000 Punkte, bei seriös aussehenden Modellen ist es etwas weniger.

Die kommende Prozessorgeneration wird momentan durch den Benutzer hiwa vertreten und steckt in einem Hackintosh, also einem PC, der per Software-Manipulation Mac OS X laufen lassen kann. Übrigens musste der Darwin-Kernel modifiziert werden, um einen Startvorgang erfolgreich abzuschließen, wie TonyMacX86 berichtet. Wenn Apple OS X auf Ivy Bridge anpasst, dürften also eher noch ein paar Optimierungen zu erwarten sein. Der verbaute Chip ist der Core i7-3770K, der nominell mit 3,5 GHz betrieben wird und damit nur unwesentlich höher taktet als der i7-2600. Eine Spanne von 1000 Punkten umfassen die einzelnen Tests; mit einem Durchschnittswert von 11500 Punkten (Sandy Bridge) und dem kleinsten Wert von 12565 (Ivy Bridge) ergibt sich bei einer Taktdifferenz von 2% ein Performanceunterschied von 8%, gemessen am schnellsten Wert von hiwa, den 13453 Punkten liegt der Unterschied sogar bei 17%.

Normalisiert auf 3,5 GHz hätte der Sandy-Bridge-Chip etwa 11840 Punkte zu erwarten – im Vergleich zum Ivy Bridge ergibt sich dann ein normalisierter Performanceunterschied von 6% bis 14%. Das ist zwar ganz ordentlich, deckt sich aber mit den geleakten Benchmarkergebnissen von Intel. Wenn man also nicht auf die integrierte Grafikeinheit angewiesen ist, die deutlich schneller sein soll, dürfte die allgemeine Rechenleistung kaum ein Argument für ein Upgrade sein. Interessant könnte höchstens der zu erwartende USB-3.0-Anschluss sein, der lange überfällig ist, aber nun endlich in die Intel-Chipsätze implementiert werden soll und damit auch in Macs zu erwarten sein dürfte.

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 3 Kommentar(e) bisher

  •  stk sagte am 3. April 2012:

    Um den Ivy-Bridge-Prozessor zu verwenden, brauchte der Anwender einen Patch des OS-X-Kernels. Und ein eigener Bootloader, der eine geeignete EFI-Umgebung simuliert, ist eine Software-Manipulation, weil ein BIOS oder EFI hat ein PC ja eigentlich ohne einen solchen Loader. Der Loader lässt dann nur die Nachwelt wissen, dass es jetzt ein Mac ist und das ist schon irgendwie eine Software-Modifikation (des PCs).

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  •  stk sagte am 3. April 2012:

    Der Bootloader überschreibt Speicherbereiche, damit die andere Software etwas denkt, was nicht der Fall ist. So gesehen wird der Arbeitsspeicher gepatcht, aber das ist dann am Ende auch eine Modifikation.

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  •  Robert sagte am 3. April 2012:

    Blos weil der Hackintosh nicht schnell ist, sagt das nichts über die Leistung. Windows holt wesentlich mehr aus der CPU heraus, von der Garfik gar nicht zu sprechen. Schon jetzt schlägt ein übertackteter 2600 einen MacPro mit zwei Xeons (Quadcore). Vom Preis will ich gar nicht reden. Hoffentlich hat man bei Mountain Lion ein wenig an der Performance geschraubt.

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