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Veröffentlicht am  8.05.12, 16:22 Uhr von  Stefan Keller

Neue Macs mit Ivy-Bridge-CPUs: Was in iMac, Mac mini, Mac Pro und MacBook verbaut sein könnte

AppleIntel hat vor Kurzem nach einiger Verzögerung die neuen Ivy-Bridge-Chips freigegeben, in Kürze wird mit ersten Computern gerechnet, die die neuen Prozessoren in sich tragen. Darunter fallen auch Rechner aus dem Hause Apple, waren doch die Macs im letzten Jahr bei der Vorstellung von Sandy Bridge Launchpartner.

Aber welche Prozessoren kommen denn für welche Rechnergattungen im Bereich der Macs eigentlich in Frage? Dem ist World of Apple nachgekommen und hat zusammengefasst, was alles denkbar wäre. Grundlage dessen sind die Beobachtungen aus den letzten Jahren, besonders mit Sandy Bridge. Intel entwickelt neue Chips nach dem “Tick-Tock”-Muster, wobei “Tock” für eine komplett neue Architektur steht und “Tick” für eine Verbesserung der bestehenden. So war Sandy Bridge im letzten Jahr in gewisser Weise eine große Änderung am Chip, während Ivy Bridge ein Performance-Update ist.

Ivy Bridge wird mit der 22-nm-Technologie gefertigt, wodurch sich ein geringerer Stromverbrauch ergibt – anders herum gedacht, kann man bei mehr Rechenleistung denselben Stromverbrauch erreichen. Weniger mit dem Chip als viel mehr mit dem Chipsatz haben andere Features zu tun, die uns in diesem Jahr erwarten, so PCI-Express 3.0, USB 3.0 und die Thunderbolt-Schnittstelle, die auch in PCs ihren Einzug halten soll und damit hoffentlich Hardware-Hersteller motiviert, Geräte für die Schnittstelle zu entwickeln. Aber auch auf dem Prozessor selbst gibt es Verbesserungen. Nennenswert ist da die Grafikleistung – wenngleich es sich hierbei um den einzigen, spürbaren Performance-Boost handelt.

Im Mac mini könnte laut World of Apple einer der folgenden Prozessoren seine Zelte aufschlagen (in Klammern dahinter steht der Ist-Zustand der aktuellen Mac mini). Da die meisten dieser Chips erst im Juni 2012 auf den Markt kommen werden, ist ein Update des Mac mini vor Juli oder August eher unwahrscheinlich:

  • Core i5-3320M, Dual-Core, 2,6 GHz (Core i5-2415M, Dual-Core, 2,3 GHz)
  • Core i5-3260M, Dual-Core, 2,8 GHz (Core i5-2520M, Dual-Core, 2,5 GHz)
  • Core i7-3530M, Dual-Core, 2,9 GHz (Core i7-2620M, Dual-Core, 2,7 GHz)
  • (Server) Core i7-3720QM, Quad-Core, 2,6 GHz (Core i7-2635GM, Quad-Core, 2,0 GHz)

Der iMac könnte bereits im Mai oder Juni aktualisiert werden, jedenfalls sind die meisten der Chips bereits bereits verfügbar. Das würde auch dazu passen, dass Apple im letzten Jahr im gleichen Zeitraum das iMac-Hardware-Update ausgepackt hat. Folgende Chips kämen wohl in die engere Wahl – in Klammern steht, welche an dieser Stelle momentan verbaut werden:

  • 21,5″: Core i5-3350S, Quad-Core, 3,0 GHz (Core i5-2400S, Quad-Core, 2,5 GHz)
  • 21,5″/27″: Core i5-3550, Quad-Core, 3,3 GHz (Core i5-2500S, Quad-Core, 2,7 GHz)
  • 21″: Core i7-3770, Quad-Core, 3,4 GHz (Core i7-2600S, Quad-Core, 2,8 GHz)
  • 27″: Core i5-3570K, Quad-Core, 3,4 GHz (Core i5-2400, Quad-Core, 3,1 GHz)
  • 27″: Core i7-3770K, Quad-Core, 3,5 GHz (Core i7-2600, Quad-Core, 3,4 GHz)

Über den Mac Pro traut sich World of Apple nicht allzu viel zu sagen – die Apple-Workstation wird traditionell mit Intel Xeon-Prozessoren betrieben und hat ihr letztes Update im August 2010 erhalten. Ob und wann ein Update für dessen Hardware erscheint, ist daher schwer zu sagen; mit Thunderbolt wurde jedenfalls noch kein Mac Pro ausgestattet, obwohl im letzten Jahr ansonsten alle Macs dahingehend aktualisiert wurden.

Auch bei MacBook Pro fällt eine Aussage schwer. Theoretisch wäre es möglich, dank gesenkter Leistungsaufnahme, bereits das Einsteigermodell mit 13 Zoll Bildschirmdiagonalen mit einem Quad-Core-Prozessor auszustatten. Auf der anderen Seite gibt es recht laute Gerüchte, dass die MBP ein neues, dünneres Gehäuse bekommen sollen, was die Zusammenstellung der Innereien über den Haufen werfen würde. Eine neue Generation erwarten die Kollegen im Juli oder August.

Etwas einfacher wird es da bei den MacBook Air – den vermutlich einzigen Ultrabooks, die sich derzeit ordentlich verkaufen. Diese könnten mit einem möglichen Hardware-Update, das für Juli oder August erwartet wird, etwas schneller werden, viel mehr aber auch nicht. Hier die möglichen Chip-Auswahlen (in Klammern dahinter der Ist-Zustand):

  • 11″: Core i5-3317U, Dual-Core, 1,7 GHz (Core i5-2467M, Dual-Core, 1,6 GHz)
  • 13″: Core i5-3427U, Dual-Core, 1,8 GHz (Core i5-2557M, Dual-Core, 1,7 GHz)
  • 11″/13″: Core i7-3667U, Dual-Core, 2,0 GHz (Core i7-2677M, Dual-Core, 1,8 GHz)

Nicht ganz unabhängig sind die Schätzungen auch von Intel, denn der Chiphersteller muss die Prozessoren in halbwegs großen Stückzahlen liefern können, bevor Rechner mit ihnen gebaut werden können.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 3 Kommentar(e) bisher

  •  Löbling sagte am 8. Mai 2012:

    Ich hoffe vielmehr, dass das nächste MacBook Pro leiser im Last-/Spielbetrieb wird. Immerhin schafft es Samsung auch manche seiner Geräte auf 37db zu halten statt um die 48db (mein MBP Late 2011). Siehe z.B. das neue Series 9 – wird zwar ein Heizkissen, aber mit einem “größeren” MacBook Pro sollte doch eine ähnliche Geräuchkulisse bei niedrigeren Temperaturen möglich sein.

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  •  Fabian sagte am 8. Mai 2012:

    Mich verwirrt neben den ganzen potentiellen neuen Prozessoren vielmehr die Erscheinungsdaten. Überall liest man, dass ein Release der neuen MacBooks (Air und Pro) kurz bevor steht und nun lese ich August?! Es sind zwar ‘nur’ Monate, aber unter kurzfristig verstehe ich dann doch was anderes.

    Dann werde ich wohl doch nicht warten und jetzt beim Air zugreifen… Schade eigentlich.

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  •  stk sagte am 8. Mai 2012:

    @Fabian
    Man weiß eben nicht, was hinter den Kulissen abläuft. Die Einschätzungen basieren auf Informationen von Intel – wenn jetzt ein Wald-und-Wiesen-OEM kommt und sagt, er braucht 100.000 Prozessoren, wann könnt ihr liefern.
    Es könnte aber sein, dass Apple vorzeitig schon mit großen Stückzahlen beliefert wird, dann verschieben sich die Daten natürlich nach vorne. So war es ja letztes Jahr bei den MBP.

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