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Veröffentlicht am  14.05.12, 17:27 Uhr von  

Kaspersky: Mac OS X ist ziemlich unsicher, aber Hilfe naht

OS X LionDer Sicherheitsdienstleister Kaspersky aus Russland hat sich in der Vergangenheit gerne damit zitieren lassen, wenn es darum ging, dass Apple-Betriebssysteme Schwachstellen aufweisen, die von Angreifern ausgenutzt werden könnten. Um den Ratschlägen nun auch Taten folgen zu lassen, soll Apple Kaspersky eingeladen haben, um die Sicherheit in OS X zu verbessern.

Der Chief Technology Officer Nikolai Grebennikov von Kaspersky Labs hat mit dem britischen Magazin Computing gesprochen und dabei verraten, dass Apple seine Firma angeheuert hat, um die Sicherheit in den eigenen Betriebssystemen zu verbessern. Vor Kurzem habe die Firma angefangen, die Mac-OS-Plattform auf Herz und Nieren zu überprüfen. Dabei werden die Schwachstellen überprüft und mit Malware verglichen, die diese Lücken auszunutzen versucht.

Laut Grebennikov ist Apple viel zu nachlässig, was Sicherheit angeht. Dafür fällt ihm direkt ein Beispiel ein – es heißt Flashback und hat kürzlich für Furore gesorgt. Bereits im Frühjahr hat Oracle die ausgenutzte Sicherheitslücke in Java geschlossen, aber in OS X kümmert sich Apple selbst um die Java-Runtime. Dementsprechend wurde die Lücke erst geschlossen, als das Kind bereits im Brunnen lag. Das sei jedoch viel spät gewesen, so der Technologe von Kaspersky.

Überhaupt hält er sich im Bericht die ganze Zeit am Flashback-Trojaner fest. Er zeige anschaulich, dass Apples Vorstellung von Sicherheit und der Umgang mit Lücken nicht perfekt ist. Computing schlussfolgert aus dem Gespräch, dass sich aus dem Auftrag, OS X abzusichern, eine langfristige Geschäftsbeziehung zu entwickeln scheint.

Aber nicht nur auf OS X hat man es bei Kaspersky abgesehen, auch das mobile Betriebssystem iOS steht im Kreuzverhör. Binnen eines Jahres erwartet Kaspersky gezielte und vor allem erfolgreiche Angriffe auf iPhones und iPads. Das sage Kaspersky die Erfahrung, die man gesammelt habe. Grebennikov gab aber zu, dass wenigstens momentan noch keine Malware unterwegs ist, die es auf iOS abgesehen hat.

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 2 Kommentar(e) bisher

  •  Sasha sagte am 20. Mai 2012:

    An Kaspersky erinnere ich mich dunkel aus meinen WinPC Zeiten.
    Macht den Rechner massiv langsamer und schützt nur vor altem Scheiß, den man sich mit umsichtiger Nutzung auch nicht einfängt.
    Außerdem sind iOS Geräte durch die hohe Update-Rate kein lohnendes Ziel.
    Viel heiße Luft von jemandem der seine Felle davonschwimmen sieht.

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  •  Kevin sagte am 20. Mai 2012:

    ich kann deinen kommentar nicht nachvollziehen. also kaspersky lief auf meinem windows pc sehr flüssig und tut es via bootcamp immer noch. es ist mit sicherheit einer der besten scanner den man überhaupt haben kann. kaspersky gibt es bereits für android und für mac auch. für ios benötigt man sowas auch mit sicherheit nicht, weil, wie du schon sagtest, viel zu schnell update-wellen kommen (war ja bei den bisherigen sicherheitslücken immer spätestens 2 oder 3 tage später alles dicht).

    und gerade das kaspersky gegen so gut wie alles schützt, ist doch grade das gute daran. ist ja schon lange nicht mehr so das nur viren und trojaner interessant sind.

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