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Veröffentlicht am  11.06.12, 22:19 Uhr von  Stefan Keller

Apple stellt OS X 10.8 Mountain Lion zur WWDC vor, Release im Juli, Preis: 19,99 US-Dollar

OS X Mountain LionAuf der heute abgehaltenen Eröffnungskeynote zur Worldwide Developers Conference (WWDC) hat Apple nicht nur über Hardware, sondern auch über Software gesprochen. Konkret ging es dabei um die neue Version des Desktop-Betriebssystems OS X 10.8 Mountain Lion, das ab Juli über den Mac App Store vertrieben werden soll.

Grob kann man zusammenfassen: Mit OS X 10.8 Mountain Lion wird sich das Desktop-Betriebssystem noch näher an iOS annähern, als es bei Lion schon der Fall war. Ganz oben auf der Feature-Liste hat Apple die iCloud gesetzt. Damit wird es möglich sein, Mail, Kontakte, Kalender, Messages, Reminders und Notes zu verwenden und über mehrere Geräte hinweg zu synchronisieren. Außerdem soll es möglich sein, seine Daten via iCloud zu synchronisieren, wofür Programme wie Pages, Keynote und Numbers per Update angepasst werden.

Messages wird iChat ersetzen und neben den bekannten Features auch die iMessages, die von iOS bekannt sind, unterstützen. Apple will Handy-Nummer und Apple-ID nun miteinander koppeln, sodass iMessages auf iPhone, iPad und Mac gleichermaßen gelesen und beantwortet werden können. Andere Messenger-Dienste wie AIM, Yahoo, Google Talk und Jabber bleiben erhalten.

Des Weiteren wird mit Notifications ein Benachrichtigungssystem eingebaut, das an Growl erinnert und systemweit für Programme verfügbar ist, die dies gerne nutzen möchten. Dies funktioniert ähnlich wie in iOS ab 5.0. Wer nicht gestört werden will, kann alle Arten von Benachrichtigungen temporär abschalten.

Teilen ist weiterhin ein Thema in Mountain Lion, so können Links, Fotos, Videos und andere Inhalte per Klick an entsprechende Dienste weitergeleitet werden. Der Aufruf eines anderen Programms ist hierfür nicht notwendig. Unterstützt werden beispielsweise auch Dienste Dritter wie Facebook, Twitter, Flickr und Vimeo. Apropos Facebook: Das soziale Netzwerk wird ebenfalls ins System integriert und ermöglicht das Teilen von Fotos, Links, Kommentaren und Ortsangaben. Wer sich anmeldet, kann Facebook-Freunde in seinen OS-X-Programmen verwalten, so werden diese bei den Kontakten auftauchen und auch der Kalender wird um deren Geburtstage ergänzt.

Vom neuen iPad und dem iPhone 4S bekannt ist die Diktat-Funktion, die ähnliche Algorithmen benutzt wie die Sprachsteuerung Siri. Auch das Interface wird an iOS angelehnt. In der Keynote hat eine Sprachaufzeichnung und -auswertung erstaunlich gut funktioniert.

Nur neuen Macs (MacBook Air ab dritter Generation und Retina-MacBook-Pro) ist die Power-Nap-Funktion vorbehalten. Apple verspricht, dass sie sehr stromsparend und effizient ist. Während des Ruhezustands hält sich das System auf dem aktuellsten Stand. So werden iCloud-Daten abgeglichen und Apps aus dem Mac App Store aktualisiert, dasselbe gilt für das Betriebssystem an sich.

Bereits bekannt ist Gatekeeper, das aufpasst, dass nur Programme ausgeführt werden, die bestimmte Sicherheitsrichtlinien beachten, beispielsweise signiert sind oder auf Wunsch aus dem Mac App Store kommen müssen. Mit AirPlay Mirroring können bis zu 1080p-Inhalte kabellos auf ein HD-TV-Gerät mit Apple TV gestreamt werden. Weiterhin wurde Game Center implementiert und auf Mehrspielerpartien ausgelegt – ähnlich wie das bei Xbox Live bekannt ist. Auch Cross-Platform-Gaming ist so möglich.

Safari als der mitgelieferte Browser ist “mal wieder” schneller geworden, gemessen wurde hierbei aber nur die JavaScript-Performance. Des Weiteren gibt es iCloud Tabs, mit denen man auf geöffnete Tabs auf anderen Geräten zugreifen kann. Mit Tab View kann per Wischgeste auf andere geöffnete Tabs zugegriffen werden, das Interface dazu ähnelt jenem auf dem iPhone.

Insgesamt brüstet sich Apple damit, über 1700 neue Schnittstellen für Entwickler implementiert zu haben.

OS X 10.8 Mountain Lion soll ab Juli über den Mac App Store vertrieben werden. Das Upgrade für Anwender von Mac OS X 10.6 Snow Leopard und OS X 10.7 Lion ist für 19,99 US-Dollar zu haben, die lokalen Preise werden bei Markteinführung bekannt gegeben. Wer ab heute einen neuen Mac kauft, bekommt Mountain Lion gratis. Wer auf der WWDC anwesend ist, bekommt eine “fast fertige” Vorschau-Version von OS X Mountain Lion ausgehändigt.

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 3 Kommentar(e) bisher

  •  Alex sagte am 11. Juni 2012:

    Der ML-Preis ist eine Frechheit. Und erst weniger als 40% haben bislang überhaupt Lion installiert, deswegen dürfen auch SL User für 16 € upgraden. Für Apple eine Riesenpleite, die natürlich heruntergespielt wird. SL war das letzte brauchbare OS X, Lion und ML sind schläfrige Raubkatzen mit jeder Menge Bugs. In ML gibt es jetzt auch noch Gatekeeper, die Programm-Handschellen für Ängstliche. Viel Spaß damit – ich bleibe meinem flinken und fehlerfreien Snow Leopard treu. Apple verkommt zu einem Spielzeugladen.

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  •  Robert sagte am 12. Juni 2012:

    SL ist traurigerweise das letzte gute. Kein Wort über die Probleme von Lion. Man vergleiche nur FCX, gefühlte 10 mal schneller auf SL. Hilft nix, mit Apple gehts Berg ab..,

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  •  brian sagte am 12. Juni 2012:

    ich glaube auch, das apple alle innovation und resourcen in ios und ipad und iphone steckt und der rest schon lange abgeschrieben ist. lion und ml sind ja auch nur dafür da, dass die leute nicht aus allen wolken fallen, wenn dann aus osx und ios eins wird! wirklich innovationen für dektop benutzer gab es ja nicht. ok die gestensteuerung war gut. aber wenn ich schon den verkrüppelten finder und die kleinen schließbuttons in lion sehe, weiß ich ja schon wo apple mit mir hin will! ist quasi wie windows 8, da wird auch der desktopeinsatz komplett ignoriert! wir leben eben in der post-pc-ära! ohne touchsreens geht eben nichts mehr, was natürlich auch gutes hat!

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