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Veröffentlicht am  3.09.12, 16:16 Uhr von  

Bruce Willis will Apple verklagen wegen iTunes-AGB

Bruce Willis Bruce Willis, Foto: Gage Skidmore.

Bruce Willis hat drei Töchter: Rumer, Scout und Tallulah. Diesen möchte der Schauspieler irgendwann seine geliebte, digitale Musiksammlung vermachen. Nun hat er festgestellt, dass die iTunes-AGB ihn daran hindern könnten und möchte Apple deswegen vor Gericht bringen.

Die britische SUN berichtet, dass der Stirb-langsam-Darsteller Bruce Willis (57), auf Kriegsfuß mit den iTunes-AGB sei. Derzeit sehen diese vor, dass man trotz Bezahlung einen Song lediglich “dauerhaft leiht” und nicht “tatsächlich kauft”. Wenn man wie Willis, sich scheinbar Gedanken darüber macht, wie man seinen Nachlass verwalten möchte, wird dies zu einem Problem. Denn der Schauspieler könnte seine “riesige” Musiksammlung, in der sich auch Songs von Led Zeppelin oder den Beatles finden sollen, nicht ohne Weiteres an seine Töchter Rumer, Scout und Tallulah Willis vermachen, wie er es eigentlich plant.

In dem Bericht heißt es, dass eine angesammelte Musikkollektion zum Zeitpunkt des Todes quasi wertlos würde, weil der Inhaber die Inhalte nur geliehen und nicht gekauft hat. Offenbar befürchtet man in der Familie Willis, dass große Tauschaktionen dazu führen können, dass Apple den Account wegen Verstoßes gegen die AGB einfrieren kann.

“Lots of people will be surprised on learning all those tracks and books they have bought over the years don’t actually belong to them.”

Chris Walton

Der Anwalt von Willis, Chris Walton, wird zitiert mit den Worten, dass sich eine Menge Leute wundern würden, wenn sie feststellen, dass die Lieder und Bücher, die sie über die Jahre gekauft haben, ihnen gar nicht gehören.

Es sei außerdem nur natürlich, wenn man diese gekauften Inhalte seinen Liebsten hinterlassen wollte.

Update: Ein Tweet von Willis’ neuer Frau, Emma Heming-Willis, zufolge soll an der Story, die neben der SUN auch andere britische Medien verbreiteten, nichts dran sein.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 9 Kommentar(e) bisher

  •  Oli sagte am 3. September 2012:

    Genau deswegen kaufe ich nichts bei iTunes, sondern immer noch die guten alten CDs. Bei Wow HD noch nicht mal teurer.
    Leider stellt sich das Problem auch bei Software, und dort wird es immer schwieriger diese auf Datenträger geliefert zu bekommen. Hoffentlich werden bald die Gesetze im Sinne der Kunden angepasst. Erste Ansätze gibt’s ja schon.

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  •  Aleks sagte am 3. September 2012:

    Ich behaupte jetzt mal einfach, dass das in Deutschland sowieso anders ist. Schließlich schickt sich auch Microsoft seit Jahren an, den Verkauf “gebrauchter” Software zu verhindern. Damit sind sie aber erst kürzlich wieder gescheitert. Abgesehen davon sind die Titel bei iTunes heutzutage ja nicht mehr DRM gedongelt, weshalb sie sich auf einem beliebigen Computer oder sonstigen Audiogerät, das AAC wiedergeben kann, abspielen lassen.

    Übrigens wurde die Meldung mittlerweile schon wieder dementiert…

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  •  Lindworm sagte am 4. September 2012:

    Und damit fliegt macnotes aus meinem RSS Feed, für nen redaktionell betreuten Blog wird mir hier zu viel müll geschrieben. Man hätte nur mal ne twitter suche machen müssen um zu Wissen das man Schwachfug abschreibt.

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  •  Sven sagte am 4. September 2012:

    ich stimme Lindworm zu. Ist nicht ein mal mehr unterhaltsam.
    Tschüss!

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  •  at sagte am 4. September 2012:

    @Lindworm und Sven. Reisende mit sehr wenig Medienkompetenz soll man nicht aufhalten. Wer um 9:42 Uhr noch kommentiert, obwohl einige Stunden zuvor ein “Update” in den Artikel eingearbeitet wurde, der scheint im Lesen Schwächen aufzuweisen.

    Darüber hinaus muss ich euch leider enttäuschen, bloß weil irgendwo auf der Welt in einem Twitter-Account etwas geschrieben steht, sind Medienberichte vom gleichen Tag trotzdem nicht gleich falsch. Wenn ihr das glaubt, dann gute Nacht Realität. Da wurde über einen Account, von dem es heißt, es sei derjenige der Frau von Willis, in einem Satz geschrieben, dass die Geschichte nicht wahr sei. Nun fragt sich doch, wie will man diese Aussage verifizieren? Unter dem Tweet las ich ein paar Anfragen von Journalisten, die das Thema dann via E-Mail mit der Person hinter dem Twitter-Account verifizieren lassen wollten, unter anderem einem, der vorgibt bei der BBC zu schreiben. Auf den Seiten der BBC finde ich aber keine Meldung zu dem Willis-Thema. Das könnte bedeuten, dass es da (noch) keinen Kontakt gibt oder vielleicht nie geben wird. Seid ihr echt so naiv, dass ihr eine Wahrheit aus einem Tweet macht?

    Selbst wenn Bruce Willis sagen würde, das stimmt nicht – ist nicht die Chance groß, dass Willis von einem Medienberater gehört hat, pass auf, dieses Thema ist schlecht für dein Image, tu so als hättest du es niemals gesagt? Vielleicht hat Willis ernsthaft darüber nachgedacht, nur unterschätzt, dass die Medienlandschaft nun das Spekulieren anfangen könnte, dass Willis vielleicht todkrank ist und deshalb darüber nachgrübelt, wie er seinen Nachlass verwalten kann. Die Sun zitierte immerhin eine Person, die der Anwalt von Bruce Willis sein soll.

    Ich kann echt nur mit dem Kopf schütteln über so viel naiven Glauben in Medien. Verfolgt mal eine Zeitlang den Fußball in den Medien, dort gibt es jeden Tag Dementis, nur damit am Tag darauf dann trotzdem ein Trainer entlassen, oder ein Spieler gekauft wird. Und ihr seid dann die Fahne im Wind, die heute das eine Medium kritisiert, morgen das andere und ihr hättet nicht mal den Schneid, euch hinterher zu entschuldigen, wenn rauskommt, dass ihr doch Unrecht hättet.

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  •  alteregoist sagte am 4. September 2012:

    Gut gebrüllt…Snow Lion.
    ;h)

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  •  Patrick Delor sagte am 5. September 2012:

    Wieso verlässt man sich auf die Sun als Quelle? So etwas sollte vorher verifiziert werden, bevor man das meldet.

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  •  Nick777 sagte am 5. September 2012:

    Wollte nur mal kurz anmerken (weil hier ja schon wieder Leute irgendwelche Weltuntergansszenarien konstruieren), dass diese Klausel in den AGB in Deutschland ohnehin nicht gültig ist.

    Siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=Sw439WLUSr8

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  •  at sagte am 5. September 2012:

    @Nick777: Oha. Der Kollege Heinze hat den Medienanwalt ja auch schon mal in Natura gesehen, aber ich kenn ihn sonst nur von Fotos auf den Pressemeldungen. Ich muss sagen, der hat latente Ähnlichkeit mit Carsten Groll. ^^

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