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Veröffentlicht am  13.09.12, 16:13 Uhr von  nw

Apple hat in A6 offenbar ARM Cortex A15-Kerne integriert

Apple A6 CPU Apple A6 CPU

Am gestrigen Abend hat Apple das iPhone 5 offiziell vorgestellt. So manch einer mag enttäuscht sein, aber neben einem größeren Display und LTE-Technologie soll die nächste Generation des Apple Chips A6 über eine bis zu zwei mal schnellere CPU und GPU verfügen. Darüber hinaus soll er 22 Prozent kleiner als seine direkten Vorgänger sein.

Über Taktfrequenz und weitere Details hüllte sich Apple mal wieder in Schweigen. Die englische Techseite Anandtech nimmt basierend auf diesen Aussagen an, dass Apple in den A6 bereits die nächste ARM-Generation, den ARM Cortex A15, integriert haben könnte.

“In general, you should expect a 2-3x peak processing improvement when going from one generation of mobile device to the next when using the Cortex-A15 processor.” (Seite 2, Absatz 3)

Sony

Aus dem offiziellen Whitepaper lesen sich die Daten ähnlich:

Das offizielle White Paper zum ARM Cortex A15-Kern verlautet ähnliche Daten, bis zu 3x schneller soll er im Vergleich zu vorherigen Generation sein. Indes besteht kein Zweifel daran, dass Apple diese Kerne nicht verbaut hat. Speziell Samsung bietet mit dem 32nm LP HK+MG eine Fertigungstechnik an, womit die nächste ARM-Generation bereits verwendet werden kann.

Apple der Konkurrenz voraus

Eben dieser von Samsung gefertige Prozessor (SoC) wird von Apple bereits im iPhone 4S genutzt, allerdings mit ARM Cortex A9-Prozessorkernen. Zumindest in dieser Richtung ist man der Konkurrenz und speziell Samsung einen Schritt voraus ist. Denn sowohl Samsung mit dem Exynos 5 und Nvidia mit dem Tegra 4 haben bereits entsprechende ARM Cortex 15-Pendanten in Peto. Aufgrund des 32-nm-Herstellunsverfahrens wird der Ernergieverbrauch stark reduziert und der Chip insgesamt deutlich kleiner. Gleichwohl zeigt sich in diesem Zusammenhang die starke Abhängigkeit gegenüber Samsung.

Was ist ein SoC?

Der Apple A6 ist ein sogenannter „System-on-a“-Chip, kurz SoC, welcher über eine CPU für allgemeine Rechenaufgaben und eine GPU-Komponente für grafische Anwendunden verfügt, üblicherweise ist auf einer solchen Platine auch eine Controller-Einheit verbaut. Damit CPU und GPU nicht explizit entwickelt werden müssen, können Unternehmen wie Samsung, Qualcomm oder Apple sogenannte IP-Cores („Intelellectual-Property”-Cores) einkaufen, die sie berechtigen beispielsweise die ARM Cortex A15-Kerne auf ihren Halbleitern zu verbauen. Als GPU kommt von PowerVR der SGX543MP4 zum Einsatz, welcher übrigens auch im neuen iPad im Apple A5X verbaut ist.

Übrigens hat sich Apple vor zwei Jahren die Firma Intrinsity gekauft, die sich auf die Optimierung von sogenannten “Hard Cores” spezialisiert hat. Von letzterem spricht man, wenn man die ARM-Prozessoreinheit komplett kauft und auf dem eigenen Halbleiter unverändert wieder verwendet. Eine der ersten Erträge des Kaufes war damals der Apple A4 im iPhone 4, dessen Taktfrequenz in erster Linie optimiert worden sein dürfte.

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