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Veröffentlicht am  12.10.12, 8:30 Uhr von  

Kindle-Leihbücherei: 200.000 eBooks gratis ausleihen

Amazon Icon

Der Onlineversandhändler Amazon kündigte gestern den neuen Kindle Paperwhite für den deutschen Markt sowie die Kindle-Leihbücherei für Prime-Kunden an. Das Anfang September vorgestellte Kindle Paperwhite besitzt ein selbstentwickeltes E-Ink-Display mit einer patentierten, integrierten Frontbeleuchtung, damit soll es für optimales Lesevergnügen unter allen Bedingungen sorgen. Darüber hinaus löst es mit 62 Prozent mehr Pixeln auf und bietet 25 Prozent mehr Kontrast. Empfohlen sei in dem Zusammenhang der Testbericht von TheVerge. Kurzum wer nach einem eBook-Reader sucht, wird um dieses Gerät nicht herum kommen.

„Einen Kindle zu besitzen, lohnt sich jetzt noch mehr. Ab heute ist unser neuester Prime-Vorteil, die Kindle-Leihbücherei, für Amazon.de Kunden verfügbar.“ sagt Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon.com

Zurück zur Kindle-Leihbücherei, diese wird im Laufe des Oktobers (also November) für Prime-Kunden eröffnet werden. Jeden Monat kann eins von über 200.000 eBooks gratis und ohne Rückgabefrist ausgeliehen werden. Wenn ihr euch also einen der sieben Harry-Potter-Bände oder eines aus über 8.500 deutsprachigen eBooks ausleihen möchtet, so müsst ihr nichts anderes tun als euren Kindle zur Hand zu nehmen.

Ausleihen erfordert Kindle Lesegerät

[amazon title="Kindle Paperwhite" article="B007OZO03M"] Somit sofort zur schlechten Nachricht. Dieses Angebot steht ausschließlich Prime-Kunden mit einem Kindle-Lesegerät zur Verfügung. Wer die Amazon Kindle Leseapp für das iPhone oder iPad nutzt, bleibt weiterhin außen vor. Das ist schade. Gleichwohl offenbart Amazon eine interessante Idee, wie man Kunden für eBooks im Allgemeinen und deren Autoren im Besonderen interessieren kann.

Das Ausleihen von Büchern ist immerhin nicht neu, obgleich wir es unter Bekannten tun oder in die städtische Bibliothek gehen. Die Öffnung des Kanals für eBooks lässt mich hoffen, vielleicht schon bald meine Bücher ganz einfach selbst zu verleihen. Führen wir diesen Gedanken auf oder besser unter iPads fort, so würde ich wünschen, dass aus- und verleihen längst zu eBooks hinzugehören würde. Bleibt abzuwarten, wann Apple mit einem entsprechenden Dienst für iBooks nachziehen wird.

Amazon erweitert Prime-Angebot

Als Amazon Prime-Kunde bezahlt ihr pro Jahr pauschal 29 Euro, um dann von kostenlosen Lieferungen am nächsten Tag sowie reduzierten Gebühren für Morning- und Evening-Express-Zustellungen zu profitieren. Die Kindle Leihbücherei ist gleichzeitig die erste Erweiterung des Prime-Angebots im deutsprachigen Raum. In Großbritannien und Frankreich wurde diese ebenfalls angekündigt. Kunden aus der Schweiz und Österreich müssen sich wohl vorerst noch gedulden.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 2 Kommentar(e) bisher

  •  Peter Heuchert sagte am 12. Oktober 2012:

    Die Verleihfunktion von eBooks ist nichts neues. Wer das englische Handbuch seines Kindles gelesen hat, weiß das ein Verleihen möglich ist. Aber nur in den USA und England! Hier in Deutschland wird diese Funktion nicht angeboten. Wir sind sozusagen Kunden zweiter Klasse. Schuld sind laut Amazon die Verlage.
    Wenn ich dann bei meiner lokalen Bücherei vorbeikomme und sehe, dass hier eine Onleihe angeboten wird, natürlich nicht für den Kindle, dann komme ich über den Wahrheitsgehalt diese Aussage doch ein wenig ins Grübeln.

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  •  nw sagte am 12. Oktober 2012:

    Ja, das Verleihen für eBooks wird in den USA bereits praktiziert – was für uns Deutsche ziemlich irrelevant ist. Die Realität sieht leider für den lokalen Buchhandel alles andere als rosig aus. Thalia und Hugendubel schließen reihenweise Filialen, weil die Kunden schlichtweg ausbleiben.

    eBooks müssten per se auch nicht genauso teuer sein, wie deren Print Pendanten, jedoch hat bisher nur in wenigen Verlagen ein Umdenken begonnen. Diese Hürde muss Amazon erstmal nehmen, bevor ein Leihservice überhaupt denkbar ist. Die nun vorgestellte Kindle-Leihbücherei ist ein zurückhaltender Versuch Kunden für das Kindle Lesegerät zu gewinnen, damit man nicht zuletzt auf den Einzelhandel weiter Druck ausüben kann.

    Es kommt dementsprechend auf die Sichtweise an, ob man als Amazon-Kunde tatsächlich Kunde zweiter Klasse ist. Denn diese Aussage hinkt, wie oben beschrieben.

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