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Veröffentlicht am  26.10.12, 15:03 Uhr von  mz

Mac Mini Late 2012: Teardown des neuen Kompakt-Macs

Mac mini Mac mini

Nachdem sich das iFixit-Team zuallererst des neuen MacBooks angenommen hat, folgt nun der neue Mac Mini: Beim fröhlichen Auseinandernehmen treten wie immer einige interessante Details zutage, über die wir uns zuvor noch keine Gedanken gemacht hatten. Und der neue Mini ist so einfach zu reparieren wie sein Vorgänger.

Nachdem gestern die ersten Benchmark-Ergebnisse des neuen Mac Mini die Runde machten, geht es heute an die Zerlegung: Zunächst einmal wundern sich die Bastler darüber, dass nach wie vor dieselbe Modellnummer auf der Unterseite des Gehäuses angebracht ist: Der neue Mac Mini heißt wieder alte aus dem letzten Jahr (und dessen Vorgänger) A1347.

Der einfache Zugang durch den aufdrehbaren Gehäusedecken an der Unterseite ist für Upgrader ein Segen: Sofort ist fast voller Zugriff auf das Innenleben gegeben, die auswechselbaren RAM-Bausteine vom Typ PC3-12800 DD3 kommen einem dankenswerterweise schon fast entgegen.

Was ist drin?

Geöffnet haben die Kollegen das Modell mit 2.5 GHz dual-core Intel Core i5, 500 GB Festplatte und 4 GB RAM. Ansonsten verfügt das Gerät über Intel HD Graphics 4000, Thunderbolt, HDMI, und einen SDXC Kartenslot.

Lüfterwechsel

Der Lüfter wird von drei leicht zu entfernenden Schrauben gehalten und lässt sich einfach vom Mainboard entfernen. Der Austausch sollte also niemandem ein Problem bereiten, denn anders als beim neuen MacBook Pro 13″ Retina ist nichts verklebt und auch keine Wärmeleitpaste notwendig. Dann fehlt nur noch eine seitlich angebrachte Plastikabdeckung und schon lässt sich das restliche Innenleben rückseitig aus dem Alu-Gehäuse ziehen.

Verbaute Technik

Die genauen Bezeichnungen der verbauten Teile dürften den einen oder anderen Leser interessieren: Im kleinsten Desktop-Mac befinden sich ein Broadcom BCM94331PCIEBT3B Wi-Fi-Board mit einem Broadcom BCM4331 802.11 a/b/g/n Wi-Fi.Chip, einem Broadcom BCM20702 Bluetooth-4.0-Sender, dem SiGe 5503A 2304A Dual Band 802.11a/b/g/n WLAN Front End
SiGe 2598L, einem “P2303A TUB2P” und einem Bauteil mit der Bezeichnung “7871 1228 C6050″.

Interessant ist, dass Lüfter, Kühlgitter etc. die gleichen Teile zu sein scheinen wie schon im Vorgängermodell. Die iFixit-Inegenieure schließen daher nicht aus, dass sich der Mac Mini 2012* auch mit Teilen aus dem letzjährigen Gerät reparieren lässt.

Auf dem Logic Board befinden sich oben ein Cirrus Logic 4206B Audio Controller (wie auch im neuen Retina MacBook Pro), ein SMSC USB2512B USB Hub Controller (dito), ein Broadcom BCM57765 Gigabit Ethernet Controller, der Intel L232TB45 Thunderbolt Port Controller, der LSI L-FW643E-2 PCI-Express-Controller und ein Chip mit der Bezeichnung “AELTA 8904C-F”.

Auf der Unterseite des Boards geht es weiter: Hier finden sich der Intel E224B809 Controller Hub und die CPU (in diesem Fall der Intel V227C254 2.5 GHz Dual-Core i5), SMSC 1428-7 SMB Temperatursensor, Parade PS8401A HDMI/DVI Controller (auch hier bereits im Retina MacBook Pro beider Größen verbaut), ein weiterer AELTA 8904C-F und der nicht bereits aus dem Retina MacBook Pro bekannte Texas Instruments Stellaris LM4FS1AH Microcontroller mit integriertem ARM-Kern, der sich nämlich auch schon in den aktuellen Modellen der MacBook-Air-Reihe findet.

Der im Testgerät verbaute 500GB-Festplatte stammt von Hitachi. Und erst, wer bis hierher vorgedrungen ist, hat nun die Möglichkeit, das Netzteil zu tauschen, das gruseligerweise ebenfalls an das letztjährige Modell erinnert.

Und weil der ganze Vorgang die Bastler schon in eine Murmeltiertag-Stimmung versetzt hat und dementsprechend alles so einfach und schnell ging, haben sie gleich noch versucht, mit ihrem eigenen Festplatten-Addon-Kit ein zweites Speichermedium in den neuen Mini einzubauen. Auch das klappte erwartungsgemäß einfach. Am Ende steht eine 8 von 10 Punkten für die Einfachheit der Reparatur.

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 3 Kommentar(e) bisher

  •  Rob sagte am 26. Oktober 2012:

    Oje, der letzte mini hat schon gewaltige Überhitzungsprobleme. Bei den neue cpus wird er endgültig zum Herdplattenersatz.

    Antworten 
    •  at sagte am 27. Oktober 2012:

      @Rob: Und Spiegeleier brätst du wo? Beim Retina-iPad gab’s auch Leute, die das behauptet haben, dabei er vergaßen zu erwähnen, dass Googles Tablet X und Samsungs Tablet Y allesamt sogar noch wärmer werden. Solange du keinen Maßstab angibst und das Ganze ins Verhältnis setzt, bleibt deine Aussage leider rein populistischer Natur.

      Antworten 
  •  Alex sagte am 25. Dezember 2013:

    Hallo,
    ihr schreibt in eurem Artikel, dass das Netzteil gruseligerweise aus dem Vorgängermodell stammt. Gibt es andere und bessere Alternativen? Wenn ja welche Netzteile wären das?

    Vielen Dank und Gruß,
    Alex

    Antworten 

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