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Veröffentlicht am  1.11.12, 14:26 Uhr von  

Fusion Drive auch auf älteren Macs nutzbar

Fusion Drive Fusion Drive

Die neue Fusion-Drive-Technologie von Apple ist keine Zauberei, wird aber vielen Mac-Besitzern bares Geld sparen können. Dabei ist die softwareseitige Verbindung von schnellen SSDs und großen Festplatten kein Exklusivfeature der letzte Woche neu vorgestellten Mac-Modelle. Ein findiger Nutzer hat den Fusion Drive auf einem älteren Mac eingerichtet und zeigt, wie es geht.

In der vergangenen Woche haben wir bereits über Fusion Drive berichtet. Über eine in OS X Mountain Lion integrierte neue Software werden die Vorteile der extrem schnellen Festspeicher (Solid State Disk, SSD) mit der großen Kapazität mechanischer Festplatten kombiniert, in dem aus beiden physischen Teilen ein logisches Laufwerk erstellt wird. Häufig genutzte Dateien werden vom Betriebssystem automatisch auf die SSD ausgelagert und so eine weitaus schnellere Betriebsgeschwindigkeit erreicht.

Der tumblr-User jollyjinx hat sich einmal das Support-Dokument von Apple zum Thema Fusion Drive genau durchgelesen und etwas herumexperimentiert. Dabei ist es ihm gelungen, mit ein bisschen Arbeit im Terminal einen eigenen Fusion Drive einzurichten. Dies geschieht in mehreren Schritten, die er in seinem Blog beschreibt.

Zunächst wird dort mittels diskutil eine “Logical Volume Group” erstellt, in diesem Fall standen eine 120GB SSD und eine 750GB große Festplatte zur Verfügung. Im Prinzip ist das schon der einzige nötige Schritt, denn alles, was danach geschieht, wird bereits vom Berglöwen übernommen: jollyjinx erstellt einige Datenblöcke mit jeweils 10GB Größe und zeigt mittels einiger Terminal-Befehle dem Betriebssystem lediglich, welche Daten er gerade lesen möchte.
Anhand der ausgelesenen Ergebnisse lässt sich nach knapp einer Stunde Betrieb dann deutlich erkennen, dass OS X sich gemerkt hat, welche Daten wann gebraucht wurden, und diese entsprechend auf der SSD abgelegt hat. Sofern man sich also ein wenig auskennt und mutig genug ist, das Prozedere selbst zu wagen, lässt sich vermutlich auf jedem Mac mit OS X Mountain Lion der neu erstellte Fusion Drive auch als Hauptvolume verwenden.

Interessant hier ist, dass es sich bei der benutzten Festplatte um einen per USB angeschlossenen, also externen Speicher handelt. Somit lassen sich nicht nur ein interner und ein externer Speicher miteinander verbinden, sondern möglicherweise sogar zwei externe Laufwerke zu einem Fusion Drive kombinieren.

Jollyjinx erwähnt allerdings am Schluss, dass er selbst nicht bereit sei, seinen selbstgebauten Fusion Drive in der Praxis zu verwenden, da die Gruppierung der Laufwerke an Apples standardmäßig verwendetes Dateisystem HFS+ gebunden ist, welches ihm selbst zu unsicher für den dauerhaften Gebrauch ist. Für “normale” Nutzer sollte dies allerdings kein Hinderungsgrund sein.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 4 Kommentar(e) bisher

  •  buliwyf sagte am 1. November 2012:

    Der tumblr-User Jollyjinx? Ein bisschen mehr Recherche hätte ich euch schon zugetraut. Jollyjinx ist das Pseudonym von Patrick Stein. Jemand der schon sehr lange Apps für den Mac entwickelt. Siehe http://www.jinx.de/Home.html

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    •  at sagte am 1. November 2012:

      @buliwyf: Jetzt wissen auch alle wer Patrick Stein ist #nicht. Muss man den kennen? Was spricht überhaupt gegen den Spitznamen? Und warum schreibt er dann nicht Patrick Stein, sondern verwendet das Pseudonym. Zu viel Halloween gefeiert, hm? Meckerhansel du bist, Meister Yoda mir gesagt.

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      •  buliwyf sagte am 2. November 2012:

        @at Nein von dir erwartet Niemand, dass du Patrick Stein als Jollyjinx kennst, aber bei einer News Seite im Mac Umfeld erwarte ich, dass man den ein oder anderen prominenten Entwickler der Mac Szene vor allem aus Deutschland kennst. Oder so etwas zumindest recherchiert. Das nennt man Journalismus. Macrumors schafft es ja auch. http://www.macrumors.com/2012/10/31/apples-new-fusion-drive-works-on-older-macs/

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        •  at sagte am 2. November 2012:

          Dann haben wir deine Erwartungen in dem Fall nicht erfüllt, werden aber auch beim nächsten Mal die Freiheit besitzen, Patrick Stein nicht beim Namen zu nennen. Ich habe schon in Blogs Beiträge geschrieben, als mich unmittelbar darauf die Betroffenen anschrieben, ich sollte doch bitte ihren Klarnamen entfernen. Nur weil du etwas denkst, heißt das noch lange nicht, dass alle Welt das genauso sehen muss. Ich bin in diesem Punkt nicht einer Meinung mit dir und es ist mir persönlich egal. Immerhin ist Jollyjinx aka Patrick Stein für mich total überhaupt nicht prominent. Ich bin seit Mitte der 1990er im Netz und schreibe seit Jahren für diese und andere Seiten. Nur bis heute nutze ich keine seiner Apps und habe bis vor deinem Einwurf noch nie von ihm gehört. Ich finde nicht, dass man “deinen Anspruch” an etwas seriös diskutieren kann. Es ist natürlich und bleibt auch “dein Anspruch”. Punkt. Wenn er Patrick Stein genannt werden will, soll er unter seinem Namen veröffentlichen. Vielleicht wissen dann die Leute auch, wer Patrick Stein ist. Bis gestern war er mir unbekannt. :)

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