Veröffentlicht am 13.11.12, 6:18 Uhr von at
Im Rahmen der 116ten Tagung der “American Academy of Ophthalmology” wurde das iPad als dasjenige Tablet innerhalb einer Studie präsentiert, das Personen mit Augenkrankheiten am meisten beim Lesen helfen würde.
Opthalmologen, also die Augenheilkundler, beschäftigten sich unter anderem mit der möglichen Verbesserung des Lesekomforts durch Tablets bei Patienten mit Augenkrankheiten. Zu letzteren zählen beispielsweise die Makuladegeneration oder die Retinopathie, die im Rahmen einer Diabetes auftreten kann.
Nun muss man die Studienergebnisse nicht überbewerten. Das iPad landete zwar auf dem ersten Platz, wurde aber teils auch gegen andere Konkurrenten getestet, die wie der Kindle, ohne Hintergrundbeleuchtung auskamen. Ebenjene und die Möglichkeit zur Vergrößerung der Textur sind allerdings zwei Dinge, die Patienten mit Augenkrankheiten auch ansonsten versuchen zu erreichen, um ihre Lesequalität zu erhöhen. Neben Leselupen mit Beleuchtung im einfachen Fall gibt es daneben noch teure speziell angepasste Fernseher, die das Buchbild auf dem Monitor darstellen, wie Rob LeFebvre anmerkt.
Von Patienten mit moderatem Sehverlust heißt es in den Ergebnissen der Studie, sie könnten ihre Lesegeschwindigkeit um bis zu 15 Wörter pro Minute steigern. Personen mit stärkerem Sehverlust könnten sogar noch deutlich besser vom Lesen am iPad profitieren. Diese Gruppe können ihre Lesegeschwindigkeit mindestens sogar um 42 Wörter pro Minute erhöhen.
Dr. Daniel Roth, einer der an der Studie beteiligten Wissenschaftler, glaubt, dass Personen mit niedrigem Sehvermögen über den Einsatz des iPads oder anderer Tablets ein Leselevel erreichen könnten, das beinahe wieder der Normalität entspräche.
Via ScienceDaily, engl.
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Tags: iPad, Makuladegeneration, Retinopathie, Studie, Tablet
3 Kommentar(e) bisher
Ich habe neulich einen Sehbehinderten gesehen, der sein iPhone dazu benutzt hat, die Beschriftung der Anzeige auf einem Bahnsteig zu lesen. Fand ich irgendwie faszinierend. :-)
Ich selbst bin ja nur Brillenträger, aber ich mag das Retina-Display.
Alles schön und gut. Aber Sehbehinderte brauchen teils sehr hohe Vergrößerungen.
Und die sind z.B. bei der Kindle-Software nicht zu machen.
Vergrößert man ein PDF entsprechend auf eine lesbare Größe, muss der Text permanent sowohl horizontal als auch vertikal verschoben werden.
Sehbehinderte verlieren da schnell die Zeile und dann die Geduld. Die Programmierer der Kindle-Software sollten einfach höhere Schriftgrößen zulassen, dann wäre zumindest ein Problem gelöst.
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