: 17. November 2012,

OpenFeint wird geschlossen, Entwickler haben einen Monat Schonfrist

OpenFeint
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Schon bald wird das Netzwerk OpenFeint seine Tore schließen. Betreiber GREE teilte dies nun auf seiner Entwicklerseite mit. Das Social Network für mobiles Gaming war bereits vor Apples Game Center aktiv, und zwar neben der iOS– auch auf der Android-Plattform. Nun müssen Entwickler, die auf OpenFeint in ihren Apps für iPhone, iPad und Co. gesetzt haben, die Funktionen wieder entfernen.

Nicht selten bedeutet ein Kauf das Aus für ein Produkt. Die feindliche Übernahme führt meist zu Synnergie-Effekten, bei denen etwas auf der Strecke bleibt. So auch im vorliegenden Fall. Der neue Eigner der Mobile-Social-Gaming-Middleware OpenFeint, GREE, hat das Aus angekündigt. Zum 14. Dezember wird man den Dienst vom Netz nehmen. Damit werden auch alle Trophäen und Nachrichten, die Nutzer sich über den Dienst erworben, und miteinander geteilt haben, ins Daten-Nirvana geschickt, oder aber die Entwickler beginnen damit, auf GREEs eigene Plattform überzuschwenken. Mike Fahey von Kotaku erklärt, dass basale OpenFeint-Features vielleicht eine Woche Portierungs-Programmierzeit benötigten. Wenn die Entwickler aber umfangreichere OpenFeint-Features genutzt haben, sollten sie ihren Truthahn beiseite stellen und in die Hände spucken, oder aber damit leben, dass es demnächst zu lustigen Fehlermeldungen in ihren Apps kommen dürfte.

Entwickler haben nicht mehr ganz einen Monat Schonfrist und können ihre Apps um die API-Aufrufe von OpenFeint wieder bereinigen. Das ist dringend notwendig, weil es sonst zu Fehlermeldungen kommen wird. Das ist für einige App-Entwickler, zumindest wenn sie für iPhone und iPad entwickelt haben, zwingend notwendig. Denn OpenFeint bot über den eigenen Service eine Schnittstelle an, mit der man die erzielten Trophäen und Punkte mit Apples Game Center teilen konnte. Dieser Weg wird den Apps, die ihn verwenden, demnächst nicht mehr zur Verfügung stehen. App-Entwickler müssen entsprechend die Anbindung an Game Center neu programmieren.
App-Besitzer sollten sich jedenfalls nicht wundern, wenn es in nächster Zeit viele App-Updates geben wird.

Der chinesische Anbieter GREE hatte sich den Kauf im Jahr Anfang 2011 104 Millionen US-Dollar kosten lassen.

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