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Veröffentlicht am  26.11.12, 15:14 Uhr von  ar

Diashow-Software im Test – Teil 1: Apple iLife (iMovie, iPhoto) und Wondershare Fantashow

Diashow Diashow

Bewegender Bilderspaß

In der trüben Jahreszeit und besonders gerne um Weihnachten herum beschäftigen sich viele Leute mit ihren Fotos. Die Bilder vom letzten Sommerurlaub machen gute Laune und trösten über das triste Grau hinweg. Noch viel mehr Spaß macht es, daraus bunte Diashows zu machen, diese mit Musik und Effekten zu unterlegen und das Ergebnis in gemütlicher Runde auf dem Fernseher zu präsentieren. Wir haben uns einmal umgesehen, welche Software für diesen Zweck verfügbar ist und für wen sie sich eignet. In insgesamt drei Folgen stellen wir die Produkte dabei ausführlich vor. Im heutigen ersten Teil geht es um iMovie, iPhoto und Fantashow.

iLife – iPhoto und iMovie

Die iLife-Suite, die es in dieser Form nicht mehr wirklich gibt, sondern als App Store Einzelprogramme zu jeweils 13,99 € (iMovie *, iPhoto *, GarageBand), beinhaltet gleich zwei Programme, mit denen sich Diashows erstellen lassen. Wie man vermuten kann, bietet sich natürlich iPhoto an, aber auch iMovie beherrscht den Umgang mit Fotos und die mitgelieferten Themen erzeugen erstaunliche Ergebnisse. In iPhoto sammelt man zunächst seine Fotos zusammen, die man in einer Diashow verwenden möchte. Entweder man sammelt diese in einem neuen Album oder einfach per Shift-Taste und einige Mausklicks auf die Miniaturen. Über „Ablage / Neue Diashow“ erstellt man eine ebensolche und die gewählten Fotos landen oberhalb des großen Anzeigebereiches in einer Filmrolle. Über den Themen-Button unten rechts hat man die Auswahl aus insgesamt 9 Themen, von klassisch bis Ken Burns, wobei die Themen Origami und Gleitende Flächen auch mehrere Fotos gleichzeitig groß darstellen. Man kann auch Beschreibungen hinzufügen, dazu dient die separate “Dia mit Text” Schaltfläche. Die Textflächen sind zum Thema passend gewählt und bieten keine weiteren Optionen. Musik lässt sich auch unterlegen, aber nicht besonders steuern – immerhin kann man eine separate Playliste für die Diashow anlegen. Nutzt man die Diashow-Funktion nicht all zu oft ergeben sich dennoch sehr ordentliche Diashows, die jedoch nicht all zu viel Spielraum für eigene Kreativität lassen.

Ganz anders dagegen das Video-Programm iMovie. Hier findet man 7 Themen und 15 Trailer (kurze Sequenzen als Einführung), die für sich schon für Abwechslung sorgen. Legt man ein neues Projekt an, kann man Fotos vom Finder per Drag & Drop oder über den Medienbrowser hinzufügen. Hat man zuvor die Funktion „Übergänge und Titel automatisch hinzufügen“ aktiviert und ein Thema gewählt, macht sich iMovie jetzt erst mal an die Arbeit und erstellt eine Diashow komplett mit einer Einführung, Übergängen und sogar einem Abschluss, wobei für die Texte Standard-Werte aus den Projekteinstellungen verwendet werden. Theoretisch muss man lediglich noch etwas Musik hinzufügen und die Diashow ist fertig. Nun kann man jedoch anfangen, die Diashow zu gestalten. Übergänge lassen sich tauschen oder ganz entfernen, die Wiedergabezeit der Dias lässt sich einzelne oder als ganzes anpassen und auch die Fotos lassen sich untereinander verschieben oder entfernen, wobei in diesen Fällen ein neuer Übergang hinzugefügt werden muss. Will man die Dias erläutern, stehen verschiedene Textvariaten zur Verfügung. Auch die Arbeit mit Musik fällt leichter, da man mehrere Spuren zur Verfügung hat und die einzelnen Stücke auch recht genau innerhalb von iMovie trimmen kann. Nach Abschluss aller Arbeiten besteht auch noch die Möglichkeit per Aufnahmefunktion einen Text über die Diashow zu sprechen. Eine Möglichkeit die bei Standard-Diashow-Software normaler Weise nicht mit im Programm ist. Hier zeigt sich das Videoschnittprogramm wirklich vielseitig.

Fazit: Wer schnell eine Diashow mit den wichtigsten Funktionen zusammenstellen möchte, kommt mit iPhoto schnell zum Ziel, zumal das Zusammenstellen der Fotos über die Datenbank sehr rasch zu realisieren ist. Diashows mit iMovie zu erstellen macht dafür sehr viel Spaß und bietet ein paar Möglichkeiten und schöne Themen mehr, als iPhoto. Wer ohnehin beide Programme besitzt, kann natürlich die Vorteile der beiden bestens kombinieren.

Wondershare Fantashow II

Wonderware Fantashow II *, Nachfolger von Photo Movie Maker, dass im App Store ebenfalls noch für 44,99 Euro erhältlich ist, beansprucht für sich auf einfachste Weise hollywoodreife Filme zu produzieren. Die Bedienung von Fantashow ist wirklich einfach, was vor allem daran liegt, dass man kaum Einflussmöglichkeiten auf das Endergebnis erhält. Zunächst einmal wählt man eine der Vorlagen aus. Zwei Vorlagen liefert die Installation mit, weitere kann man aus dem Internet laden. Ein Paket mit 14 Vorlagen lässt sich kostenlos direkt von der Homepage beziehen. Die Qualität der Vorlagen ist recht unterschiedlich, manche wirken etwas langweilig, andere, wie das Sport-Paket sind richtig spannend und mit passender Musik unterlegt, so dass man auch keine Urheberrechte beachten müsste. Wirft man nun die Fotos in die Timeline, erstellt Fantashow eine vollständige Diashow mit Übergängen, In- und Outro und der Musik. Selbst einige Untertitel sind bereits vorbereitet, die man löschen oder mit eigenem Text anpassen kann. Die verwendete Musik kann man austauschen und bei Bedarf noch den ein oder anderen Effekt auf das Foto legen. Mehr ist nicht zu tun. In kurzer Zeit ist die Diashow fertig und kann in eines der gebotenen Formate exportiert werden, zum Beispiel als Datei oder als direkter YouTube-Export. Wondershares Fantashow bietet einige schöne Vorlagen und eine ansehnliche Diashow ist so sehr schnell erstellt. Bei einem Preis von ca. 45 Euro erwartete man jedoch entweder professionellere Bearbeitungsmethoden oder ein deutliches Plus an Vorlagen.

Wonderware Fantashow II – schnelle Ergebnisse bei wenig eigenen Kreativoptionen

In der nächsten Folge unserer kleinen Serie zur Diashow-Software, am kommenden Montag, wenden wir uns dem Programm FotoMagico aus dem Hause Boinx-Software zu, anschließend werfen wir noch einen Blick auf PhotoPresenter aus dem gleichen Haus, sowie Photo Theatre Pro von Boniten. In der Woche darauf hoffen wir die brandneue Version von PulpMotion von Aquafadas und weitere Programme vorstellen zu können und geben eine abschließende Wertung, damit bei den Weihnachtseinkäufen nichts schief geht.

* = Affiliate.

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