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Veröffentlicht am  18.12.12, 12:41 Uhr von  

Instagram ändert AGB, gibt sich Erlaubnis, Nutzerbilder weiterzuverkaufen

Instagram Instagram

Instagram ändert die Spielregeln – und verärgert damit zahlreiche Nutzer. Ab sofort nehmen sie sich das Recht heraus, die Fotos der Nutzer ohne vorherige Anfrage weiterzuverkaufen. Einen Opt-Out gibt es nicht, die einzige Alternative ist das Löschen des Accounts bis Januar.

Unter der unscheinbaren Überschrift “Privacy and Terms of Service Changes on Instagram” verbirgt sich eine Änderung, die vielen Benutzern der Foto-Plattform sauer aufstoßen: Im Rahmen einer Anpassung an Facebook gibt sich Instagram selbst die dauerhafte Erlaubnis, alle öffentlichen Instagram-Fotos an andere Firmen oder Organisationen weiterzuverkaufen, auch für Werbezwecke. Konkret gesehen würde dies bedeuten, dass sich die Plattform zur größten Bilderagentur der Welt macht.

Ein Beispiel: Ein Restaurantbetreiber könnte Facebook dafür zahlen, ein Instagram-Foto aus den Gasträumen für die eigene Werbung zu benutzen, egal ob im Netz, im Print oder anderswo. Die Rechte am Bild bleiben beim Benutzer, er sieht dafür aber keinen Cent – wohl aber Facebook. Nicht beachtet werden dabei eventuelle Persönlichkeitsrechte, falls sich Personen auf dem Foto befinden.

Einen Opt-Out gibt es nicht direkt, lediglich den kompletten Ausstieg: Wer bis zum 16. Januar seinen Account löscht, dessen Fotos werden nicht weiter benutzt. Wer seinen Account nach dieser Deadline löscht, der hat Pech und muss damit rechnen, die Fotos irgendwann einmal irgendwo anders zu sehen.

Zwei Änderungen innerhalb der AGB erlauben die neuen Benutzungen. So wird an einer Stelle die Formulierung “beschränkte Lizenz” gegen “übertragbare Lizenz” ausgetauscht. Weiterhin nimmt sich Facebook mit einem hinzugefügten Satz das Recht heraus, mit den Fotos auch Geld zu verdienen:

a business or other entity may pay us to display your [...] photos [...] in connection with paid or sponsored content or promotions, without any compensation to you.

Instagram-AGB

Facebook geht damit einen großen Schritt weiter als z.B. Google: Wer Bilder bei Picasa hochlädt, der muss nicht befürchten, dass diese gegen Geld weitergegeben werden, wohl aber, dass die Fotos anderweitig eingebunden werden.

Wer also nicht will, dass seine Instagram-Fotos fremdgenutzt werden, der sollte sich mit dem Löschen des Accounts beeilen. Wer will, kann z.B. mit Instaport oder pi.pe sein Archiv herunterladen und bei Bedarf bei anderen Diensten hochladen.

[Privacy Policy und Terms of Use]

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 1 Kommentar(e) bisher

  •  rootingbill sagte am 18. Dezember 2012:

    Das wars dann für Instagram.

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    1. Kriegt Instagram nun die Quittung? Nutzerflucht bemerkt am 30. Dezember 2012
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