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Veröffentlicht am  20.12.12, 16:46 Uhr von  

Schleswig-Holstein ordnet an, dass Facebook Fantasienamen erlauben muss

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Die Datenschutzbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein legen sich nach dem Jahr 2011 erneut mit dem Social Network Facebook an. Eine Anordnung sieht vor, dass Facebook binnen 2 Wochen den Klarnamen-Zwang entfernen muss, oder andernfalls ein Bußgeld ausgesprochen werden wird.

Aus Kiel stammt das “Internationale Einschreiben mit Rückschein” von Herrn Dr. Thilo Weichert. Dessen Namen dürften einige im Netz kennen, weil der Datenschutzbeauftrage häufiger mal von sich Reden macht, u. a. hat er 2011 in Schleswig-Holstein ansässige Unternehmen abmahnen wollen, da diese durch die Nutzung von Facebook gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen soll(t)en.

Der Anordnung nach hat Facebook nun 2 Wochen Zeit (nach Posteingang), der Anordnung Folge zu leisten. Laut Weichert verstößt Facebook gegen geltendes Recht verstößt, indem man den Nutzern bei der Anmeldung vorschreibt, sich nur mit Angabe von Echtdaten (Vorname, Nachname, etc.) anzumelden.
Außerdem müssten aus diesen Gründen gesperrte Konten entsperrt werden.

Laut Steve Dent von engadget, sieht Facebook sich im Rahmen des europäischen Rechts agierend und werde mit allen Mitteln gegen diese Anordnung ankämpfen, an deren Ende ein Bußgeld von 20.000 Euro zu zahlen wäre.
Gleichzeitig heißt es dort, dass andere Datenschutzbeauftragte anderer Bundesländer der gleichen Meinung wären, und Schleswig-Holstein mehr oder weniger als eine Art Test-Ballon fungiere.

Adressiert ist das Schreiben von Weicher übrigens an Mark Zuckerberg persönlich. Ob dieser es aber lesen wird, ist fraglich.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 5 Kommentar(e) bisher

  •  döp sagte am 20. Dezember 2012:

    find das nich so dolle, ganz ehrlich. ich hasse das wenn leute bei fb sind und nicht ihren richtigen namen nutzen…..
    wenn man fb nutzen will sollte man auch seinen echten namen nutzen…..ich hab manche leute in der freundesliste die irgendwann einen fakenamen genommen haben, da weiss ich überhaupt nicht mehr wer das sein soll.

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    •  at sagte am 20. Dezember 2012:

      Mal ganz zynisch gesprochen: Dann sollten das auch nicht deine Freunde sein. ^^

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  •  Intro sagte am 20. Dezember 2012:

    auch wenn ich selber nicht bei facebook vertreten bin, kenne ich jedoch dutzend leutchen die nicht mit ihrem namen angemeldet sind. somit viel wind um nichts. solange es keine überprüfung geben wird, anhand personalausweis etc..kann man sich letztendlich auch weiterhin mit lisa müller oder wie auch immer anmelden.

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  •  Ludren sagte am 20. Dezember 2012:

    Facebook soll also keinen Klarnamen Zwang haben, dabei ist es doch das angestrebte Ziel der Regierung das es keine Anonymität im Internet gibt. So typisch für Populisten

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    •  at sagte am 20. Dezember 2012:

      Welche Regierung meinst du, Ludren? Vielleicht ist Rot-Grün + Freie, die derzeit in Schleswig-Holstein regieren, ja damit einverstanden. Grundsätzlich ist es nicht verboten, je Bundesland dann andere Regeln zu finden, vgl. Bildungspolitik. Und wenn dann Deutschland eine Regelung finden würde, heißt es nicht, dass die EU damit einverstanden wäre. To be continued…

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